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Technologia

Webasto stoi przed sprzedażą swojego biznesu z systemami akumulatorowymi

Webasto stoi przed sprzedażą swojego biznesu z systemami akumulatorowymi

Webasto strebt laut Medienberichten die Veräußerung seiner Batteriesystem-Sparte an. Man sei in engen Gesprächen mit zwei strategischen Interessenten, äußerte Vorstandschef Jörg Buchheim. Eine Einigung soll noch in diesem Jahr möglich sein. Der Erlös würde den angeschlagenen Zulieferer finanziell entlasten.

Image 1: webasto batterie battery suedkorea south korea 2022 01 min

Produktionslinien in Webastos Korea-Werk.

Bild: Webasto

Das berichten das Handelsblatt und die Automobilwoche übereinstimmend unter Berufung auf Aussagen hochrangiger Firmenvertreter am Rande von Webastos 125-Jahr-Feier. Der Stockdorfer Konzern will demnach den bevorstehenden Verkauf der Batterie-Sparte nutzen, um seine finanzielle Position zu stabilisieren. Webasto habe ursprünglich alle Optionen geprüft, auch eine Kooperation oder einen Teilverkauf, heißt es. Doch die beiden Interessenten, mit denen Webasto aktuell in weit fortgeschrittenen Verhandlungen steht, seien „beide an einer Komplettübernahme interessiert“, wird Buchheim zitiert.

Wir erinnern uns: Webasto stieg vor knapp zehn Jahren mit viel Kapital in die Zukunftsmärkte für Batteriesysteme und Ladelösungen ein. Die Produktion von Batteriepacks in Deutschland läutete der Zulieferer 2019 ein – und zwar in einem Werk in Schierling. Nach diesem Vorbild eröffnete Webasto rund drei Jahre später eine weitere Batteriemontage im koreanischen Dangjin südlich von Seoul. Und weitere diese 2024 nochmals aus. Hintergrund waren fortlaufende Aufträge von Hyundai-Kia über die Lieferung von Batteriesystemen für mehrere vollelektrische Pkw-Volumenmodelle. Noch heute ist die Hyundai-Kia-Gruppe Webastos Ankerkunde im Batteriegeschäft. Im Jahr 2025 erwirtschaftete dieser Bereich rund 300 Millionen Euro Umsatz.

Buchheim betont in diesem Kontext, dass das Batteriegeschäft zwar attraktiv sei, es aber auch hohe Investitionen erfordere. Die Sparte wächst nach Unternehmensangaben jährlich im Schnitt um 25 Prozent und die Anfragen übersteigen derzeit die verfügbaren Kapazitäten. Die „Automobilwoche“ schreibt dazu: „Webasto selbst fehlen jedoch die Mittel, um das Wachstum allein zu finanzieren. Neue Produktionskapazitäten können […] Investitionen von bis zu 100 Millionen Euro erfordern.“

Zum Verkauf steht nun explizit das globale Hochvoltbatterie-Geschäft. Die Automobilwoche zitiert Buchheim dahingehend, dass beide Interessenten neben ausreichend Eigenkapital auch Industrialisierungskompetenz und Zugang zu weiteren Anwendungen außerhalb des Automobilgeschäfts mitbringen. Noch schreibe die Sparte rote Zahlen. Dies solle sich aber dem Geschäftsplan zufolge 2027 ändern. Der Zulieferer verliert durch den potenziellen Verkauf zwar ein lukratives Wachstumsfeld, kann aber dem künftigen Finanzierungsbedarf für die Sparte ausweichen und durch den Erlös die drückenden Schulden tilgen. Welcher Kaufpreis erzielt werden könnte, wurde allerdings nicht kommuniziert.

Buchheim unterstrich dabei gegenüber der Automobilwoche: „Wir müssen keine Notverkäufe machen“. Die Restrukturierung sei auch ohne Veräußerungen durchfinanziert; Transaktionen wären ein zusätzlicher positiver Effekt. Die verfügbare Liquidität liege über den Annahmen des Restrukturierungsgutachtens vom Oktober 2025. Dass Webasto überhaupt restrukturieren muss, hängt mit seinem Expansionsdrang nach der Jahrtausendwende zusammen, als der Zulieferer in mehrere neue Felder investierte. Kerngeschäft von Webasto sind nach wie vor Dachsysteme für Autos.

Die einstigen Investitionen konnte Webasto nicht wie geplant durch ein steiles Umsatzwachstum wieder hereinholen. So schlagen Schulden von aktuell etwa 1,5 Milliarden Euro zu Buche, die den Autozulieferer so sehr in Schieflage brachten, dass vergangenes Jahr eine Einigung mit den Banken her musste. Webasto verhandelte damals unter starkem Zugzwang eine Verlängerung der bestehenden Kredite und zusätzliche Darlehen. Das „Handelsblatt“ resümiert: „Die Eigentümerfamilien Baier und Mey mussten die Kontrolle über die Mehrheit der Anteile vorübergehend abgeben. 2000 Arbeitsplätze wurden abgebaut.“ Aktuell sei laut Chief Restructuring Officer Johann Stohner zwar kein weiterer Stellenabbau geplant. Der Schrumpfkurs gehe aber perspektivisch weiter. Ziel sei es, mit verschiedenen Maßnahmen unter eine Milliarde Euro Schulden zu kommen, wird Stohner zitiert.

Zu diesen „weiteren Maßnahmen“ gehört laut Automobilwoche auch die Suche nach Perspektiven für das elektrische Hochvoltheiz-Geschäft. Hier suche Webasto für einzelne Aktivitäten neue Eigentümer oder Partner, heißt es. Die Sparte soll mit einem Umsatz von rund 50 Millionen Euro aufwarten. „Gesucht wird auch hier ein strategischer Partner, der die Technologie in ein größeres System einbinden und skalieren kann“, schreibt das Auto-Fachblatt. Hintergrund sei der Preisdruck bei Elektrofahrzeugen. „Webasto hat viel in leistungsfähige Heiztechnik investiert, sieht aber einen Trend zu günstigeren Lösungen. Weitere Innovationen müssten erst industrialisiert werden – und würden erneut Kapital binden.“