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Voltempo entwickelt autonomen 15,6-Meter-E-Lkw ohne Fahrerhaus

Voltempo entwickelt autonomen 15,6-Meter-E-Lkw ohne Fahrerhaus
Voltempo-Autonomous-truck

Bild: Voltempo

Der britische E-Fahrzeug-Spezialist Voltempo entwickelt einen rein batterieelektrischen, autonom fahrenden Lkw ohne Fahrerhaus. Das als starres Einzelfahrzeug konzipierte Modell soll nach den bislang veröffentlichten Planungen 15,6 Meter lang sein, fünf Achsen besitzen und auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 42 Tonnen ausgelegt werden.

Voltempo bezeichnet den Ansatz als „Smart Trailer“: Anstelle einer konventionellen Zugmaschine mit Fahrerplatz soll ein möglichst großer Teil des Fahrzeugs für den Gütertransport genutzt werden. Ein fahrfähiger Prototyp existiert nach öffentlich verfügbaren Angaben bislang nicht.

Durch den Wegfall des Fahrerhauses verspricht sich Voltempo vor allem Vorteile bei Leergewicht, Nutzlast und Ladevolumen. Nach Angaben des Unternehmens soll das E-Fahrzeug leer etwa 10 bis 12 Tonnen wiegen und gegenüber einem konventionellen Vergleichsfahrzeug rund 15 Prozent mehr Laderaum sowie 5 bis 7 Tonnen zusätzliche Nutzlast ermöglichen. Angaben zu Batteriegröße, Reichweite, Motorleistung oder Ladeleistung des geplanten Lkw wurden bisher nicht veröffentlicht.

Auslieferung ab 2028 möglich

Die Fertigstellung des ersten Prototyps durch einen Dienstleister plant Voltempo für 2027 und anschließend Tests auf einem Versuchsgelände für autonome Fahrzeuge in Südwales. Der Elektroantrieb soll von einem bekannten Nutzfahrzeughersteller geliefert werden. Erste Produktionsfahrzeuge werden nach dem derzeit kommunizierten Zeitplan für 2028 angestrebt. Losgehen soll es in Großbritannien, der europäische Kontinent soll folgen.

Als erste Einsatzfelder untersucht Voltempo vor allem regelmäßig wiederkehrende Hub-to-Hub-Verkehre sowie Shuttle-Verbindungen zwischen Häfen, intermodalen Terminals, Produktionsstandorten und Logistikzentren. Diese Priorisierung entspricht den Ergebnissen des von Voltempo geführten eFreight-Autonomous-Konsortiums, das nach einer neunmonatigen Untersuchung Hub-to-Hub-Trucking und intermodale Shuttle-Verkehre als geeignete frühe Anwendungsfälle für autonome schwere Nutzfahrzeuge in Großbritannien identifiziert hat.

Voltempo-Gründer Michael Boxwell erklärte gegenüber Autocar, dass die ersten Fahrzeuge voraussichtlich auf festen Routen eingesetzt werden. Diese müssten zunächst von den lokalen Behörden genehmigt werden. Er gehe davon aus, dass die Anzahl der Routen steigen wird, sollten sich die ersten Versuche als erfolgreich erweisen.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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