SachsenEnergie eröffnet großen HPC-Park in Zittau

Der Energieversorger SachsenEnergie hat seinen zweiten HPC-Ladepark eröffnet. Nach Pirna stehen nun auch in Zittau zwölf Schnellladepunkte mit bis zu 400 kW Leistung zur Verfügung. Der neue HPC-Ladepark ist sowohl für private als auch gewerbliche Nutzer aller Fahrzeugklassen ausgelegt – vom Pkw bis zum Lkw.
Der Kommunalversorger gibt an, mit dem Ladepark sein Netz gezielt im ostsächsischen Landkreis Görlitz ausgebaut zu haben. Der Ladestandort befindet sich in Zittau an der Äußeren Weberstraße und beherbergt zwölf Ladepunkte an sechs Schnellladestationen von Alpitronic. Die Ladeleistung je Säule beträgt bis zu 400 kW. Einen ähnlich aufgebauten Park hatte das Unternehmen vor einem Jahr bereits in Pirna eröffnet. Das Investitionsvolumen für den Standort in Zittau gibt SachsenEnergie mit gut zwei Millionen Euro an.
„Mit unseren Ladeparks möchten wir attraktive Ladeangebote in direkter Nähe zu den Zielorten der Menschen schaffen. Der neue Ladepark befindet sich an einer der wichtigsten Einfahrtsachsen nach Zittau. Anders als Schnellladeparks an Autobahnen richtet sich der Standort in Zittau vor allem an die Menschen hier vor Ort – an Pendler, Gewerbetreibende, Besucher und Einwohner der Stadt. Elektromobilität muss einfach, sichtbar und alltagstauglich sein. Genau dafür steht der Ladepark von SachsenEnergie“, erläutert SachsenEnergie-Vorstand Dr. Axel Cunow.
Wichtig: Neben Pkw können auch Transporter, Nutzfahrzeuge und Lkw in Zittau Strom ziehen. „Dank der großzügigen Verkehrsflächen, der getrennten Zu- und Ausfahrt sowie einer Durchfahrthöhe von 4,5 Metern können […] auch Fahrzeuge der Klassen N1 und N2 sowie M1 und M2 geladen werden“, teilen die Verantwortlichen mit. Sprich: Mittelgroße Lkw und kleine Busse dürften vor Ort gut klarkommen, ausgewachsene Trucks und Busse hingegen eher nicht.

Grundsätzlich gilt: Der neue Ladepark ist 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche geöffnet und bietet ein Dach. Neben einer Sitzmöglichkeit steht den Nutzern vor Ort auch ein Luftdruckgerät zur Verfügung. Darüber hinaus wurde der Standort den Initiatoren zufolge bereits für die spätere Integration einer Paketstation sowie von Snack- und Getränkeautomaten vorbereitet. Für diese Angebote befindet sich SachsenEnergie derzeit noch in Gesprächen mit potenziellen Partnern. „Wir möchten unsere Ladeparks zu modernen Mobilitätsstandorten weiterentwickeln. Deshalb schaffen wir bereits heute die Voraussetzungen für zusätzliche Serviceangebote, die den Aufenthalt für unsere Kunden noch attraktiver machen“, erläutert Cunow .
Der Zugang zu den Ladern erfolgt über die SachsenEnergie-App oder -Ladekarte, per QR-Code, per Kartenzahlung am Terminal oder über Roaming-Angebote anderer Anbieter. „Für maximale Transparenz sorgt eine gut sichtbare Preisanzeige am Standort“, so SachsenEnergie. Für eigene Vertragskunden gelten Preise von 45 Cent pro Kilowattstunde, ohne Vertrag kostet die Kilowattstunde 50 Cent.
Der neue Ladepark gilt im Unternehmen als ein wichtiger Baustein der Elektromobilität in Ostsachsen. SachsenEnergie betreibt im Landkreis Görlitz derzeit bereits knapp 100 öffentliche Ladepunkte, in ganz Sachsen sind es 760 öffentliche Ladepunkte. Mit dem neuen Ladepark in Zittau wird das Angebot im Osten des Bundeslands nun deutlich erweitert. Gleichzeitig laufen den Verantwortlichen zufolge bereits Gespräche mit den zuständigen Behörden für einen weiteren Ladepark in Görlitz.
„Wir erleben auch in Ostsachsen eine spürbar steigende Nachfrage nach Elektromobilität. Vorbehalte gegenüber dem Elektroauto nehmen ab, während die Bedeutung von Versorgungssicherheit und niedrigen Betriebskosten zunimmt. Mit unseren Investitionen in Zittau und perspektivisch auch in Görlitz möchten wir dem regionalen Bedarf einen Schritt voraus sein und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verkehrswende schaffen“, resümiert Cunow.