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ZF bringt neue Reparatursätze für E-Antriebe

ZF bringt neue Reparatursätze für E-Antriebe

ZF Aftermarket erweitert sein Angebot für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Neue Reparatursätze sollen Werkstätten die Instandsetzung einzelner Komponenten des elektrifizierten Antriebsstrangs ermöglichen.

ZF will künftig auch mehr Ersatzteile für Elektroautos chinesischer Marken anbieten.

Bild: ZF

In den kommenden Wochen will ZF mehr als 100 Varianten von Reparatursätzen für elektrische Achsantriebe verfügbar machen. Die Kits bündeln jeweils die für bestimmte Reparaturen benötigten Komponenten. ZF ordnet das Angebot seiner sogenannten Maintain-Repair-Replace-Strategie zu. Auch die Aufarbeitung von Teilen in OE-Qualität spielt dabei laut dem Unternehmen eine wichtige Rolle: Ist eine Reparatur technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll, bietet ZF auch aufgearbeitete Austauschkomponenten an.

Konkret umfasst das Programm unter anderem einen Reparatursatz mit Rotor und Stator für ZF-Hybridmodule der zweiten Generation auf Basis des 8HP-Getriebes. Für die vierte Generation des 8HP kommen aufgearbeitete Mechatroniken sowie ein Reparatursatz für den Inverter hinzu. Ein weiteres Kit ermöglicht den Austausch von Lagerkomponenten in Reduziergetrieben elektrischer Antriebseinheiten. Welche Fahrzeuge die einzelnen Reparatursätze abdecken und zu welchen Preisen sie angeboten werden, nennt ZF bislang nicht.

Mit den Reparaturlösungen reagiert ZF auch auf einen wachsenden Bestand an Elektrofahrzeugen, die zunehmend für den freien Werkstattmarkt relevant werden. Nach eigenen Angaben deckt das Ersatzteilprogramm des Unternehmens bereits rund 92 Prozent des europäischen Bestands der 20 meistverbreiteten Elektroauto-Modelle ab. Welche Modelle und Berechnungsgrundlage hinter diesem Wert stehen, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor. Das Portfolio umfasst neben Antriebskomponenten unter anderem Teile für Bremsen, Lenkung, Fahrwerk und Dämpfung sowie Betriebsstoffe für E-Antriebe.

Image 2: ZF bringt mehr als 100 Varianten von Reparatursätzen für elektrische Achsantriebe auf den Markt.

ZF baut Aftermarket-Geschäft für Elektroautos aus

Künftig will ZF zudem Fahrzeuge chinesischer Marken stärker berücksichtigen. Bis zum ersten Quartal 2027 sollen in Europa bis zu 200 entsprechende Referenzen im Teilekatalog verfügbar sein. Bis Ende 2027 will der Zulieferer zehn der nach eigenen Angaben beliebtesten Modelle chinesischer Hersteller abdecken und damit rund 30 Prozent des entsprechenden Werkstattbedarfs erreichen. Konkrete Modelle nennt ZF noch nicht.

Der Ausbau des Aftermarket-Angebots erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden Restrukturierung von ZFs E-Antriebssparte. Erst im Mai hatte der Zulieferer nach einer Make or Buy-Prüfung entschieden, Elektromotoren und Inverter weiterhin selbst zu entwickeln und zu produzieren. Die Division E ist schwächer ausgelastet als ursprünglich erwartet und befindet sich in einem umfassenden Stellenabbau. Die Entscheidung zur Eigenfertigung steht dabei unter dem Vorbehalt deutlich verbesserter Kostenstrukturen.