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Politik

Neuzulassungen Juli 2026: BEV-Anteil steigt auf 29,3 %

Neuzulassungen Juli 2026: BEV-Anteil steigt auf 29,3 %

Im Juli 2026 wurden 268.068 Pkw neu zugelassen, 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Elektro-Pkw legten dabei um 61,7 Prozent auf 78.609 Einheiten zu und erreichten einen Anteil von 29,3 Prozent, während Benziner auf 18,9 und Diesel auf 11,8 Prozent zurückfielen.

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Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Zulassungszahlen für den Juli 2026 veröffentlicht. Insgesamt kamen im Berichtsmonat 268.068 Personenkraftwagen neu auf die Straße, ein Zuwachs von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Getragen wurde das Plus von privaten Käufern: Deren Neuzulassungen stiegen um 8,0 Prozent, ihr Anteil am Gesamtmarkt lag bei 36,8 Prozent. Die gewerblichen Zulassungen gaben dagegen um 2,4 Prozent nach. In den ersten sieben Monaten des Jahres liegt der Markt kumuliert 5,1 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Elektro-Pkw mit 29,3 Prozent Marktanteil

Der auffälligste Wert der Statistik betrifft die batterieelektrischen Fahrzeuge. Mit 78.609 Neuzulassungen legten die BEV um 61,7 Prozent zu und erreichten einen Anteil von 29,3 Prozent. Damit war im Juli fast jeder dritte neu zugelassene Pkw ein reines Elektroauto. Die Plug-in-Hybride kamen auf 30.609 Einheiten und einen Anteil von 11,4 Prozent und blieben damit deutlich hinter den BEV zurück. Rechnet man alle Hybridvarianten einschließlich der Plug-in-Modelle zusammen, ergeben sich 105.284 Neuzulassungen und ein Anteil von 39,3 Prozent.

Die klassischen Verbrenner verlieren weiter an Boden. Benziner erreichten nur noch einen Anteil von 18,9 Prozent, ein Rückgang um 29,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dieselfahrzeuge kamen auf 11,8 Prozent und ein Minus von 21,8 Prozent. Eine Randnotiz bleiben alternative Kraftstoffe jenseits des Stroms: Flüssiggas legte auf 1.705 Einheiten und 59,2 Prozent Zuwachs zu, was einem Anteil von 0,6 Prozent entspricht. Für erdgasbetriebene Pkw registrierte das KBA im gesamten Monat eine einzige Zulassung.

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Smart und BYD mit den größten Zuwächsen

Bei den deutschen Marken verzeichnete Smart mit einem Plus von 106,6 Prozent die stärkste Steigerung, bewegt sich mit 0,3 Prozent Marktanteil aber weiterhin in einer Nische. Dahinter folgte MINI mit 19,3 Prozent Zuwachs und 1,7 Prozent Anteil. Mercedes legte um 8,0 Prozent zu und kam auf 9,9 Prozent, MAN meldete ein Plus von 1,9 Prozent bei 0,1 Prozent Anteil. Audi steigerte sich um 1,5 Prozent (6,5 Prozent Anteil), BMW um 0,5 Prozent (9,2 Prozent). Rückläufig entwickelten sich Opel (-18,1 Prozent bei 4,4 Prozent Anteil), Ford (-17,0 Prozent bei 3,6 Prozent), Volkswagen (-7,6 Prozent bei 17,9 Prozent) und Porsche (-4,5 Prozent bei 1,0 Prozent). Trotz des Rückgangs blieb Volkswagen mit 17,9 Prozent erneut die anteilsstärkste Marke im Gesamtmarkt.

Unter den Importmarken mit mindestens 1,5 Prozent Zulassungsanteil sticht BYD hervor: Der chinesische Hersteller steigerte seine Neuzulassungen um 365,4 Prozent und erreichte einen Anteil von 2,0 Prozent. Deutliche Zuwächse verbuchten außerdem Renault (+32,3 Prozent bei 2,5 Prozent Anteil), Citroën (+23,1 Prozent bei 1,7 Prozent), Peugeot (+22,0 Prozent bei 2,0 Prozent), Fiat (+13,6 Prozent bei 2,3 Prozent) und Kia (+11,4 Prozent bei 2,5 Prozent). Seat kam auf ein Plus von 4,9 Prozent und 5,2 Prozent Anteil. Auf der Verliererseite standen Toyota (-25,0 Prozent bei 2,3 Prozent), Volvo (-14,2 Prozent bei 1,7 Prozent), Dacia (-11,2 Prozent bei 2,4 Prozent) und Hyundai (-6,7 Prozent bei 3,3 Prozent). Anteilsstärkste Importmarke blieb Skoda mit 8,7 Prozent.

SUV dominieren die Segmente

Nach Segmenten betrachtet entfiel mit 35,7 Prozent der mit Abstand größte Anteil auf die SUV, die im Juli um 5,4 Prozent zulegten. Es folgte die Kompaktklasse, die nach einem Rückgang um 11,0 Prozent auf 13,8 Prozent kam. Kleinwagen erreichten 13,3 Prozent bei einem Plus von 9,9 Prozent, Geländewagen 10,2 Prozent nach einem Minus von 4,8 Prozent. Den prozentual stärksten Zuwachs erzielten die Minis mit 25,0 Prozent und einem Anteil von 2,8 Prozent. Rückläufig entwickelten sich Sportwagen (-27,1 Prozent bei 0,5 Prozent Anteil), Oberklasse (-20,2 Prozent bei 0,5 Prozent), Großraum-Vans (-16,4 Prozent bei 1,6 Prozent), Wohnmobile (-15,7 Prozent bei 2,2 Prozent) und Utilities (-4,3 Prozent bei 4,8 Prozent).

Nutzfahrzeuge und Gebrauchtwagenmarkt

Bei den Nutzfahrzeugen legten die sonstigen Kraftfahrzeuge um 19,5 Prozent zu, Krafträder kamen auf ein Plus von 10,9 Prozent. Rückgänge meldete das KBA für Kraftomnibusse (-11,9 Prozent) und Lastkraftwagen (-8,0 Prozent). Die Zugmaschinen insgesamt schlossen den Monat mit einem Minus von 3,6 Prozent ab, die darin enthaltenen Sattelzugmaschinen mit 3,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Über alle Fahrzeugarten hinweg wurden 325.682 Kraftfahrzeuge sowie 25.377 Anhänger neu zugelassen.

Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich schwächer als das Neuwagengeschäft. Im Juli 2026 wechselten 685.844 Kraftfahrzeuge den Halter, ein Rückgang um 4,2 Prozent. Bei den Anhängern waren es 42.670 Besitzumschreibungen und damit 4,6 Prozent weniger. Mit Ausnahme der Kraftomnibusse, die um 6,8 Prozent zulegten, verzeichneten sämtliche Fahrzeugarten im Gebrauchtmarkt Rückgänge.

BYDVolkswagenBMWMercedesHyundaiKiaFordGMVolvoPorscheAudiRenaultToyotaSkodaOpelPeugeotFiatDaciaSmartEVBEVhybridplug-in

Quelle: GoingElectric