Skoda Epiq: Jetzt auch mit 85 kW in der Version Easy und als Sportline konfigurierbar

Der Skoda Epiq ist nun auch in der versprochenen Basisversion für 25.900 Euro erhältlich. Für diesen Betrag erhält man den Epiq 35 mit 85 kW und 325 km WLTP-Reichweite in der neuen Ausstattungsversion Easy. Auch die auf dem Pariser Salon angekündigte Sportline-Version ist nun erhältlich, dafür entfiel die First Edition. Das geht aus dem Konfigurator hervor.
Mit den neuen Varianten dürfte die Modellpalette des Epiq nun komplett sein. Zuletzt startete im September der Epiq 40 mit 99 kW und kleiner Batterie. Wir stellen Ihnen die neue Version im Rahmen unserer aktualisierten Baureihen-Übersicht vor.
Der Epiq basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten des VW-Konzerns in der verkürzten Version mit Frontantrieb. Die Antriebe bieten 85, 99 und 155 kW und sind aus dem Cupra Raval und dem VW ID. Polo bekannt. Die dort angebotene 166-kW-Version ist allerdings bei Skoda nicht in Sicht – auch eine Einführung als Epiq RS ist eher unwahrscheinlich, heißt es beim Hersteller.
Bildergalerie: Skoda Epiq (2026)
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Exterieur
Mit dem Epiq erhält Skoda ein drittes Elektro-SUV, das unter dem Elroq und dem noch größeren Enyaq positioniert ist; am oberen Ende soll gleichzeitig der siebensitzige Skoda Peaq als viertes Modell hinzukommen. Mit 4,17 Metern ist der Epiq über 30 Zentimeter kürzer als der Elroq, aber das Kofferraumvolumen kann gut mithalten, solange die Rücksitze nicht umgeklappt werden.
Länge
Breite
Höhe
Radstand
Kofferraum
Skoda Epiq
4.171 mm
1.798 mm
1.581 mm
2.601 mm
475–1.345 Liter
25 Liter Frunk
Skoda Elroq
4.488 mm
1.884 mm
1.654 mm
2.770 mm
470–1.580 Liter
kein Frunk
Beim Kofferraumvolumen ist das große Unterbodenfach mitgerechnet, wie wir bei der Fahrveranstaltung erfuhren. Ohne dieses Fach sind es etwa 100 Liter weniger, also etwa 360 bis 1.240 Liter. Dazu kommt noch ein kleiner Frunk fürs Ladekabel, jedoch nur optional.
Der Epiq ist das erste Serienmodell mit allen "Modern Solid"-Elementen. Soweit wir wissen, erhielten auch der Elroq und das Enyaq Facelift schon einige dieser Designelemente, darunter die feinen Strichlein an der Vorderkante der Front. Die T-förmigen Tagfahrleuchten, die wir bereits vom Epiq Concept kannten, fehlten dort aber noch. Beim Epiq und beim parallel eingeführten Skoda Peaq wird dieses Element erstmals verwendet.

Auch der Skoda Peaq hat vorn und hinten T-förmige Lichter
Bild von: Skoda
Auffällig ist die Sicke unter der C-Säule. Robuste schwarze Kunststoffteile schützen die Karosserie. Vorn fallen die acht rechteckigen Lufteinlässe auf. Über aktive Klappen lassen sie sich schließen, um den Windwiderstand zu senken. Obwohl sie kaum zu sehen sind, hat der Epiq auch Air-Curtain-Schlitze, mit denen der Wind über die Felgen hinweggeleitet wird.

Bild von: Skoda
Auch am Heck gibt es eine T-förmige Lichtsignatur. Darunter prangt eine robust aussehende Schürze, die den SUV-Charakter des Autos hervorheben und natürlich auch vor Parkremplern schützen soll. Die Felgen messen 17 bis 19 Zoll. Serienmäßig hat der Epiq eine graue Lackierung, optional gibt es das verwaschene Timiano Grün, ein Rot, ein Weiß, ein Schwarz und ein Silber.

