Pkw-Markt: Österreich nähert sich E-Anteil von 30 Prozent

In Österreich sind im August 6.316 neue Elektro-Pkw auf die Straßen gekommen. Etwas weniger als im Juli, aber der E-Anteil an den Gesamtzulassungen steigt unaufhörlich weiter: auf nun schon 29 Prozent. Im bisherigen Jahresdurchschnitt waren 25 Prozent aller Neuzulassungen Elektroautos – also jeder vierte neue Pkw.
Die neuen Zahlen von Statistik Austria zeigen, dass der Pkw-Gesamtmarkt in der Alpennation stagniert: Im August legte der Markt gegenüber dem Vorjahresmonat nur um vernachlässigbare 1,6 Prozent auf 21.788 Autos zu. Reine Elektroautos entwickelten sich dabei innerhalb des Antriebsmix‘ besonders stark und verzeichneten ein Plus von 46 Prozent auf 6.316 Einheiten. Dieser überproportionaler Zuwachs mündet in einem für Österreich sehr hohen E-Anteil von 29 Prozent. Im Vormonat Juli waren es auch bereits hohe 27,4 Prozent. Zum Vergleich: Im laufenden Jahr kommen die Elektroautos in Österreich bisher auf einen Anteil von 25,2 Prozent. Die Aufwärts-Dynamik ist also nicht von der Hand zu weisen.
Zu den genannten 6.316 neuen Elektro-Pkw kamen im August 8.081 Benzin-Hybride (+5% YoY), was einem Anteil von 37,1 Prozent am Gesamtmarkt entspricht. Außerdem noch 765 Diesel-Hybride (-40% YoY; 3,5% Marktanteil). Letztere Antriebsart verliert allerdings konstant an Boden. Wie üblich geht aus der Mitteilung von Statistik Austria dabei nicht hervor, wie sich die Hybrid-Zahlen auf Mild-, Voll- und Plug-in-Hybride verteilen. Bestimmte Hybridvarianten sind dabei näher mit reinen Verbrennern verwandt als mit Elektroautos. Statistik Austria fasst den Begriff „alternative Antriebe“ entsprechend weit. Das muss man wissen.
Klar dagegen: Die rein konventionell angetriebenen Pkw verzeichnen in Österreich wie in vielen anderen europäischen Ländern kontinuierlich rückläufige Zahlen. Benziner kamen im August auf 4.873 Neuzulassungen (-15% YoY; 22,4% Marktanteil). Diesel-Pkw erreichten nur noch 1.753 Neuzulassungen (8% Marktanteil) und lagen damit 29 Prozent unter der Marke von August 2025. Als Resümee lässt sich also festhalten, dass sich den Pkw-Neuwagenmarkt in Österreich allen voran Benzin-Hybride, Benziner und Elektroautos aufteilen. Diesel und Diesel-Hybride sind immer weniger gefragt.
Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, kommentiert die Entwicklung wie folgt: „Die Neuwagen-Zulassungen haben auch im August 2026 weiter zugelegt, jedoch deutlich weniger kräftig als zuletzt. Im Juni stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Vorjahresvergleich noch um 22,9 %, im Juli um 3,8 % und im August lag das Plus bei 1,6 %. Insgesamt sind seit Jahresbeginn in Österreich 212.140 neue Pkw zugelassen worden, um 12,0 % mehr als in den ersten 8 Monaten des Vorjahres. Zwei Drittel davon besitzen einen alternativen Antrieb, der Anteil klassischer Verbrenner ist bei den Erstzulassungen auf 33,6 % gesunken.“
Auch sein Markenranking für das Jahr 2026 hat Statistik Austria aktualisiert: Bei den rein elektrisch angetriebenen Pkw liegt demnach BMW weiter mit einem Anteil von 10,7 % knapp vorne, gefolgt von Skoda (9,9 %), BYD (9,5 %), VW (8,4 %) und Tesla (8,2 %). Die Statistik untermauert einmal mehr, dass es in Österreich aktuell keinen Platzhirsch im engeren Sinne gibt, sondern gleich fünf Marken relativ dicht beieinander liegen. Zusammen bilden sie knapp die Hälfte des Markts ab.