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Laden mit 710 kW: Mercedes-AMG zeigt GT SUV

Laden mit 710 kW: Mercedes-AMG zeigt GT SUV

Mit dem Mercedes-AMG GT SUV geht das zweite Serienmodell auf der elektrischen AMG.EA-Basis an den Start und steht dem ersten Modell, dem GT 4-Türer Coupé, in kaum etwas nach. Im Gegenteil, AMG hat sich an einem wichtigen Technikpunkt sogar noch gesteigert.

Bild: Mercedes-Benz

Das Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupéhat es vorgemacht, nun setzt das AMG GT SUV noch einen oben drauf. Beide nutzen die Architektur AMG.AE und damit 800-Volt-Technik. Der Antrieb besteht aus drei besonders leistungsstarken Axialflussmotoren, die in der Topversion des Mercedes-AMG GT 63 SUV ebenfalls 860 kW Peakleistung abrufen können. Die Sprintzeit von null auf 100 km/h schafft das SUV so in 2,5 Sekunden. Bereits in 6,8 Sekunden fällt die 200-km/h-Marke. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei allen Varianten bei 250 km/h bzw. elektronisch abgeregelten 270 km/h mit optionalem „AMG Driver’s Package“.

Mercedes-AMG GT 63 SUV lädt schneller als AMG GT 4-Türer Coupé

Die Dauerleistung liegt bei 530 kW und das maximale Drehmoment ist bei 2000 Newtonmetern erreicht. Um thermischen Leistungseinbrüchen vorzubeugen, besteht die Batterie aus direktgekühlten Rundzellen und verfügt über ein aktives Thermomanagement. Das System ermöglicht eine sehr hohe Leistungsdichte und ermöglicht eine dauerhafte und konstante Leistungsabgabe. Der Vorderachsmotor dient als Boostermotor und wird für zusätzliche Leistung oder Traktion an der Vorderachse zugeschaltet.

Bis hierhin ist die Technik also identisch. Doch beim Blick auf die maximale Ladeleistung muss sich das GT 4-Türer Coupé tatsächlich geschlagen geben: Das GT SUV lädt nicht mit rund 600 kW, sondern mit bis zu 710 kW an einer entsprechend dafür ausgelegten Schnellladesäule.

Damit saugt sich der optionale 128 kWh große Akku (106 kWh Serie) in zehn Minuten Energie für weitere 454 km aus der Säule. Ein voller Akku (10 auf 80 % in 16 Minuten an einer 400-kW-Säule) befördert das elektrische AMG-SUV bis zu 700 km weit. Die großdimensionierte Batterie und ein für ein SUV exzellenter cW-Wert von 0,27 machen das möglich. Den WLTP-Verbrauch der Spitzenversion gibt AMG mit 23,8 bis 21,2 kWh pro 100 Kilometer an.

Auch das Mercedes-AMG 55 SUV beeindruckt mit 530 kW Dauerleistung, nimmt aber bei der Peakleistung von 600 kW eine Position mit Respektabstand zum 63er ein. Auch das Drehmoment von 1.860 Newtonmetern ist geringfügig niedriger. Weitere Unterschiede gibt es im Datenblatt nicht zu finden. Der Sprint auf Tempo 100 dauert hier 2,8 Sekunden.

Technisch abgespeckt zeigt sich das Mercedes-AMG 53 SUV: Es kommt mit je einem permanenterregten Synchronmotor an Vorder- und Hinterachse, leistet im Dauerbetrieb 270 kW und als Peak maximal 400 kW. Das maximale Drehmoment liegt bei 800 Newtonmetern und die Sprintzeit verlängert sich nochmals um eine Sekunde auf 3,8. Der 106 kWh große Akku lädt mit maximal 600 kW und benötigt 16 Minuten von 10 auf 80 Prozent an einer 400-kW-Säule. 440 Kilometer Reichweite tankt er in zehn Minuten und die kombinierte Maximal-Reichweite liegt bei 668 Kilometern.

