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Tesla bezieht neues Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick

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Automobil

Tesla bezieht neues Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick

Tesla hat in Berlin-Köpenick sein neues Entwicklungszentrum eröffnet. Dort sollen Ingenieure und Techniker des Unternehmens an neuen Fahrzeugen, Motoren und Materialien forschen und Tests absolvieren. Am Standort werden 250 Mitarbeiter zusammengezogen, die zuvor an verschiedenen Orten gearbeitet haben.

Bild: Tesla

Von Cora Werwitzke

05.11.2026 - 10:30 Uhr

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Tesla gibt bekannt, sein sogenanntes Berlin Tesla Engineering Center (BTEC) in Berlin-Köpenick bezogen zu haben. Der US-Elektroautobauer hat dafür eine alte Fabrikanlage mit einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern renoviert. Mit der Lage in Köpenick befindet sich das neue Entwicklungszentrum nun in etwa auf halbem Weg zwischen dem Stadtzentrum und der Fabrik im brandenburgischen Grünheide.

Wir erinnern uns: Schon bei der Ansiedlung der Fabrik vor einigen Jahren wurde ein europäisches Entwicklungszentrum im Großraum Berlin in Aussicht gestellt, ließ aber bis dato auf sich warten. Vor einem Jahr verkündete der für die Entwicklungsabteilung zuständige Tesla-Manager Lars Moravy dann aber die spruchreife Standortentscheidung. Jetzt meldet das Unternemen den Umzug in die neuen Räume. Berlin beherbergt damit laut Tesla „unseren dritten Hub dieser Art nach Fremont und Shanghai“. Und weiter: „In dem Zentrum bündeln wir die Bereiche Materialentwicklung, Antriebsstrang, Fahrzeugentwicklung und Validierung unter einem Dach – und ermöglichen so eine kurze Rückkopplungsschleife zwischen Entwicklung und Serienaufnahme.“

Konkret sollen die Mitarbeiter in Köpenick an neuen Fahrzeugen, Motoren und Materialien arbeiten und auch Tests absolvieren. Laut dem Nachrichtenportal RBB24 sind darunter u.a. Sicherheitstests an Fahrzeugteilen und Tests an Batteriezellen zu verstehen. Diese sollen in einer großen Halle des Zentrums durchgeführt werden. Grundsätzlich vereint der Standort laut Tesla-Angaben vier Entwicklungsstandorte auf einem Campus mit 30 verschiedenen Labors.

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Image 7: Berlin tesla engineering center opening

Bild: Tesla

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Zunächst soll das Berlin Tesla Engineering Center etwa 250 Ingenieuren und Technikern als Arbeitsplatz dienen. Für die zweite Ausbaustufe des Zentrums sei die Genehmigung bereits beantragt, heißt es bei RBB24. Damit solle der Standort auf insgesamt rund 500 Ingenieure und Techniker wachsen. Eigenen Angaben zufolge investiere Tesla alles in allem rund 100 Millionen Euro in das Projekt. Die Erkenntnisse aus der Entwicklungs- und Testarbeit vor Ort soll anschließend u.a. wieder in die Produktion im Werk in Grünheide fließen.

Insgesamt hatte Tesla laut den letztjährigen Aussagen von Manager Lars Moravy mehr als drei Dutzend Standorte geprüft und auch über einen Neubau nachgedacht, ehe die Entscheidung für Köpenick gefallen ist. Die Anlage dort passe „wegen der großzügigen Fläche und guten Energieversorgung– und der Lage zwischen Berlin und Grünheide“. In Deutschland beschäftigte Tesla Stand 2025 insgesamt rund 2.000 Ingenieure und Techniker, die auf viele Standorte verteilt sind –dazu zählt auch Tesla Grohmann Automation in Prüm, wo Tesla vor Jahren den Anlagenbauer Grohmann übernommen hatte. Damit war 2025 etwa ein Fünftel der weltweiten Tesla-Entwickler in Deutschland beschäftigt.

rbb24.de, heise.de, x.com

Schlagwörter

  • Tesla
  • Berlin
  • BEV
  • Antriebe

7 Kommentare

zu „Tesla bezieht neues Entwicklungszentrum in Berlin-Köpenick“

Nicole H.

05.11.2026 um 11:42

Ca. 20% aller Ingenieure von Tesla arbeiten in Deutschland - das sind doch mal gute Zahlen. Also können die Ingenieure hier gut mit den chinesischen und us-amerikanischen Kollegen mithalten. Fahre öfters am Tesla Standort in Prüm in der Eifel vorbei und bin immer wieder erstaunt, was sich dort tut.

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David

05.11.2026 um 11:51

Aktuell hat man im Angebot für Europa keinerlei 800 V Technik, eine auch für 400 V extrem schwache Ladegeschwindigkeit, kein bidirektionales Laden oder andere Stromentnahme aus dem Fahrakku, keine Instrumente, keine physikalischen Bedienelemente, kein CarPlay, kein Brake Blending und Coasting, anders als BMW und Mercedes nicht einmal eine Point-to-Point Zulassung für Deutschland und zwei unpraktische Coupe-Karosserien, einmal hoch und einmal flach. Wobei beide Fahrzeuge nicht auf einem Band gebaut werden können. Und einen Designer sollte man auch mal einstellen.Da ist also viel zu forschen und zu entwickeln.

