Hubject liefert jetzt Ladedaten an Localiser

Hubject und Localiser gehen eine strategische Datenpartnerschaft ein. Künftig fließen Daten aus dem internationalen Hubject-Netzwerk in die Plattform von Localiser ein. Damit sollen Betreiber, Kommunen und Investoren Ladeinfrastruktur gezielter planen und bestehende Standorte wirtschaftlicher betreiben können.
Im Rahmen der Kooperation stellt Hubject dem Berliner Unternehmen Localiser sowohl Points-of-Interest-Daten (POI) als auch Informationen zur tatsächlichen Nutzung von Ladestationen zur Verfügung. Die Daten stammen aus dem Hubject-Netzwerk, das nach Unternehmensangaben mehr als 1,1 Millionen Ladepunkte in über 75 Ländern umfasst. Localiser will die Informationen sowohl für die Bewertung neuer Standorte als auch für die Analyse bestehender Ladeinfrastruktur nutzen.
Die Plattform von Localiser richtet sich an Charge Point Operator (CPO), Kommunen und Investoren, die damit potenzielle Standorte für Ladeinfrastruktur bewerten können. Nach Angaben des Unternehmens werden monatlich mehr als 35.000 solcher Standortbewertungen durchgeführt. Dabei fließen bereits Daten etwa zu Bevölkerung, Verkehr, Points of Interest und Wettbewerb in Prognosen zu Energiebedarf und Auslastung ein. Die zusätzlichen Hubject-Daten sollen diese Berechnungen nun um reale Nutzungsmuster aus einem großen Ladenetzwerk ergänzen.
„Ladeinfrastruktur ist für Autofahrer nur dann von Nutzen, wenn sie dort errichtet wird, wo sie tatsächlich benötigt wird“, sagt Hubject-Geschäftsführer Christian Hahn. Durch die Integration der Netzwerkdaten könnten Standortentscheidungen stärker auf tatsächlichen Nutzungsmustern und weniger ausschließlich auf Prognosen basieren.
Hubject-Daten auch für bestehende Ladeparks
Die Zusammenarbeit beschränkt sich allerdings nicht auf die Frage, wo neue Ladepunkte entstehen sollten. Localiser will die Hubject-Daten auch zur Optimierung bereits betriebener Standorte einsetzen. Über Dashboards und Berichte sollen Betreiber beispielsweise Marktentwicklungen verfolgen und die Auslastung ihrer eigenen Ladepunkte mit aggregierten Daten aus dem Netzwerk vergleichen können.
Damit adressieren die Partner eine zunehmend wichtige Frage beim Ausbau der Ladeinfrastruktur: Neben einer möglichst großen Zahl an Ladepunkten rückt deren wirtschaftliche Auslastung stärker in den Fokus. Gerade bei neuen Standorten können reale Nutzungsdaten vergleichbarer Ladepunkte helfen, Nachfrage und potenzielle Wirtschaftlichkeit besser einzuschätzen.
„Die Ladeinfrastrukturbranche muss sich weiter professionalisieren, wobei die Betreiber ihren Fokus nicht mehr nur auf die Planung, sondern auch auf die Optimierung des Betriebs ausweiten müssen“, sagt Localiser-CEO Oliver Arnhold. Die Daten von Hubject sollen entsprechend sowohl Vergleichswerte für geplante oder zu erweiternde Standorte als auch Markteinblicke für bereits betriebene Ladepunkte liefern.
Die jetzt vereinbarte Datenpartnerschaft bezeichnen Hubject und Localiser als ersten Schritt einer umfassenderen Zusammenarbeit. Ziel sei es, die wirtschaftliche Rentabilität von Ladenetzwerken zu verbessern und damit auch den weiteren Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Europa zu unterstützen.