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Regulativa

Tesla mustert Cybertruck in Texas aus – zugunsten des Cybercab

Tesla mustert Cybertruck in Texas aus – zugunsten des Cybercab

Tesla wird die Produktion des Cybertruck in seinem texanischen Werk Mitte kommenden Jahres auslaufen lassen. Und schafft so Platz, damit das Robotaxi Cybercab in größeren Stückzahlen gebaut werden kann. Unklar bleibt, ob der Cybertruck gänzlich eingestellt wird oder künftig anderswo vom Band läuft.

Image 1: Tesla cybertruck min

Bild: Tim Deter

Tesla-CEO Elon Musk platzierte diese Neuigkeit am heutigen Freitag auf seiner Social-Media-Plattform X und beschränkte sich dabei auf einen einzigen Satz: „Tesla wird die Produktion des Cybertruck in der Gigafactory Texas etwa Mitte nächsten Jahres auslaufen lassen, um Platz für eine gesteigerte Produktion des Cybercab zu schaffen.“ Im englischen Original: „Tesla will be winding down production of the Cybertruck at Gigafactory Texas around the middle of next year to make room for increased Cybercab production“.

Damit wird die Produktion des polarisierenden E-Pickups in Texas nach vier Jahren enden. Wir erinnern uns: Im Juli 2023 hatte Tesla den Fertigungsstart zelebriert. Allerdings kam das Modell im Massenmarkt nie an. Der US-Elektroautobauer veröffentlicht zwar keine Zulassungszahlen für den Cybertruck, sondern weist dessen Absatz immer in einem Sammelwert zu seinen „sonstigen Fahrzeugen“ aus. Dieser betrug aber stets nur einen Bruchteil des Tesla-Gesamtabsatzes (der von Model Y und Model 3 bestimmt wird). Unsere Fahreindrücke zu dem unkonventionellen Pickup können Sie hier nachlesen.

Anfang des Jahres versuchte es Tesla noch einmal mit einem stark reduzierten Listenpreis. Dazu führte der Hersteller ein neues Cybertruck-Basismodell mit Allradantrieb ein und rief dafür ab 59.990 US-Dollar auf. Das war ein gewaltiger Nachlass: Zuvor kostete der günstigste Cybertruck 79.990 Dollar. Damit wurde das E-Modell aus dem Werk Texas so erschwinglich wie noch nie. Zwar hatte Tesla zwischenzeitlich auch mal einen einmotorigen Cybertruck RWD ab 70.000 US-Dollar im Sortiment, stellte diese Variante aberim September 2025 wegen mangelnder Nachfrage wieder ein. Klar ist: An die ursprünglich von Tesla-CEO Elon Musk versprochenen 40.000 Dollar Basispreis kam der Cybertruck zu keinem Zeitpunkt heran.

Das ist wohl auch der Knackpunkt. Das Preis-Leistungsverhältnis überzeugte nicht. Laut einem früheren Portalsbericht von Electrek verkaufte Tesla zum Zeitpunkt der Preissenkung nur etwa 5.000 Fahrzeuge pro Quartal, was weniger als zehn Prozent der ursprünglichen Prognose von über 250.000 Einheiten pro Jahr bedeutet. Und der Hersteller soll zwischenzeitlich über große Lagerbestände verfügt haben. Im Oktober 2025sickerte bereits durch, dass Musk seine anderen Unternehmen angehalten habe, die auf Halde stehenden Cybertrucks abzunehmen.

Zusätzlich zum neuen Basismodell des Cybertruck hatte Tesla im Februar auch den Preis der Topvariante Cyberbeast um 15.000 US-Dollar gesenkt – von 114.990 auf 99.990 Dollar. Damit zog Tesla genau jenen Betrag ab, den das Unternehmen im August 2025 beim Cyberbeast draufgeschlagen hatte.

Unterdessen berichteten wir erst diese Woche, dass zwei schweizerische Unternehmen daran arbeiten, den Tesla Cybertruck europatauglich zu machen. Die Unternehmen Werk.lab und Revoltaris haben sich vorgenommen, den Tesla Cybertruck technisch derart anzupassen, dass er sich durch die Schweizer Zulassung bringen lässt. Ob diese Pläne nach dem angekündigten Produktions-Aus in Texas bestand haben, wird sich zeigen. Ebenso, ob der Cybertruck an einem anderen Produktionsort noch eine weitere Chance bekommt.

x.com via handelsblatt.com, teslamag.de, reuters.com, insideevs.com