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LG Energy Solution meldet Fortschritt bei LMR-Batterien

LG Energy Solution meldet Fortschritt bei LMR-Batterien

LG Energy Solution und die Seoul National University haben einen Ansatz zur Stabilisierung von LMR-Batterien entwickelt. In Tests zeigten großformatige Zellen dadurch eine höhere Zyklenstabilität.

LMR-Batteriezelle von LG Energy Solution auf der Batteriemesse InterBattery 2026.

Bild: LG Energy Solutions

Das Team untersuchte die Gasbildung und den Kapazitätsverlust der Zellen und passte daraufhin deren Betriebsbedingungen und Formierungsprozess an. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.

LMR-Kathoden setzen vor allem auf Mangan und kommen ohne Kobalt aus. Neben Übergangsmetallen wie Nickel und Mangan ist auch Sauerstoff an der Energiespeicherung beteiligt. Dadurch verspricht sich LGES eine hohe Energiedichte bei potenziell niedrigeren Materialkosten. Kehrt der beim Laden oxidierte Sauerstoff während der Entladung allerdings nicht vollständig in seinen Ausgangszustand zurück, können die Zellstruktur geschädigt und Gase gebildet werden. Gerade bei großformatigen Zellen kann dies den Innendruck erhöhen und die Leistung beeinträchtigen.

Das Forschungsteam untersuchte deshalb unterschiedliche Lade- und Entladespannungen. Nach Angaben von LGES stieg die Rückführung des oxidierten Sauerstoffs von 86 auf 97 Prozent, als die obere Ladeschlussspannung von 4,6 auf 4,3 Volt reduziert wurde. Eine Absenkung der Entladeschlussspannung von 3,0 auf 2,0 Volt habe den Sauerstoff zudem nahezu vollständig in seinen ursprünglichen Zustand zurückgeführt.

LMR-Technologie für großformatige Zellen

Auf Grundlage der Ergebnisse passte LGES den Spannungsbereich und den Formierungsprozess für LMR-Zellen der 40-Ah-Klasse an. Dabei kam unter anderem eine niedrigere Temperatur während der Formierung zum Einsatz, um die Gasbildung zu reduzieren. Die optimierten Zellen verfügten nach Angaben des Batterieherstellers nach 883 Lade- und Entladezyklen noch über 92,2 Prozent ihrer ursprünglichen Energie.

Die Werte zeigen damit zunächst die Leistungsfähigkeit unter den gewählten Testbedingungen. Angaben zur Energiedichte, Ladeleistung oder zu einem direkten Vergleich mit aktuellen Serienchemien macht LGES in seiner Mitteilung nicht. Auch einen Zeitplan für eine Serienproduktion oder konkrete Fahrzeugprojekte nennt das Unternehmen bislang nicht.

Die Weiterentwicklung neuer Zellchemien ist für LGES auch angesichts des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Batteriemarkt relevant. Der südkoreanische Hersteller blieb im ersten Halbjahr 2026 zwar die weltweite Nummer drei bei Batterien für Elektro- und Hybridfahrzeuge, sein Marktanteil sank laut SNE Research aber von 9,6 auf 8,6 Prozent. CATL und BYD kamen zusammen bereits auf 54,3 Prozent.

LMR könnte für LGES perspektivisch vor allem wegen des hohen Mangananteils interessant sein. Die nun veröffentlichten Forschungsergebnisse adressieren mit der Gasbildung eines der Hindernisse für den Einsatz in großformatigen Zellen. Auf eine bevorstehende Kommerzialisierung lässt sich daraus jedoch noch nicht schließen.