Bild von: Skoda
Interieur
Anders als seine Plattform-Kollegen hat der Skoda Epiq nur ein kleines 5,3-Zoll-Instrumentendisplay, das hier in einer traditionellen Hutze untergebracht ist. Dazu kommt aber der gleiche freistehende 12,9-Zoll-Touchscreen (obwohl Skoda bei seinen Angaben auf 13 Zoll aufrundet). Darunter gibt es eine kleine Tasten-Klaviatur.
Am Lenkrad finden sich zwei Bedienröllchen. Den Bildern nach gibt es einen Startknopf. Die Fahrmodi P, N, R, D und B werden über einen Drehhebel rechts am Lenkrad aktiviert. Die Mittelkonsole ist zweigeschossig: Oben gibt es die üblichen Becherhalter und die Schale zum kabellosen Handy-Laden, darunter ein Staufach und USB-C-Anschlüsse.
Skoda bietet drei Innenraumdesigns an: Studio ist die Einstiegsversion, Loft ist in Grau oder Mintgrün erhältlich, Suite verfügt über braune Sitze. Die Varianten Loft und Suite bieten auch eine Ambientebeleuchtung.
Zu den "Simply Clever"-Funktionen, die bei einem Skoda nicht fehlen dürfen, gehören eine Ladekabel-Tasche, die an Haken im Kofferraum befestigt wird, der bekannte Regenschirm in der Tür, der Parktickethalter an der linken A-Säule und der Eiskratzer.
Antriebe und Batterien
Der Epiq ist der erste Skoda auf der MEB+-Plattform. Dazu gehört ein Frontantrieb mit zwei Versionen des neuen Elektromotors APP290. Die Basisvariante wird mit 85 oder 99 kW angeboten; beide haben 264 Nm. Die gehobene Version mit 290 Nm wird nur mit 155 kW offeriert. Die drei Motorisierungen heißen Epiq 35, Epiq 40 und Epiq 55. Eine RS-Variante, zum Beispiel mit 166 kW wie beim ID. Polo GTI, ist derzeit nicht geplant, wie wir erfuhren. Die Inverter arbeiten wie beim Elektro-Polo mit Siliciumcarbid-Chips.
Skoda Epiq 35
Skoda Epiq 40
Skoda Epiq 55
Antrieb
FWD 85 kW, 264 Nm
FWD 99 kW, 264 Nm
FWD 155 kW, 290 Nm
0–100 km/h / Vmax
11,0 Sek. / 160 km/h
9,8 Sek. / 160 km/h
7,1 Sek. / 160 km/h
WLTP-Verbrauch
13,7 kWh/100 km
13,9-14,5 kWh/100 km
13,9-14,1 kWh/100 km
Akku netto / brutto
37,0 / 38,5 kWh LFP
37,0 / 38,5 kWh LFP
51,7 / 55,0 kWh NMC
WLTP-Reichweite
325 km
323–327 km
431–441 km
Max. Anhängelast
750 kg
750 kg
1.200 kg
EU-Leergewicht
1.614 kg
1.614 kg (Essence)
1.619 kg (Essence)
Die Rekuperation lässt sich durch die Wahl des B-Modus verstärken; damit ist One-Pedal-Driving möglich. Im B-Modus sind über den Touchscreen nochmals zwei verschieden starke Rekuperationsstufen wählbar. Die Topversion First Edition bot zudem Wippen zum Einstellen der Rekuperation.
Zwei Batterien kommen zum Einsatz. Die beiden günstigsten Varianten erhalten einen LFP-Akku mit 37,0 kWh netto. Dafür kommen schon Einheitszellen aus dem spanischen Zellwerk des VW-Konzerns zum Einsatz, wie wir bei der Fahrveranstaltung erfuhren. Die Topversion erhält als einzige den 51,7-kWh-Akku mit NMC-Chemie. Beide Batterien bestehen aus drei Stacks (Zellreihen) aus jeweils 32 prismatischen Zellen, also insgesamt 96 Zellen. Diese werden ohne Umweg über Module im Cell-to-Pack-System verbaut.
