Mercedes-Benz GLA: E-Auto-Serienproduktion in Rastatt gestartet

Der neue Mercedes-Benz GLA wird ab sofort in Serie gebaut, bevor dann im November die Händlerpremiere erfolgt. Zunächst werden im Werk Rastatt nur die vollelektrischen Varianten gebaut, später im Jahr sollen auch Hybride und Verbrenner folgen.
Die Produktion des elektrischen Mercedes-Benz GLA ist angelaufen
Bild: Mercedes-Benz
Mit dem neuen GLA führt Mercedes-Benz die bislang unterschiedlichen Namensgebungen und Designs der verschiedenen Antriebsarten zusammen. Denn wenn der Mercedes-Benz GLA früher für Verbrenner und Hybride stand, wurde das vollelektrische Schwestermodell unter der Bezeichnung EQA geführt. Doch bestellbar war der EQA bereits im April nicht mehr, die letzten Bestellungen wurden im Werk Rastatt bis Juni abgearbeitet.
Bei der Weltpremiere des Mercedes-Benz GLA Ende Juli wurde dann endgültig deutlich, dass diese Bezeichnung ab sofort auch für das vollelektrische Modell gilt. Der GLA-Stromer steht dabei auf der MMA-Plattform, fährt je nach Konfiguration bis zu 657 Kilometer weit und lädt mit bis zu 320 kW. Dabei war das kompakte Elektro-SUV gleich zur Weltpremiere auch bestellbar, und zwar zunächst in drei Varianten und mit Preisen ab 48.599 Euro.
Mercedes-Benz GLA ab November beim Händler
Nun rücken auch die ersten Auslieferungen und die Händlerpremiere näher, die Mercedes-Benz für den November anstrebt. Dazu zwingend nötig ist natürlich, dass das der GLA-Stromer überhaupt erstmal gebaut wird. Und entsprechend hat die Marke nun im Werk Rastatt die Serienproduktion des neuen vollelektrischen Mercedes-Benz GLA gestartet. Dabei erfolgt der Produktionsstart der Elektromodelle sogar noch vor den Hybriden und Verbrennern.
„Mit dem Produktionsstart des neuen GLA und den Investitionen in Rastatt stärken wir die Rolle des Standorts im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz. Die Fertigung zeigt, wie wir digitale Technologien konsequent nutzen: MB.OS, künstliche Intelligenz und unser Produktions-Ökosystem MO360 sind eng verbunden und ermöglichen eine noch flexiblere und effizientere Produktion. Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen in Rastatt, die diesen erfolgreichen Anlauf mit Leidenschaft und Innovationskraft möglich gemacht haben“, sagt Produktionsvorstand Michael Schiebe.

Bild: Mercedes-Benz
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Werkleiter Marco Zwick ergänzt: „Mit dem GLA läuft in Rastatt ein weiteres Modell einer komplett neuen Fahrzeuggeneration vom Band. Dass die Transformation unseres Werks und der Produktionsanlauf so reibungslos gelingen, ist der Verdienst unseres Teams. Wir meistern anspruchsvolle Aufgaben mit hoher Kompetenz, Flexibilität und Leidenschaft. Ich bin sehr stolz auf das Rastatter Team und danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich!“
Umbau von Montagehalle
Aktuell wird der neue Mercedes-Benz GLA in der Montagehalle 4.0 gebaut. Zugleich investiert der Hersteller einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag in den Umbau der benachbarten Montagehalle 4.1, in der die Produktion des Modells ab 2027 erfolgen wird. Für diesen Umbau nutzt Mercedes-Benz einen digitalen Zwilling, wodurch laut Unternehmen erhebliche Potenziale bei Bauzeit und Kosten realisiert werden.
Der Stuttgarter Automobilkonzern gewährt auch Einblicke in die Lieferkette des neuen Mercedes-Benz GLA: Die elektrischen Antriebseinheiten und Achsen kommen aus Untertürkheim mit seinen Werkteilen Mettingen und Hedelfingen. Die Hochvoltbatterien werden von der Tochtergesellschaft Accumotive im sächsischen Kamenz montiert, der schon über 13 Jahre Erfahrung in der effizienten Produktion hochkomplexer Batteriesysteme verfügt und als Kompetenzzentrum im globalen Batterieproduktionsnetzwerk fungiert, das Standorte auf drei Kontinenten umfasst.