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Spanien: Auch VW ID. Cross läuft jetzt in Serie vom Band

Spanien: Auch VW ID. Cross läuft jetzt in Serie vom Band

Volkswagen hat im spanischen Werk Navarra bei Pamplona mit der Produktion des ID. Cross begonnen – zunächst in den höheren Ausstattungsvarianten. Klar ist: Mit dem Produktions-Kickoff des VW ID. Cross ist nun die Fertigung aller vier neuen E-Kleinwagenmodelle des Konzerns angelaufen.

Bild: Volkswagen

Der ID. Cross gehört zu Volkswagens neuer Generation kompakter Elektroautos auf Basis des weiterentwickelten MEB+ und ist technisch eng mit dem ID. Polo, dem Cupra Raval (hier unser Fahrbericht) und dem Skoda Epiq verwandt. Volkswagen positioniert den ID. Cross dabei als SUV-Modell oberhalb des ID. Polo. Mit 4,15 Metern ist er rund zehn Zentimeter länger und fünf Zentimeter höher als das VW-Schwestermodell. Vom Band läuft der VW ID. Cross in Navarra allerdings nicht zusammen mit dem ID. Polo, sondern mit dem Skoda Epiq, während ID. Polo und Cupra Raval seit Anfang Juni in Martorell gebaut werden.

Die Standortwahl zeigt: Der Volkswagen-Konzern wertet Spanien als Produktionsland für seine Stromer enorm auf. Die Fabrik in Navarra zählt ohnehin zu einem der wichtigen europäischen Produktionsstandorte der Gruppe. Seit der Eingliederung in den VW-Konzern im Jahr 1984 sind dort mehr als zehn Millionen Fahrzeuge produziert worden. Die knapp 5.000 Beschäftigten fertigen täglich über 1.400 Autos. Bislang laufen in Navarra ausschließlich Modelle mit Verbrennungsmotor vom Band, gegenwärtig sind es der VW Taigo und der VW T-Cross. Doch wie das Skoda-Werk in Mladá Boleslav soll auch der Standort Navarra künftig eine hohe Flexibilität bieten: Verbrenner und Elektroautos können auf derselben Produktionslinie montiert werden.

Mit demim Maivorgestellten Elektro-SUV Skoda Epiq und dem im Julienthüllten ID. Cross setzt der Hersteller diese Flexibilität nun erstmals in der Praxis um. Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen und der Brand Group Core, kommentiert: „Bei Volkswagen Navarra werden vier Modelle zweier Marken produziert, sowohl mit Verbrennungsmotor als auch als Elektrofahrzeuge: Das schaffen nur sehr wenige Werke.“ Zur Vorbereitung habe die Fabrik laut Volkswagen einen Transformationsprozess durchlaufen, „in dessen Rahmen mehr als 290.000 Schulungsstunden für die Mitarbeiter absolviert wurden“. Den ID. Cross bezeichnet Schäfer zudem als „einen sehr wichtiger Schritt für unsere Marke und für unsere Kunden in Europa, die von uns attraktive, zuverlässige und vor allem erschwingliche Elektroautos erwarten“.

Image 2: Vw id cross clear blue metallic

Bild: Volkswagen

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André Kleb, Chief Production Officer für die Iberische Halbinsel, ergänzt: „Die Iberische Halbinsel spielt innerhalb des Konzerns eine immer wichtigere Rolle und ist auf dem besten Weg, sich zu einer äußerst wettbewerbsfähigen und flexiblen Region zu entwickeln. Angesichts des prognostizierten Wachstums werden wir sehr bald die Marke von einer Million produzierter Fahrzeuge in den drei Werken auf der Iberischen Halbinsel – Martorell, Pamplona und Palmela – überschreiten.“

Der erste VW ID. Cross, der die Fertigungslinien von Volkswagen Navarra verlassen hat, ist übrigens ein Modell in der Ausstattungsvariante „Life“ in der Farbe „Nori-Grün“ mit Bestimmungsort Deutschland. Der in Spanien vom Band laufende elektrische Stadt-SUV von Volkswagen wird nun in insgesamt 34 Ländern auf den Markt kommen. In Deutschland ist er bei 27.995 Euro eingepreist – 3.000 Euro über dem ID. Polo. Allerdings soll die Einstiegsversion mit diesem Preisschild erst ab Oktober bestellbar sein. Bislang können nur die teureren Ausstattungen „Life“ und „Style“ geordert werden – regulär ab 36.525 Euro, unter Berücksichtigung der von Volkswagen noch bis Ende September gewährten ID.-Kaufprämie aber ab 34.025 Euro.