Alle drei Varianten können mit 11 kW Wechselstrom geladen werden, während DC-Laden mit bis zu 50, 90 bzw. 105 kW möglich ist. Die NMC-Batterie soll sich in 24 Minuten von 10 auf 80 % aufladen lassen. Das entspricht einer Ladegeschwindigkeit von 51,7 × 0,7 / 24 min = 1,5 kWh/min oder einer durchschnittlichen Ladeleistung von 1,5 kWh/min × 60 min/h = 90 kW.
Beim Epiq 40 liegt die Ladezeit laut Konfigurator bei 23 Minuten. Damit ergeben sich 37,0 × 0,7 / 23 min = 1,1 kWh/min bzw. durchschnittlich 68 kW. Für die Basisversion Epiq 35 wird eine deutlich größere Ladedauer von 33 Minuten genannt, womit sich nur 0,8 kWh/min bzw. 47 kW ergeben. Das liegt nicht etwa an unterschiedlichen Zellen, sondern an der Software, wie wir bei der Fahrveranstaltung erfuhren. Das heißt, beim Basismodell wird die Ladeleistung per Software limitiert.
Hier die Daten aus dem Konfigurator, für den Epiq 35 nutzen wir die Angaben aus der deutschen Pressemappe:
Skoda Epiq 35
Skoda Epiq 40
Skoda Epiq 55
Ladeleistung AC/DC
11 / 50 kW
11 / 90 kW
11 / 105 kW
DC-Ladedauer
33 min
23 min
24 min
DC-Ladegeschwindigkeit
0,8 kWh/min
1,1 kWh/min
1,5 kWh/min
Durchschn. DC-Ladeleistung
47 kW
68 kW
90 kW
Die Angaben unterscheiden sich etwas von den älteren Daten aus der internationalen Presseabteilung:
Datenblatt von Skoda International zum Epiq als PDF zum Download
Ausstattungen und Preise
Der Einstiegspreis für den neuen Skoda Epiq beträgt nun 25.900 Euro und es gibt die Ausstattungen Easy, Essence und Sportline. Die Version Easy gibt es nur für die 85-kW-Version, die Sportline ist beim Epiq 40 und Epiq 55 bestellbar. Der Epiq 55 First Edition für 38.950 Euro entfiel. Hier die Übersicht über die verfügbaren Varianten:
Skoda Epiq 35
Skoda Epiq 40
Skoda Epiq 55
Easy
25.900 Euro
—
—
Essence
—
27.900 Euro
32.100 Euro
Selection
—
32.090 Euro
35.600 Euro
Sportline
—
36.000 Euro
40.200 Euro
Der Ausstattungsumfang der neuen Basisversion Easy ist seltsamerweise identisch mit der Ausrüstung des Essence: Wir konnten keinen Unterschied in der Liste der Ausstattungen entdecken. Beide Versionen haben 17-Zoll-Stahlfelgen, LED-Licht, Fernlichtassistent, Licht- und Regensensor, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, eine Einzonen-Klimaautomatik, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und einen Einlegeboden für den Kofferraum. Auch Abstandsregeltempomat (ACC), Totwinkelwarner (Side Assist), Spurhalteassistent und Parksensoren hinten sind Serie.
Der Epiq Selection bietet zusätzlich 18-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz, getönte Scheiben, Parksensoren auch vorn, eine Rückfahrkamera, den schlüssellosen Fahrzeugzugang, die Vorbereitung fürs bidirektionale Laden, Sitz- und Lenkradheizung, eine Fahrmodus-Auswahl, eine Zweizonen-Klimaautomatik und induktives Handy-Laden.

