FAW-Volkswagen führt Elektro-Limousine Jetta M6 ein

Die Marke Jetta von FAW-Volkswagen hat in China den Vorverkauf für ihre Elektro-Limousine M6 eingeläutet. Das im Hochsommer erstmals angekündigte Modell ist Jettas erstes reines Elektroauto – und soll in China Mitte Oktober offiziell auf den Markt kommen.
Bild: FAW-Volkswagen
Mit der neuen Submarke Jetta will das chinesische Joint Venture vor allem preisbewusste Käufer ansprechen. Ins Leben gerufen hatten Volkswagen und FAW die neue MarkeAnfang des Jahres. In Langform nennt sich die entsprechende Tochterfirma FAW Volkswagen Jetta Automotive Technology Co Ltd. Allerdings ist Jetta nicht als reine Elektromarke ausgelegt: Bis 2028 sind insgesamt fünf Modelle geplant, davon vier NEVs. Mindestens ein Modell wird also einen Verbrenner an Bord haben, und selbst bei den New Energy Vehicles sind Plug-in-Hybride oder Range-Extender-Fahrzeuge möglich.
Der nun marktreife M6 ist aber ein reiner Stromer. Als Elektro-Limousine im modernen, schlichten Look soll das Modell im Volumensegment punkten. Die nun kommunizierten Preise liegen zwischen 80.800 und 99.800 Yuan, umgerechnet zwischen 10.600 und 13.100 Euro. Der offizielle Marktstart ist für Mitte Oktober angesetzt.
Der M6 basiert laut chinesischen Fachportalen auf der firmeneigenen „Jiesi“-Architektur und beherbergt ausschließlich einen Frontantrieb mit wahlweise 113 oder 145 kW Spitzenleistung. Als Maße werden 4,81 x 1,90 x 1,50 Meter angegeben, bei einem Radstand von 2,82 Metern. Die Limousine soll in den drei Varianten 465 Pro, 555 Max und 555 Ultra in den chinesischen Handel kommen, wobei die Zahlen in den Modellbezeichnungen die Reichweite nach chinesischem Testzyklus wiedergeben. Die noch nicht näher definierten Batteriezellen stammen dabei von Zulieferer CALB.
Aus dem in China obligatorischen Zulassungsantrag wissen wir zudem, dass je nach Motorisierung eine Höchstgeschwindigkeit von 166 bzw. 172 km/h vorgesehen ist und das Leergewicht des M& zwischen 1.557 und 1.628 Kilogramm liegt. Außerdem hieß es im Juli bereits, dass zwar die Batteriezellen von CALB kommen, dass aber die fertigen Batteriepakete direkt vom Joint Venture FAW-Volkswagen montiert werden.
Klar ist: Mit Preisen unter der 100.000-Yuan-Marke setzt Jetta dabei bewusst auf den chinesischen E-Auto-Einstiegsmarkt. Mittelfristig peile die neue Submarke grob 400.000 bis 500.000 produzierte und verkaufte Fahrzeuge pro Jahr an, schreibt das Portal CN EV Post. Dass darunter auch viele Stromer sein sollen, unterstrich Jetta auf der Beijing Auto Show im April mit der Präsentation seines Jetta X-Konzept.