Das erste SUV „Born in Affalterbach“

Allen Versionen des Mercedes-AMG GT SUV gemein ist die Full-Size-Karosserie, die den Boliden auf 5,08 Meter Länge, 2,00 Meter Breite und 1,66 Meter Höhe bringt. Um sein Leergewicht von bis zu 2.695 Kilogramm auch bei sportlicher Fahrweise gut unter Kontrolle zu haben, hat AMG sein erstes selbstentwickeltes SUV mit dem neu entwickelten „AMG Active Ride Control+“-Fahrwerk mit hoher Sturz- und Spursteifigkeit, inklusive Nick- und Wankstabilisierung ausgestattet (im 63er Serie, optional für 55er).

Das Fahrwerk soll einen optimalen Spagat zwischen komfortablem Reisen und hochdynamischem Fahren schlagen. Hinzu kommen der vollvariable Allradantrieb, die Hinterachslenkung sowie die Ausführung des Dachspoilers und der Luftführungs-Panele als aktive Aerodynamik-Bauteile bei AMG GT 63 & 55 SUV. Sie reduzieren bis 150 km/h den Luftwiderstand und regulieren die Kühlung. Ab einer höheren Geschwindigkeit greift das System schneller ein, um durch bessere Traktion und Stabilität die Fahrsicherheit zu erhöhen.

Das Steuerungssystem „AMG Race Engineer“ erweitert die Einstellungsmöglichkeiten des Fahrwerks und des Antriebs. Über drei physische Drehsteller in der Mittelkonsole (_Response_, _Agility_ und _Traction Control_) lassen sich das Ansprechverhalten des Elektromotors, die Agilität in Kurven sowie der Radschlupf stufenlos und individuell anpassen.

Image 2: Mercedes amg gt suv
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Fahrerorientiertes Cockpit mit vielen Rennstrecken-Funktionen

Mit der sportlichen Sitzposition im Innenraum und dem großen Stauraum von 1.740 Litern im Kofferraum und 78 Litern im Frunk möchte AMG die Qualitäten eines SUV mit dem Gefühl eines Sportwagens verbinden. Um das Gefühl zu verstärken, hat AMG sein Performance-SUV im Fahrprogramm „AMGForce Sport+“ mit Motorensounds ausgestattet. Es besteht die Wahl zwischen einem AMG-V8-Motor und einem AMG-Sechszylinder, inklusive simulierter Schaltvorgänge, Sitzshaker und passendem Display-Design.

Die dreiteilige Display-Landschaft auf Basis von MB.OS vereint neben dem 10,2-Zoll-Kombi-Instrument ein leicht angewinkeltes 14,0-Zoll-Zentraldisplay sowie einen separaten 14-Zoll-Beifahrerscreen. Hochwertige Materialien wie Rautensteppung, frei schwebende Armauflagen und optionale Edelstahl-Blenden des Burmester 4D-Soundsystems prägen die Kabine. Ergänzt wird das Ambiente durch ein schaltbares Panorama-Glasdach sowie umfangreiche Manufaktur-Individualisierungsoptionen für Gurte, Felgen und Lacke.

Funktional deckt das Gesamtsystem über MBUX mit drei integrierten KI-Agenten eine breite Spreizung zwischen Alltags- und Rennstreckeneinsatz ab. Sieben spezifische Fahrprogramme – von „Comfort“ und „Eco“ bis hin zu „Race“ inklusive Boost-Funktion über die Lenkradwippen – passen die Fahrzeugcharakteristik an. Für Trackeinsätze bieten spezialisierte Untermenüs sowie die Telemetrie-Software „AMG Track Pace“ detaillierte Echtzeit-Analysen. Ergänzt werden die Performance-Features durch den Predictive Performance Manager (PPM), der den Energiefluss streckenabschnittsspezifisch steuern kann, um selbst unter extremen Bedingungen konstante Rundenzeiten und maximale Effizienz zu gewährleisten.

Image 3: Mercedes amg gt suv

Bild: Mercedes-Benz

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Die Einstiegsvariante des neuen SUV aus Affalterbach ist ab dem 20. Oktober 2026 bestellbar. Der Preis für das AMG GT 53 SUV beginnt bei 113.050 Euro. Mercedes-AMG GT 63 SUV und AMG GT 55 SUV sollen im Frühjahr 2027 folgen.