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Miro

05.11.2026 um 20:32

Anstatt, dass du das mal einfach positiv siehst, dass in Deutschland auch Arbeitsplätze in der Automobilindustrie geschaffen werden, anstatt abgebaut wie bei den vielen anderen. Schreckliches Verhalten.

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Birne

05.11.2026 um 13:08

Stimmt, dass sind alles Gründe die unterstreichen, warum die Fahrzeuge seit 3,5 Jahren am Stück die meist verkauften Fahrzeuge des Welt sind :DOder es liegt an der Prioritätenliste mancher Nischenkunden,… ;)

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David

05.11.2026 um 15:54

Hat man bei Sachsenring 1988 auch gesagt: wir haben den meistverkauften Wagen. Es sind halt nur zwei Modelle und die hat man weltweit mit viel Rabatt in die Märkte gedrückt, so dass die Marge in den Keller sank. Das formulierte Ziel war es, 20 Millionen Fahrzeuge pro Jahr zuzulassen. Damit wäre man der größte Fahrzeughersteller der Welt.Jetzt ist man bei 1,X Millionen… Man ist schon länger nicht einmal mehr der größte Produzent von BEV und der Marktanteil ist unbedeutend. Dieses Jahr in Deutschland hat man einen Marktanteil von 1,9 %. Und selbst unter den rein elektrischen Autos hat man 2026 bis jetzt nur noch einen Marktanteil von 6,8 %.

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Maik

05.11.2026 um 17:11

Mensch David, es ist immer wieder faszinierend, mit welcher Überzeugung du hier Geschichten aus dem Paulaner-Garten präsentierst und dir Fakten einfach selbst zusammenzimmerst. ​Fangen wir mal bei deinem historischen Ausflug ins Jahr 1988 zum VEB Sachsenring an: Für das angebliche Zitat „Wir haben den meistverkauften Wagen“ wirst du weltweit keine einzige Quelle finden – weil es schlicht frei erfunden ist.Noch abenteuerlicher wird es bei deinem Märchen von der angeblich „in den Keller gesunkenen Marge“ durch Rabatte. Man merkt an der Stelle leider ziemlich deutlich, dass du in der echten Geschäftswelt nicht wirklich im Thema bist und betriebswirtschaftliche Grundbegriffe leicht durcheinanderwirfst. Ein kurzer Blick in reale Geschäftsberichte statt in die eigene Glaskugel hätte geholfen: Tesla fährt im Elektrosegment nach wie vor mit eine der höchsten Margen der gesamten Branche ein. Im dritten Quartal 2026 ist Teslas reine Fahrzeug-Bruttomarge (komplett ohne CO₂-Zertifikate gerechnet) von 15,4 % im Vorjahr auf starke 18,1 % gestiegen, die gesamte Bruttomarge kletterte sogar auf 19,6 %. Während viele klassische Hersteller bei ihren E-Autos noch um schwarze Zahlen kämpfen oder bei jedem Fahrzeug draufzahlen, spielt Tesla damit im Volumenmarkt ganz oben an der Spitze mit – schlichtweg weil die durchschnittlichen Produktionskosten pro Fahrzeug auf rund 34.500 US-Dollar gesenkt wurden. Und weil für dich Umsatzrendite, Bruttomarge und operatives Ergebnis vermutlich alles dasselbe sind, hier noch ein kleiner Crashkurs in Sachen Bilanzen: Falls du als Nächstes mit der operativen Marge von 2,6 % um die Ecke kommst – die ist nicht wegen deiner herbeifantasierten Rabattschlachten gesunken, sondern weil Tesla allein im letzten Quartal die Forschungs- und Entwicklungsausgaben für KI, FSD und das Cybercab um satte 69 % auf 2,76 Milliarden US-Dollar hochgefahren hat. Man investiert das verdiente Geld aus dem hochprofitablen Autoverkauf eben massiv in neue Technologien.

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Future

05.11.2026 um 21:21

Das ist mal eine gute Nachricht für Deutschland. Andere Hersteller sprechen dsgegen von Werksschließungen und Produktionsverlagerung ins billige Ausland. Tesla dagegen investiert in Deutschland und glaubt an den Standort. Vermutlich kann es sich Tesla eben auch leisten, weil Tesla mit Elektromobilität schon lange profitabel ist. Andere dagegen haben Probleme mit der Skalierung der Elektroautoproduktion und müssen überall sparen, um sich das überhaupt leisten zu können, mehr Elektroautos anzubieten. Tesla zeigt allen anderen, dass es möglich ist, profitable Elektroautos im großen Stil in Deutschland zu bauen mit deutschen Ingenieuren, Entwicklern, Technikern und Arbeitern . Warum will das bei anderen Herstellern nicht gelingen mit der besseren Marge bei Elektroautos? Es ist ein Rätsel, warum die nicht können, was Tesla kann. Deshalb klammern sich diese alten Hersteller weiter an den Verbrenner. Es gibt Kommentare in den großen Presseportalen, wo sich die Journalisten schon lustig machen über so manche Verbrennerfantasien von bestimmten deutschen Vorständen, die gerade medienwirksam in die Vergangenheit stolpern.

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