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Chinesische Elektroautos haben 5 Sterne von Euro NCAP erhalten. Der Cupra Raval hat 4 Sterne ohne Sicherheitspaket.

Chinesische Elektroautos haben 5 Sterne von Euro NCAP erhalten. Der Cupra Raval hat 4 Sterne ohne Sicherheitspaket.

Euro NCAP veröffentlichte am 2. September die Testergebnisse von vier kleinen Elektrofahrzeugen für den europäischen Markt. Der Geely EX2, der Leapmotor B05 und der Aion UT erhielten jeweils 5 Sterne, während der Cupra Raval mit 4 Sternen abschloss – diese Zahl steigt auf 5, wenn ein optionales Sicherheitspaket hinzugekauft wird.

Für chinesische Marken ist das ein wichtiger Signal, denn der alte Vorwurf, sie seien „billig und daher vermutlich bei Kollisionen schwach“, hält immer weniger vor den Daten stand.

Drei chinesische Autos mit voller Sternenzahl, Cupra ohne Optionen niedriger

In der neuesten Runde bewertete Euro NCAP vier kleine Elektroautos: den Geely EX2, den Leapmotor B05, den Aion UT und den Cupra Raval. Die ersten drei, allesamt chinesische Fahrzeuge, erhielten 5 Sterne. Der Raval bekam 4 Sterne, wobei die Organisation betont, dass das Auto mit einem optionalen Sicherheitspaket ebenfalls auf 5 Sterne kommt.

Dort muss man ein Sternchen direkt bei der Methodik setzen. Die Endbewertung ergibt sich nicht ausschließlich daraus, wie sich die Karosserie bei einem Unfall verhält. Euro NCAP berücksichtigt auch Kollisionsvermeidungssysteme sowie Ausstattungen, die den Fahrer unterstützen.

Und genau hier verliert der Cupra. Der Raval verfügt serienmäßig nicht über Lösungen, die bei Konkurrenten vorhanden sind, wie beispielsweise den Forward Traffic Alert oder das adaptive Tempomat. Nach der Aufrüstung wird die Leistung bereits wettbewerbsfähig.

In Zahlen sieht das so aus: Der Aion UT erzielte 74 Prozent in der Kategorie Crash Avoidance, der Leapmotor B05 77 Prozent und der Cupra Raval 72 Prozent. Der Geely E2, unter diesem Namen wird das Modell in einigen Kommunikationsfunktionen bezeichnet, erreicht das Niveau des Cupra mit dem Optionspaket.

Euro NCAP hat Punkte wegen Bildschirmen statt Tasten abgezogen

Das bedeutet nicht, dass die chinesischen Modelle ohne Kritik aus den Tests hervorgegangen sind. Euro NCAP kritisierte den Aion UT sowie den Leapmotor B05 dafür, dass die Bedienung des Autos zu stark vom Touchscreen abhängt. Es geht dabei um Funktionen, die während der Fahrt verwendet werden – also um etwas Praktischeres als ein marketingorientiertes „Smart Cockpit“.

Dies hatte Auswirkungen auf die Bewertung in der Kategorie „Sicheres Fahren“, die unter anderem den Überwachungsstatus von Fahrer und Passagieren sowie die Benutzerfreundlichkeit der Funktionen im Straßenverkehr umfasst. Der Aion UT und der Leapmotor B05 erhielten hier jeweils 66 Prozent. Zum Vergleich erreichte Geely 79 Prozent, unter anderem weil es weiterhin viele physische Tasten für wichtige Funktionen beibehielt. Kurz gesagt: Weniger Tablet-Technologie, bessere Bewertung.

Es gibt noch einen konkreten Punkt. Der Geely E2 startet in Europa mit einem Preis unter 20.000 Euro, was bei einer einfachen Umrechnung etwa 85.000 Złoty entspricht. Es handelt sich dabei um eines der günstigsten neuen Elektrofahrzeuge, die auf diesem Markt erhältlich sind. Gerade bei solchen Preisen taucht oft die Frage auf, ob der Hersteller an der Sicherheit spart. Dieses Mal bestätigen die Zahlen das nicht.

Chinesische Autos aus den Anfängen der 2000er Jahre konnten tatsächlich in Kollisionsprüfungen sehr schlecht abschneiden. Heute ist das Problem eher die Ergonomie der Displays als die Struktur des Autos selbst. Das ist eine ziemlich große Veränderung. Was denken Sie – werden die Käufer in Europa diesen 5 Sternen Glauben schenken, oder bleiben die Vorurteile gegenüber chinesischen Marken bestehen?

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Quelle: LovEV.pl