Schauen wir noch aufs Auto selbst: Bei der künftigen Einstiegsversion bekommen Kunden den ID. Cross in der Ausstattung Trend mit kleiner 37-kWh-Batterie (netto) und 85 kW Leistung. Diese Kombination kennen wir schon vom neuen Technikbaukasten MEB+. Hintergrund ist, dass der ID. Cross wie seine drei eingangs genannten Verwandten technisch auf der weiterentwickelten Plattform MEB+ mit Frontantrieb basiert. Während die anderen allerdings in vier Leistungsstufen angeboten werden, wird der ID. Cross beim Antrieb auf die Wahl zwischen drei Motorisierungen (85 kW, 99 kW und 155 kW) beschränkt bleiben – kombiniert mit zwei Batteriegrößen von 37 kWh und 52 kWh (netto).

Mit der E-Kleinwagenfamilie entfalten gleich mehrere von Volkswagens in den letzten Jahren angestoßenen Innovationen ihre Wirkung: So kommt bei der Urban Car Family erstmals die neu entwickelte und mit verschiedenen Chemien ausstattbare „Konzern-Einheitszelle“ zur Anwendung. Verbaut sind die Zellen in Cell-to-Pack-Bauweise, was sie im Unterboden zu einem tragenden Element der Fahrzeugstruktur macht. Bei der E-Maschine handelt es sich um die eigens für die Frontantriebs-Modelle entwickelte APP290, die gemäß der VW-Namensgebung 290 Nm Drehmoment bietet. Ebenfalls komplett neu ist der Inverter, bei VW „Pulswechselrichter“ genannt. Dieses Bauteil wurde ebenfalls in-house entwickelt und wird nun auch konzernintern produziert. Dies als kurzer Deep-Dive in den Technikbaukasten.

Schauen wir uns noch die Batterie genauer an: Serienmäßig kann der kleine LFP-Akku mit bis zu 90 kW geladen werden, der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent dauert dabei 27 Minuten – wie beim ID. Polo. Das AC-Laden ist mit 11 kW möglich und wird mit einer Zeit von unter vier Stunden angegeben. Als vorläufigen Reichweitenwert nennt VW bis zu 316 Kilometer. Während der 99-kW-Antrieb ebenfalls mit dem 37-kWh-Akku gekoppelt wird und das gleiche Ladeverhalten, aber etwas bessere Fahrleistungen bietet, ist beim ID. Cross der 155-kW-Antrieb die einzige Möglichkeit, den 52 kWh großen NMC-Akku zu erhalten.Denn die 166-kW-Variante des ID. Polo GTIwird von VW für den ID. Cross (zurzeit) nicht angeboten. Noch wichtig: Bei der 52-kWh-Batterie steigt die Reichweite auf bis zu 436 Kilometer und die DC-Ladeleistung auf 105 kW, während die angegebene DC-Ladezeit (10-80% SoC) leicht auf 24 Minuten schrumpft. Hier die entsprechende Übersicht:

| | ID. Cross 85 kW | ID. Cross 99 kW | ID. Cross 155 kW |

| --- | --- | --- | --- |

| FWD-Antrieb | 85 kW, 290 Nm | 99 kW, 290 Nm | 155 kW, 290 Nm |

| Topspeed | 150 km/h | 150 km/h | 160 km/h |

| Batterie (netto) | 37 kWh LFP | 37 kWh LFP | 52 kWh NMC |

| WLTP-Reichweite | ca. 316 km | ca. 316 km | bis 427 km |

| DC-Ladeleistung | bis 90 kW | bis 90 kW | bis 105 kW |

| DC-Ladedauer (10–80 %) | 27 min | 27 min | 24 min |

| AC-Ladeleistung | 11 kW | 11 kW | 11 kW |

| Leergewicht | 1.539 kg | 1.539 kg | 1.548 kg |