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Tecnologia

WeBus soll Planung elektrischer Busflotten erleichtern

WeBus soll Planung elektrischer Busflotten erleichtern

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die TU Berlin und das Reiner Lemoine Institut haben mit WeBus ein webbasiertes Open-Source-Tool zur Planung elektrischer Busflotten entwickelt. Damit lassen sich unter anderem Batteriegrößen, Ladekonzepte und der Ausbau der Ladeinfrastruktur miteinander vergleichen.

E-Bus-Depot der BVG mit Ladestationen

Bild: BVG/Oliver Lang

Die Umstellung von Busflotten auf Elektroantriebe erfordert eine abgestimmte Planung von Fahrzeugen, Batterien, Ladeinfrastruktur und Betriebshöfen. Mit WeBus sollen Verkehrsunternehmen verschiedene Elektrifizierungsszenarien simulieren und dabei auch deren Auswirkungen auf Fahrzeugbedarf, Energieverbrauch und Kosten vergleichen können.

Das Tool richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Verkehrsunternehmen, steht als Open-Source-Lösung aber auch Kommunen und anderen Interessierten frei zur Verfügung. Anders als bei einer getrennten Betrachtung von Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur bildet WeBus den Betrieb als Gesamtsystem ab. Dadurch sollen beispielsweise Wechselwirkungen zwischen Batteriegröße, Ladestrategie und zusätzlichem Fahrzeugbedarf frühzeitig sichtbar werden.

Nutzer können verschiedene Batteriekapazitäten und Ladekonzepte simulieren sowie unterschiedliche Ausbaustufen der Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen und an Endhaltestellen vergleichen. Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für die technische und wirtschaftliche Planung der Flottenumstellung liefern.

BVG-Simulation zeigt Potenzial der Vollelektrifizierung

Entstanden ist WeBus im Forschungsprojekt E-Bus 2030+, an dem neben der BVG das Fachgebiet Methoden der Produktentwicklung und Mechatronik der TU Berlin sowie das Reiner Lemoine Institut beteiligt waren. Das Bundesverkehrsministerium förderte das Projekt mit rund 1,26 Millionen Euro.

Im Rahmen des Projekts wurde das Tool auch auf die Flotte der BVG angewendet. Den Ergebnissen zufolge wäre eine vollständige Elektrifizierung des Busbetriebs mit aktueller Technologie grundsätzlich möglich. Gegenüber einem Betrieb mit Dieselbussen könnten dadurch nach Angaben der Projektpartner jährlich rund 108.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Mit Abschluss des Forschungsprojekts steht WeBus nun als frei verfügbares webbasiertes Werkzeug zur Verfügung. Damit sollen die im Projekt entwickelten Methoden auch von anderen Verkehrsunternehmen für die Planung ihrer Flotten- und Ladeinfrastruktur genutzt werden können.