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Q3-Zahlen: Elektroautos bleiben für Ford ein Defizitgeschäft

Q3-Zahlen: Elektroautos bleiben für Ford ein Defizitgeschäft

Ford hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Für den US-Autobauer bleiben vollelektrische Pkw ein massives Verlustgeschäft: Die Sparte Model e hat zwischen Juli und September ein Minus von 1,1 Milliarden US-Dollar angehäuft. Und das sind schon weniger Miese als im Vorjahresquartal.

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Bild: Ford

Ford weist für das dritte Quartal einen Verlust von rund 1,1 Milliarden Dollar aus, gegenüber 1,4 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Sprich: Das Unternehmen hat sich so gesehen um 300 Millionen Dollar verbessert, steckt mit seiner E-Auto-Sparte aber weiterhin tief in den roten Zahlen. Fords Umsatz im E-Auto-Bereich belief sich im dritten Quartal zudem nur auf 1,2 Milliarden US-Dollar, gegenüber 1,8 Milliarden im entsprechenden Zeitraum 2025, als es in den USA angesichts der auslaufenden Steuererleichterung zu vielen vorgezogenen E-Auto-Käufen kam. Hier geht es also wenig überraschend abwärts.

Wichtig zum Verständnis: Im Segment Model e hat Ford nur vollelektrische Pkw wie denPuma Gen-E, den in Köln gebautenExploreroder denMustang Mach-Eangesiedelt, nicht aber elektrische Transporter wie denE-Transit, die der Sparte Ford Pro zugeordnet sind. Und dieses Segment hat es in den USA schwer, vor allem seit die Trump-Regierung zum 30. September 2025 besagte Steuergutschrift von 7.500 US-Dollar beim Kauf eines E-Autosgestrichen hat.

Als Reaktion darauf hatte Ford im Herbst 2025 bereits denelektrischen Pickup F-150 Lightning eingestellt, von dem aber noch bis in dieses Jahr hinein Lagerwagen bei den Ford-Händlern verfügbar waren. Zudem hat Ford im Dezember 2025 umfangreicheAbschreibungen von 19,5 Milliarden US-Dollarv.a. im E-Auto-Geschäft angekündigt, weil die Erwartungen des Konzerns an den Hochlauf der Elektromobilität bislang nicht erfüllt wurden.

Dies also für den Hinterkopf zur Einordnung der nun gemeldeten Quartalszahlen. Neben dem Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar (-33% YoY) und dem Fehlbetrag (EBIT) in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar (-21% YoY) nennt Ford auch den ungefähren Absatz: Dieser lag im Q3 bei rund 34.000 BEVs (gegenüber etwa 50.000 in Q3/2025; -32% YoY). Schon in den Vorquartalen lagen Absatz und Umsatz grob auf einem ähnlichen Niveau.

Den gegenüber dem ersten Halbjahr 2026 wieder etwas größeren Verlust von 1,1 Milliarden Doller führt Ford selbst u.a. auf Höhere Investitionskosten für

Produkte der nächsten Generation und den Aufbau der neuen Tochter Ford Energy zurück. Die EBIT-Marge pendelte sich im Q3 auf -86,5 Prozent ein.

Ford plant nun, die E-Autos der ersten Generation im Hinblick auf Rentabilität „weiter zu optimieren“ und gleichzeitig die Markteinführung erschwinglicher, hochskalierbarer Elektrofahrzeuge auf der vergangenen August angekündigten PlattformFord Universal EV(kurz: UEV) sowie besagten Ausbau des neuen Batteriespeichergeschäfts Ford Energy voranzutreiben.

Mit Blick auf das Gesamtjahr machte Ford bereits zu Jahresanfang transparent, bei Model e einen EBIT-Verlust von 4,0 bis 4,5 Milliarden US-Dollar zu erwarten,nach 4,8 Milliarden US-Dollar in 2025. Nach drei von vier Quartalen rangiert der das Defizit für 2026 bisher bei 3,5 Milliarden US-Dollar. Die Schätzung könnte also gut hinkommen.

Klar ist dabei: Die Sparte Model e stellt aktuell nur einen Bruchteil des gesamten Geschäfts von Ford dar. Der Gesamtumsatz im ersten Quartal betrug 49,5 Milliarden US-Dollar, das bereinigte EBIT lag bei 2,7 Milliarden US-Dollar.

ford.com (PDF, Seite 13)