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Lkw-Ladepark von Engie Vianeo am Kieler Hafen eröffnet

Lkw-Ladepark von Engie Vianeo am Kieler Hafen eröffnet

Am Seehafen Kiel ist ein neuer Lkw-Ladepark eingeweiht worden. Er verfügt über vier CCS-Ladestationen mit je 400 kW, die insgesamt acht Ladepunkte bieten. Hafenbetreiber Port of Kiel macht für den Lkw-Ladepark gemeinsame Sache mit dem französischen Ladeanbieter Engie Vianeo, für den es der erste Standort in Deutschland ist.

Mit dem neuen Lkw-Ladepark will Port of Kiel dafür sorgen, dass der Güterverkehr in Norddeutschland nachhaltiger gestaltet werden kann. Schließlich werden jährlich rund 180.000 Lkw und Trailer durch den Seehafen Kiel bewegt – davon der Löwenanteil mit Diesel. Der neue Lkw-Ladepark schafft jedoch erstmals eine Anlaufstelle, um die Batterien von Elektro-Lkw wieder mit Strom zu füllen. Dadurch schafft der Port of Kiel einen Anreiz für Transportunternehmen auf Elektromobilität zu setzen.

Erster Lkw-Ladepark von vielen

Wie im Oktober berichtet, hat Port of Kiel den Ladeanbieter Engie Vianeo als Betreiber für den Lkw-Ladepark gewonnen. Das Projekt ist zugleich der Auftakt für die Expansion der Franzosen nach Deutschland, die europaweit schon über mehr als 11.000 Ladepunkte verfügen – darunter 900 an französischen Autobahnen und etwa 7.000 in Belgien. In Deutschland wird der Schwerpunkt vorerst auf Lkw-Ladeparks liegen – einem Segment, das bisher nur wenige Anbieter wie Milence besetzen. Neben dem Vorzeigeprojekt in Kiel hat Engie Vianeo vergangenes Jahr auch ein besonders attraktives Mandat des Bundes und der Autobahn GmbH für 26 Lkw-Ladeparks im Rahmen des initialen Lkw-Ladenetzes an unbewirtschafteten Rastanlagen an Deutschlands Autobahnen gewonnen. Zudem wird Engie Vianeo auch Lkw-Ladeparks an Autohöfen der Marken Euro-Rastpark und 24-Autohöfe errichten.

„Unser Ziel bei Engie Vianeo ist es, die Transformation des Schwerlastverkehrs in Deutschland und in ganz Europa nachhaltig voranzubringen. Deshalb fokussieren wir uns in Deutschland auf Standorte, die an strategisch wichtigen Transitkorridoren liegen, um den Ausbau der Elektromobilität für Lkw gezielt zu fördern“, sagt Jan-Niklas Ellerich,Deutschlandchef von Engie Vianeo.

Runtergebrochen auf den Kieler Hafen heißt das: Am Kieler

Ostuferhafen und damit nahe gelegen am Fährpunkt ins Baltikum und nach Nordschweden, ist nun ein Lkw-Ladepark mit vier Alpitronic HYC400 ans Netz gegangen. Wie üblich bietet jede dieser Ladestationen zwei Ladepunkte, so dass insgesamt acht E-Lkw parallel laden können. Und das mit langen, durchfahrbaren Lkw-Parkbuchten, so dass Sattelschlepper ihre Trailer nicht abkoppeln brauchen und auch Solo-Lkw mit Aufbau problemlos laden können. Ein weiterer Standort mit vier Ladepunkten ist am Norwegenkai in Planung, von wo aus die Fähren nach Norwegen starten.

Tobias Goldschmidt, Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, sagte bei der offiziellen Eröffnung des Lkw-Ladeparks: „Wir stehen gemeinsam vor der Herausforderung, unsere Transporte klimaneutral zu gestalten. Der Port of Kiel ist einer der wichtigsten Frachthäfen im Ostseeraum und errichtet seine neue Ladeinfrastruktur genau dort, wo bereits heute ein hohes Aufkommen an schweren Nutzfahrzeugen besteht und längere Standzeiten anfallen. Diese Wartezeiten können in Kiel künftig sinnvoll genutzt werden. Projekte wie dieses sind entscheidend für eine nachhaltige Zukunft. Denn die Zukunft ist elektrisch – auch im Verkehrsbereich.“