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Kia PV7: Elektro-Transporter mit bis zu 8 m³ und 460 km

Kia PV7: Elektro-Transporter mit bis zu 8 m³ und 460 km

Kia hat auf der IAA Transportation in Hannover den PV7 vorgestellt, das zweite Modell der PBV-Reihe. Der Transporter kommt 2027 als Cargo und Passenger, mit bis zu 96,2 kWh, rund 460 km Reichweite und 800-Volt-Technik.

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Kia hat auf der IAA Transportation 2026 in Hannover den PV7 gezeigt. Es ist das zweite Fahrzeug der „Platform Beyond Vehicle“-Reihe (PBV) nach dem PV5 und richtet sich an das Segment der elektrischen leichten Nutzfahrzeuge. Angeboten wird der PV7 in zwei Grundvarianten: als Cargo für Logistik, Lieferdienste und Flotten sowie als Passenger für Personentransport, Shuttle- und Mietwagendienste. Die Markteinführung in Europa und Korea ist für das zweite Halbjahr 2027 vorgesehen, weitere Märkte, Derivate und Umrüstversionen sollen folgen. Die Messetage in Hannover laufen vom 15. bis 20. September.

Technische Basis ist die für PBV entwickelte Plattform E-GMP.S mit ebenem Fahrzeugboden. Mit bis zu 5.350 mm Länge fällt der PV7 deutlich größer aus als der PV5, der zum „International Van of the Year 2026“ gewählt wurde. Breite und Höhe liegen bei 1.995 mm (2.030 mm inklusive Außenspiegel und Türgriffe) beziehungsweise 1.990 mm, der Radstand misst 3.500 mm. Hinzu kommt das sogenannte Flexible Body System, eine modulare Karosseriearchitektur, mit der sich Varianten und Umbaumodelle auf einer standardisierten Fahrzeugstruktur ableiten lassen.

Antrieb, Batterie und Reichweite

Für den Antrieb stehen zwei NMC-Batterien mit 71,5 und 96,2 kWh zur Wahl. Serienmäßig arbeitet der PV7 mit Frontantrieb, je nach Markt und Konfiguration leistet der Motor bis zu 200 kW (272 PS) bei 420 Nm Drehmoment. Eine Allradvariante will Kia zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen.

Die Reichweite gibt Kia für den PV7 Cargo mit der großen Batterie mit rund 460 Kilometern an. Der Wert beruht auf herstellereigenen Messungen nach WLTP-Kriterien; die Homologation der deutschen Länderausführung steht noch aus. Angaben zum Verbrauch macht Kia bislang nicht, da das Fahrzeug noch nicht verkauft wird.

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Ladeleistung und V2L-Funktion

Der PV7 nutzt 800-Volt-Technik. An einer 350-kW-Säule soll sich die Batterie nach Kia-internen Messungen in etwa 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen. Bemerkenswert ist die Anordnung der Anschlüsse: Der PV7 ist das erste Elektromodell der Marke mit einem Ladeanschluss vorn (AC/DC) und einem optionalen zweiten Anschluss hinten (AC). Das dürfte je nach Standort der Säule und Ausrichtung des Fahrzeugs Rangieren ersparen.

Über die Vehicle-to-Load-Funktion lassen sich externe Verbraucher mit Strom versorgen. Dafür gibt es 230-Volt-Steckdosen im Innenraum und außen am Fahrzeug, etwa für Elektrowerkzeug oder Geschäftsausrüstung.

Kia PV7 Passenger Sitze

Laderaum, Nutzlast und Sitzplätze

Den PV7 Cargo bietet Kia mit zwei oder drei Sitzen an. Die Langversion mit normalem Dach fasst bis zu 6,1 m³ nach VDA-Standard, die Hochdachversion bis zu 8,0 m³. Die maximale Nutzlast beträgt 1.165 kg bei der Langversion und 1.200 kg bei der Standardversion. In den Laderaum der Langversion passen bis zu drei Europaletten, die Ladekantenhöhe liegt bei 550 mm. Für schwere Zuladung gibt es einen eigenen Fahrmodus, der die Fahrzeugleistung an die Nutzlast anpasst. Beim Heckzugang haben Kunden die Wahl zwischen einer Doppelflügeltür und einer klassischen Heckklappe. Eine Trennwand mit Durchlademöglichkeit ist der Dreisitzer-Version vorbehalten.

Der PV7 Passenger fasst bis zu neun Personen, in Korea bis zu elf. Der Siebensitzer erhält längsverschiebbare und herausnehmbare Sitze, der Neunsitzer ist mit oder ohne vierte Sitzreihe erhältlich. Eine separate Klimaanlage im Fond, USB-C-Anschlüsse mit 100 Watt und optionale elektrische Schiebetüren stehen zur Verfügung.

Kia PV7 Cargo

Bedienung, Design und geplante Palette

Im Innenraum kommen Displays mit 12,9 und 14,6 Zoll zum Einsatz, dazu das auf Android Automotive OS basierende Infotainmentsystem Pleos Connect mit offenem App-Marktplatz, Over-the-Air-Updates und dem Sprachassistenten Gleo AI. Physische Bedienelemente für häufig genutzte Funktionen bleiben erhalten. Zur Sicherheitsausstattung zählen sieben Airbags, darunter ein unter dem Dach platzierter Beifahrerairbag, sowie unter anderem Autobahnassistent 2.0, navigationsbasierter Tempomat, Spurhalteassistent 2.0, fernbedienbarer Parkassistent und Rundumsichtkamera. Die Verfügbarkeit hängt von Markt, Modell und Ausstattung ab.

Optisch folgt der PV7 der Formensprache des PV5 mit schwarzer Haube, aufrechten Proportionen und ebener Dachlinie. Austauschbare Stoßfängerecken sowie Radlauf- und Türverkleidungen sollen Reparaturen vereinfachen. Neu im Farbangebot sind „Fjord Blue“, „Solid Moonrock Gray“ und „Lush Green“, beim Passenger kommen Mattlackierungen hinzu.

Nach dem Marktstart will Kia die PV7-Palette auf 23 Varianten ausbauen, darunter drei Cargo-Versionen (Standard, Lang, Hochdach), zwei Passenger-Versionen sowie ein Chassis Cab für Aufbauten. Gebaut wird im Werk Hwaseong EVO Plant in der Provinz Gyeonggi, ergänzt durch ein benachbartes Umrüstzentrum und regionale Partner. 2029 soll mit dem PV9 ein weiteres Modell folgen. In Hannover zeigt Kia drei PV7 sowie sieben Varianten des PV5, vom Food Truck bis zum rollstuhlgerechten WAV.

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