NEW Energie eröffnet Lkw-Ladepark an A61 zwischen Bonn und Koblenz

Der Versorger NEW Energie aus Mönchengladbach hat in Niederzissen im Landkreis Ahrweiler seinen ersten öffentlichen Lkw-Ladepark in Betrieb genommen. Er liegt in unmittelbare Nähe einer Abfahrt der A61 zwischen Bonn und Koblenz.
Lkw-Ladepark von NEW Energie in Niederzissen
Bild: NEW Energie
Zugegeben: NEW Energie hatten wir bislang nicht auf dem Schirm, wenn es um die noch recht seltenen Lkw-Ladeparks in Deutschland geht. Doch nun macht das Unternehmen aus Mönchengladbach, das bereits länger in der Region öffentliche Ladestationen für E-Autos betreibt, auch seinen ersten Aufschlag in der Stromversorgung von E-Lkw. Damit setzt NEW Energie aus eigener Sicht einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr und erschließt für sich zugleich ein neues Geschäftsfeld.
Der Lkw-Ladepark in Niederzissen liegt auf dem Gelände der Lkw-Waschanlage von TD Truck, vorhandene Sanitäranlagen und Gastronomie können von Elektrotruckern mit genutzt werden. Zwar ist der Ladehub bislang noch nicht all zu groß und verfügt nur über vier Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 400 kW bzw. 200 kW bei voller Belegung. Aber der Standort ist als Durchfahrtslösung speziell für E-Lkw mit Auflieger ausgelegt. Dadurch eignet sich der Ladepark zugleich auch für E-Autos mit Anhänger, so das Unternehmen, als z.B. Elektrofahrzeuge beispielsweise mit Wohnwagen.
„Mit dem Ladehub in Niederzissen schaffen wir ein öffentlich zugängliches Angebot für Unternehmen, die ihre Fahrzeuge zuverlässig laden möchten, ohne selbst in eine eigene Ladeinfrastruktur investieren zu müssen“, sagt Dr. Niklas Rotering, Bereichsleiter Kundenlösungen bei der NEW-Gruppe. „Gerade dort, wo Flächen und Netzkapazitäten knapp sind, werden öffentliche Ladeangebote künftig eine wichtige Rolle spielen.“
Lkw-Ladepark will auch reservierbare Zeitfenster bieten
Dabei will NEW Energie bei Speditionen mit verschiedenen Argumenten punkten: So ist nicht nur eine vollständig investitionsfreie Nutzung ohne CAPEX möglich. Vielmehr stellt NEW Energie auch stabile kWh‑Preise über die Vertragslaufzeit sowie Volumen‑Module bei Mindestabnahmen in Aussicht. Auf der Website verspricht das Unternehmen für Speditionen einen kWh-Preis von 0,39 Euro. Weiterhin soll es auch reservierbare Ladefenster gebeten, damit die Ladesäule frei ist, wenn sie für den jeweiligen E-Lkw gebraucht wird.
Zugleich soll es nicht bei diesem einzelnen Lkw-Ladepark bleiben. Vielmehr soll das Projekt zugleich als Referenz für weitere Vorhaben dienen: „Die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs wird weiter an Fahrt gewinnen. Mit Niederzissen haben wir dafür einen wichtigen Grundstein gelegt. Bereits heute prüfen wir weitere Standorte und führen Gespräche über ähnliche Projekte, insbesondere in unserem Versorgungsgebiet“, erklärt. Dr. Niklas Rotering.
NEW Energie ist bereits seit Jahren im Aufbau und Betrieb öffentlicher Ladeinfrastruktur aktiv. Zum Stichtag 1. September 2026 weist das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur 954 Ladepunkte aus, die von der NEW Energie betrieben werden, davon 808 AC-Normalladepunkte und 146 DC-Schnellladepunkte. Der Schwerpunkt liegt im Versorgungsgebiet am Niederrhein, insbesondere in Mönchengladbach und Viersen.