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VoltFracht: Aufbau einer E-Lkw-Spedition als Online-Spiel

VoltFracht: Aufbau einer E-Lkw-Spedition als Online-Spiel

Es könnte eine Art "Auf Achse" der Elektromobilität werden: VoltFracht ist ein neues Online-Spiel, in dem man eine Elektro-Spedition für Europa aufbaut. Geschaffen vom Indie-Entwickler Sebastian Giove, ist das Ziel von VoltFracht, ein Unternehmen aufzubauen, das ausschließlich mit E-Lkw die Aufträge aus einer virtuellen Frachtbörse ausführt.

Bild: VoltFracht

Erinnern Sie sich noch an das Brettspiel „Auf Achse“ aus den 1980ern? Bei dem an eine TV-Serie mit Manfred Krug angelehnten Logistik-Klassiker geht es darum, dass eine Spedition bzw. dessen Lkw-Fahrer effizient Ladungen zwischen verschiedenen Orten in Europa zu transportieren. Als Kind habe ich dieses Spiel geliebt!

Spulen wir nun fast 40 Jahre vor: Vorhang auf für VoltFracht – ein Spiel, das wie eine moderne und zugleich auch komplexere Version von „Auf Achse“ wirkt. Erfunden und programmiert von Sebastian Giove, der sich als Ein-Mann-Indie-Entwickler bezeichnet, geht es nicht mehr um ein Spiel auf dem Brett mit Diesel-Lkw, sondern vielmehr um ein Online Game mit Elektro-Lkw.

Beginnt man mit dem kostenlosen Spiel direkt im Browser von Computer oder Smartphone, so kann man zunächst einen Namen seiner Spedition sowie deren Standort in einer Stadt nach Wahl in Deutschland oder anderen europäischen Ländern festlegen. Im Anschluss gibt’s etwas Startkapital, das für die Eröffnung des eigenen Depots sowie eines ersten kleineren Elektro-Lkw mit 7,5 Tonnen reicht. Es stehen dabei – und später in anderen Gewichtsklassen – mehrere Modelle zur Auswahl, wobei deren Namen und Marken fiktiv sind. Hier ist also noch Luft nach oben für ein Product Placement durch die Hersteller.

VoltFracht setzt auf Realitätsnähe

Um im Anschluss neues Spielgeld zu erwirtschaften, können sich die Spieler Aufträge aus einer Frachtbörse auswählen, ihre E-Lkw losschicken und die Spedition Schritt für Schritt ausbauen — etwa mit Aufträgen in weiteren Ländern, mit neuen Warengruppen oder mit zusätzlich E-Lkw für den Fuhrpark. Dabei kann man z.B. Tagesziele erreichen oder gemeinsam mit anderen Spielern in Syndikaten.

Sebastian Giove hat bei der Entwicklung dabei auf eine deutliche Realitätsnähe geachtet. „Die Energieseite ist dabei keine Kulisse“, sagt er. Denn in VoltFracht sind über 450 reale Ladestandorte aus OpenChargeMap integriert. Die Spieler müssen entsprechend eine Ladeplanung mit tatsächlich auch im realen Leben verfügbaren Ladestationen durchführen. „Das Ladenetz im Spiel ist also genau so dicht wie in Wirklichkeit — und wo es in Europa noch Lücken hat, merkt man das auch im Spiel“, sagt Giove.

Doch das ist längst nicht das einzige Detail: Bei den Ladestopps gibt es auch realitätsnahe CCS-Ladekurven. Heißt: die Ladeleistung fällt gegen Ende ab. Auch die Strompreise sollen realistisch sein: Hier arbeitet VoltFracht mit den ENTSO-E-Tagespreisen, pro Land verschieden. Sie fließen direkt in die Marge jedes Auftrags. Und auch der Verbrauch wird realistisch mit Beachtung von Höhenprofil, Zuladung und Tempolimit kalkuliert. „Entstanden ist das Ganze aus Begeisterung für E-Mobilität“, so Giove, der das Projekt in seiner Freizeit neben einem Vollzeitjob realisiert hat.

_Quelle: per Mail_