Skoda Epiq (vermutlich Selection)
Bilder von: Skoda

Skoda Epiq Sportline
Bilder von: Skoda
Der neue Epiq Sportline umfasst schwarze 19-Zöller, andere Stoßfänger, Matrix-LED-Scheinwerfer, elektrisch anklappbare Außenspiegel mit Memoryfunktion und Beifahrerspiegelabsenkung, elektrische Sitzeinstellung mit Memoryfunktion für den Fahrersitz, Android Auto und Apple CarPlay, ein Navigationssystem, schlüsselloses Zugangssystem Kessy und Digital Key, ein Interieur mit Microfasern und Kunstleder, Sport-Komfortsitze vorn, Edelstahl-Pedale und den Travel Assist.
Bildergalerie: Skoda Epiq First Edition (2026)
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Quelle: Skoda
Die Topversion First Edition mit 155 kW gab es für 38.950 Euro. Sie bot unter anderem orangefarbene Akzente, große 20-Zoll-Felgen, Matrix-LED-Scheinwerfer und Rekuperationswippen. Serienmäßig ist die Lackierung in Marble-Grau, optional sind die Farben Timiano-Grün, Aluminium-Silber Metallic und Platinum-Weiß Metallic erhältlich, alle in Kombination mit einem schwarzen Dach. Auf Wunsch gibt es den Epiq First Edition auch komplett in Schwarz.
Optional gibt es unter anderem eine Wärmepumpe und ab Selection sind elektrisch einstellbare Vordersitze bestellbar. Zudem gibt es verschiedene Pakete. So bietet das "Ausstattungspaket Premium" für 890 Euro den Frunk, ein Rundumsichtsystem, ein Canton-Soundsystem sowie fernbedientes und trainiertes Parken.
Das Fahrwerk des Epiq basiert vorn auf der üblichen MacPherson-Achse, während hinten keine Mehrlenkerachse wie etwa beim Renault 5 verwendet wird, sondern eine Platz sparende Verbundlenkerachse. Anders als Elroq und Enyaq, die hinten Trommelbremsen haben, besitzt der Epiq rundum Scheibenbremsen.
Zu den Assistenzsystemen gehört der neue Travel Assist 3.0. Er umfasst einen prädiktiven Abstandstempomat (pACC) und einen adaptiven Spurhalteassistenten, die beide über den gesamten Geschwindigkeitsbereich arbeiten. Darüber hinaus erkennt das System nun auch rote Ampeln und Stopp-Schilder und hält das Auto automatisch an.
Das Top-View-Panorama-System basiert auf vier Kameras, welche die gesamte Umgebung des Fahrzeugs abdecken. Auf dem Touchscreen wird das Auto aus der Vogelperspektive gezeigt, was das Manövrieren auf engem Raum erleichtern soll. Eine weitere Neuheit ist Cross Assist 2.0. Dieses System nutzt Radarsensoren an den Ecken der Stoßfänger, um das Einfahren in unübersichtliche Kreuzungen zu vereinfachen. Das Auto kann mit bis zu neun Airbags ausgestattet werden, darunter ein Mittenairbag zwischen den Vordersitzen.
Zu den Rivalen des Skoda Epiq gehören neben den anderen Modellen auf der gleichen Plattform auch viele andere kleine SUVs wie der Renault 4, der Kia EV2, der Ford Puma Gen-E und weitere.
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Unter dem Strich
Der Skoda Epiq ist nun in allen drei Motorisierungen konfigurierbar. Damit sinkt der Einstiegspreis auf die versprochenen 25.900 Euro. Der hier verbaute LFP-Akku sorgt allerdings nur für etwa 300 km WLTP-Reichweite.
Die Motoren im Epiq unterscheiden sich von der Hardware her nicht – die Leistung wird per Software eingestellt. Das gleiche gilt für das Drehmoment, das bei den Basisversionen von 290 auf 264 Nm reduziert wird. Auch bei der Batterie kreiert Skoda verschiedene Varianten auf Basis von identischer Hardware. So haben Epiq 35 und Epiq 40 die gleiche Batterie, aber die Ladeleistung wird beim Basismodell per Software herabgesetzt. So ergibt sich eine um zehn Minuten längere Ladedauer beim Epiq 35.
Letzte Änderung am 30. Oktober 2026: Epiq 35, Easy und Sportline hinzugefügt.