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Tehnologija

XD Thermal entwickelt neue Batteriekühlung für Elektrobusse

XD Thermal entwickelt neue Batteriekühlung für Elektrobusse

XD Thermal hat eine neue Kühlarchitektur für die Batterien einer europäischen Elektrobus-Plattform entwickelt. Das integrierte System soll weniger Bauteile benötigen und sich auf unterschiedliche Batteriegrößen übertragen lassen.

Der chinesische Thermomanagement-Spezialist XD Thermal hat nach eigenen Angaben eine neue Batteriekühlung für eine nicht näher bezeichnete europäische Elektrobus-Plattform entwickelt. Bekannt ist, das die Plattform Batteriemodule mit einer Kapazität von 35,3 kWh nutzt – und XD Thermal dazu flüssigkeitsgekühlte Batteriegehäuse mit gestanzten Deckplatten beiträgt. Dadurch soll die Wärme auf beiden Seiten der Batteriemodule abgeführt werden.

Anders als bei Lösungen mit separaten Kühlplatten sind Teile des Thermomanagements direkt in die Gehäusestruktur integriert. Nach Angaben von XD Thermal ließ sich die Zahl der für die Kühlung benötigten Komponenten dadurch um rund 25 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sollen mehrere Montageschritte entfallen.

Die Konfiguration mit mehreren thermischen Schnittstellen soll zudem für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung innerhalb des Batteriesystems sorgen und dadurch zur Lebensdauer der Lithium-Ionen-Batterien beitragen. Konkrete Werte zur Kühlleistung, Temperaturverteilung oder Batterielebensdauer veröffentlicht XD Thermal allerdings nicht. Auch unabhängige Tests, mit denen sich die genannten Vorteile überprüfen ließen, liegen bislang nicht vor.

Integrierte Kühlung erhöht Anforderungen an Dichtheit

Die Integration der Kühlung in das Batteriegehäuse bringt laut Hersteller zugleich zusätzliche Anforderungen an Konstruktion und Fertigung mit sich. Eine zentrale Herausforderung sei die Dichtheit des Gesamtsystems gewesen. Aufgrund mehrerer Schnittstellen, Fugen und Dichtungswege mussten diese nicht nur einzeln, sondern im Zusammenspiel geprüft werden.

XD Thermal entwickelte dafür eigene Prüfvorrichtungen und setzte schrittweise Luft- und Helium-Dichtheitsprüfungen ein. Damit sollten auch kleinere Leckagen vor der Freigabe des Systems erkannt werden. Eine weitere Herausforderung betraf die Beschichtung der unterschiedlichen Oberflächen. Je nach Bereich kommen verschiedene Isolier- und Wärmebarriere-Materialien zum Einsatz. Dafür entwickelte das Unternehmen spezielle Aufhängungs- und Maskierungsverfahren, um die unterschiedlichen Beschichtungen auch auf komplexeren Geometrien aufzubringen.

„Sobald die Kühlung Teil des Gehäuses wird, ändern sich die Konstruktionsgrenzen“, sagt Xu, Technischer Direktor bei XD Thermal. Entscheidend sei nicht mehr die Optimierung einer einzelnen Kühlplatte, sondern die thermische Leistung der gesamten Struktur bei gleichzeitiger Eignung für die Serienfertigung.

Serienreife laut XD Thermal nach zwei Monaten

Der erste Prototyp sei innerhalb von rund sechs Wochen ausgeliefert worden, bereits nach etwa zwei Monaten habe das Design die Serienreife erreicht. Nach Angaben des Unternehmens arbeiteten die Teams für Thermik, Konstruktion, Prozesse, Qualität und Fertigung parallel, sodass Erkenntnisse aus dem Prototypenbau direkt in die weitere Entwicklung einfließen konnten.

Die Architektur soll sich zudem an unterschiedliche Fahrzeugplattformen, Batterieabmessungen und Kapazitäten anpassen lassen, ohne das grundlegende Kühlkonzept neu entwickeln zu müssen. Seit Anfang 2025 hat XD Thermal nach eigenen Angaben zusätzliche Produktionskapazitäten für großformatige Batteriekühlkomponenten aufgebaut. Diese sollen inzwischen auch für weitere Elektrobus- und Schwerlastprojekte genutzt werden.

Für elektrische Nutzfahrzeuge gewinnt die Integration von Batterie und Thermomanagement an Bedeutung, da Bauraum und Gewicht möglichst effizient genutzt werden müssen. Auch andere Zulieferer verfolgen bei Komponenten für elektrische Nutzfahrzeuge zunehmend modulare oder integrierte Ansätze. Mitsubishi Heavy Industries hat vor kurzem eine neue elektrische Transportkühlung für E-Lkw vorgestellt, bei der einzelne Komponenten flexibel angeordnet werden können, um mit dem durch die Traktionsbatterie eingeschränkten Bauraum umzugehen.