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Tehnologija

LG Energy Solution startet Forschungswettbewerb

LG Energy Solution startet Forschungswettbewerb

LG Energy Solution schreibt den Battery Innovation Contest 2026 aus. Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit können bis zum 6. Dezember Vorschläge für neue Batterietechnologien einreichen. Im Fokus stehen unter anderem Batteriematerialien, Batteriemanagement und KI.

Seit 2017 wurden über den Wettbewerb rund 50 Forschungsprojekte gefördert.

Bild: LGES

Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution sucht im Rahmen seines Battery Innovation Contest (BIC) erneut nach Forschungsprojekten mit Potenzial für eine kommerzielle Anwendung. Die inzwischen zehnte Ausgabe des Wettbewerbs richtet sich an Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit. Bewerbungen sind seit dem 29. Oktober über die unternehmenseigene Innovationsplattform BRIDGE möglich.

Der Wettbewerb umfasst zwei Kategorien. Im sogenannten „Thematic Call“ gibt LG Energy Solution konkrete Forschungsthemen vor, die von den eigenen Produktentwicklungsabteilungen identifiziert wurden. Die Zahl dieser Themen wurde für die diesjährige Ausgabe nach Unternehmensangaben deutlich erhöht. Sie reichen von Batteriematerialien und Zellen über Batteriemanagementsysteme (BMS) bis hin zu Anwendungen künstlicher Intelligenz.

Daneben können Wissenschaftler im „Open-Topic Call“ eigene Forschungsansätze aus unterschiedlichen Bereichen der Batterietechnologie einreichen. Damit will LG Energy Solution sowohl konkrete Herausforderungen der Industrie adressieren als auch neue Ideen aus der Forschung aufgreifen.

LGES fördert seit 2017 rund 50 Forschungsprojekte

Zum Schutz der Forschungsideen setzt LG Energy Solution auf ein zweistufiges Bewerbungsverfahren. Zunächst müssen Interessenten lediglich eine kurze Projektskizze einreichen. Erst nach einer Vorauswahl werden ausführliche Forschungsanträge angefordert. Dadurch soll verhindert werden, dass nicht berücksichtigte Bewerber bereits in der ersten Runde umfangreiche Details ihrer Forschung offenlegen müssen. Die Einreichung und anschließende Betreuung der Projekte erfolgt über die Plattform BRIDGE.

Seit dem Start des Wettbewerbs im Jahr 2017 hat LG Energy Solution nach eigenen Angaben rund 50 Forschungsprojekte unterstützt. Besonders vielversprechende Ansätze können anschließend im sogenannten Frontier Research Laboratory (FRL) weiterentwickelt werden. Dabei handelt es sich um gemeinsame Forschungsaktivitäten des Batterieherstellers mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, die zusätzliche finanzielle Mittel und technische Unterstützung erhalten.

Als Beispiel für bisherige Ergebnisse nennt LG Energy Solution ein physikbasiertes Modell zur Beschleunigung von Berechnungen im Batteriemanagementsystem, für das derzeit eine Patentanmeldung läuft. Zudem verweist das Unternehmen auf Forschungsarbeiten zu einer langlebigen Feststoffbatterie, die bei Raumtemperatur betrieben werden kann. Die Ergebnisse wurden 2019 in der Fachzeitschrift _Science_ veröffentlicht.

Parallel zur Förderung externer Forschungsprojekte arbeitet LG Energy Solution am Ausbau seines eigenen Batterieportfolios. So soll der südkoreanische Hersteller neuartige 46100-Rundzellen für künftige Elektroautos von Mercedes-Benz liefern. Die Produktion könnte ab 2027 vorbereitet werden, der Lieferstart ist demnach für 2028 vorgesehen. Offiziell bestätigt sind die Pläne bislang nicht.

Mit dem Wettbewerb will LG Energy Solution die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft ausbauen und neue Technologien schneller in die praktische Anwendung überführen. Forschungsvorschläge können noch bis zum 6. Dezember 2026 über bridge.lgensol.com eingereicht werden.