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Webasto-Technikvorstand: Warum sich Autodächer in der Elektromobilität verändern

Webasto-Technikvorstand: Warum sich Autodächer in der Elektromobilität verändern
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Bild: Polestar

Die Entwicklung von Dachsystemen unterliegt im Zeitalter der Elektromobilität einem Wandel. Wie Webasto-Technikvorstand Marcel Bartling im Interview mit dem Portal Edison erklärte, führten die Integration von Batterien im Unterboden sowie Anforderungen an die Aerodynamik und den CO2-Ausstoß dazu, dass öffenbare Dächer seltener wurden.

Um Bauraum im Innenraum zu sichern, ersetzten Hersteller die Mechanik oft durch fixe Glasscheiben, so Bartling. Zudem erschwerten hohe Entwicklungskomplexität und begrenzte Budgets bei der gleichzeitigen Entwicklung von Verbrennern und Elektroautos den Trend zu Cabriolets. Auch Designvorbilder wie Tesla prägten die Nutzung fester Glasflächen.

Aktuell zeichnet sich laut dem Webasto-Manager eine Marktwende ab, da Hersteller wieder verstärkt über öffenbare Funktionen diskutieren. Kunden wünschen sich demnach einerseits die Öffnung für frische Luft und freien Blick, andererseits jedoch Möglichkeiten zur Abschattung, um Schutz vor Sonneneinstrahlung zu finden. Besonders in sehr sonnigen Regionen oder China entstehe hierdurch eine Marktdynamik.

Im Bereich der Dachmaterialien sind klassische Klapp-Blechdächer aufgrund des hohen Fahrzeuggewichts durch Batterien kaum noch relevant, sagt Bartling. Stoffdächer böten hier entscheidende Gewichtsvorteile, ohne funktionale oder akustische Nachteile gegenüber Metalldächern zu haben. Webasto arbeite zudem an Lösungen zur Minimierung der Mechanik-Bauhöhe, um trotz weniger Platz wegen der Batterie im Boden die Kopffreiheit zu wahren. Ziel sei es, dass Dächer optisch wie durchgehende Glasflächen wirken, aber dennoch geöffnet werden kann.

„Wir arbeiten aktuell sogar an einem Panoramadach aus Glas mit einer extrem großen Öffnungsfunktion – vergleichbar mit der Öffnungsweite eines Faltdachs bis über die Rückbank“, berichtete Bartling. Bei den Technologien zur Abschattung werden bei Webasto sowohl schaltbare Gläser mit höherem Schalthub als auch optimierte Rollosysteme mit reduzierter Mechanik-Bauhöhe entwickelt. Die Nachfrage nach beiden Lösungen besteht laut dem Zulieferer weiterhin, sowohl seitens der Autohersteller als auch der Endkunden.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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