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Zbyt podatny na awarie: Heidelberg chce przekonwertować pojazdy do transportu odpadów na H2 na te na diesel

Zbyt podatny na awarie: Heidelberg chce przekonwertować pojazdy do transportu odpadów na H2 na te na diesel

Die Stadt Heidelberg hat ihren H2-Müllwagen technisch prüfen lassen und will ihn wegen seiner enormen Ausfallzeiten auf Diesel umrüsten. Das Fahrzeug werde „nie in einen dauerhaften zuverlässigen Betriebszustand versetzt werden können“, schreibt die Abfallwirtschaft in ihrer Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss der Stadt.

Auf die Übergabe 2023 (Bild) folgte in Heidelberg Ernüchterung.

Bild: Rothe

Das Heidelberger Dezernat III – zuständig für Abfallwirtschaft, Stadtreinigung und Zentralwerkstätten (ASZ) – erklärt in der Vorlage, dass das 2022 beschaffte H2-Abfallsammelfahrzeug „erhebliche technische Probleme und daraus resultierende Ausfallzeiten aufweist“. Nach technischer Prüfung folgern die Verantwortlichen, dass das Müllauto nie dauerhaft zuverlässig funktionieren wird. Die Konsequenz: „Damit der vorhandene Aufbau inklusive Schüttung weiterhin im Einsatz bleiben kann, wird ein neues Fahrgestell mit konventionellem Antrieb benötigt.“

Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Heidelberg wird die Fehlinvestition auch beziffert. So kostete das H2-Müllauto in der Beschaffung 2022 knapp 1,2 Millionen Euro brutto, wobei der Kauf damals im Rahmen des Programms H2Rivers mit einem Zuschuss von knapp 745.000 Euro gefördert wurde. Als aktuellen Restbuchwert nennt das zuständige Dezernat noch gut 200.000 Euro brutto (abzüglich der Förderung). Die Zweckbindungsfrist der Förderung betrug zwei Jahre und endete 2024. In dieser Zeit durfte das Fahrzeug nicht verkauft werden. Doch nun muss aus Sicht der Verantwortlichen etwas geschehen. Denn die Ausfallquote des Fahrzeugs bewegte sich in den Jahren 2023 bis August 2026 zwischen 44 und 85 Prozent und liegt durchschnittlich bei 64 Prozent.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich konkret um einen H2-Müllwagen auf Basis eines Mercedes-Benz eEconic mit Brennstoffzellen-Range-Extender und Aufbau von Zöller-Kipper. Das Fahrzeug entstand im Demoprojekt H2Rivers zusammen mit noch zwei anderen ähnlichen Exemplaren, die nach Mannheim und Ludwigshafen gingen. Das Heidelberger H2-Müllfahrzeug hat eine 85-kW-Batterie und eine Brennstoffzelle mit 30 kW an Bord. Das Fassungsvermögen der zugehörigen vier Tanks beträgt 16,8 kg Wasserstoff. Die Reichweite soll bei rund 250 km liegen.

Das Heidelberger Dezernat III kommentiert: „Nach Rücksprache mit anderen kommunalen Betreibern, die wasserstoffbetriebene Abfallsammelfahrzeuge im Einsatz haben, zeigt sich, dass die festgestellten Probleme und Ausfallzeiten in vergleichbarer Form auch bei vielen anderen Fahrzeugen auftreten.“ Ein großes Problem, da das Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeug in der Heidelberger Abfallentsorgung eigentlich als Stammfahrzeug gilt und wegen der hohen Ausfallzeiten ständig durch ein altes Reservefahrzeug ersetzt werden muss.

Deshalb ist das Dezernat nun dafür, das H2-Müllauto auf Diesel umzurüsten. „Hierfür ist ein Fahrgestell mit konventionellem Antrieb zu beschaffen, auf dem der bisherige Aufbau und die Schüttung aufgebaut werden können. Das nicht mehr benötigte wasserstoffbetriebene Fahrgestell wird für den Fuhrpark als Ersatzteillager genutzt“, heißt es dazu in der Vorlage.

Die Umrüstung soll durch einen externen Fachbetrieb erfolgen. Geschätzte Kosten: 240.000 Euro brutto. Dies soll deutlich günstiger sein als der komplette Neukauf eines vergleichbaren Abfallsammelfahrzeugs, für welches das Dezernat einen Preis von 426.200 Euro brutto annimmt. Als Liefer- und Umrüstzeit nimmt die Stadt rund ein Jahr an.

Auch andernorts sind H2-Müllwagen weniger verlässlich oder praktikabel als konventionelle oder Batterie-betriebene Abfallsammelfahrzeuge. So legte auch die Stadtreinigung Leipzigdem eigenen Stadtrat Mitte des Jahres eine Auswertung vor, wonach die 16 H2-Müllwagen der Stadt in den ersten beiden Jahren nur auf eine Einsatzquote von 45,6 Prozent kamen. Schlagzeilen machte Anfang 2026 zudem die Stadt Bielefeld, die ihre sieben Wasserstoff-Müllautos ausgemustert hat, weil das Septett kurzfristig zu weit fahren musste, um an den Kraftstoff zu kommen.