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Euro NCAP: Drei chinesische Elektroautos holen 5 Sterne, Cupra Raval nur 4 Sterne

Euro NCAP: Drei chinesische Elektroautos holen 5 Sterne, Cupra Raval nur 4 Sterne
Cupra-Raval-Euro-NCAP

Bild: Euro NCAP

Euro NCAP hat vier neue Elektroautos nach den verschärften Prüfprotokollen für 2026 bewertet. Der Aion UT, der Geely E2 und der Leapmotor B05 erreichten jeweils die Höchstwertung von fünf Sternen. Der Cupra Raval erhielt mit seiner serienmäßigen Sicherheitsausstattung vier Sterne und mit dem optionalen „Safety Pack“ fünf Sterne.

Beim Cupra Raval steigert das Safety Pack den Wert für Safe Driving (Sicheres Fahren) von 58 auf 72 Prozent und für Crash Avoidance (Unfallvermeidung) von 66 auf 77 Prozent. Crash Protection (Unfallschutz) liegt bei 91 und Post Crash Safety (Sicherheit nach einem Unfall) bei 95 Prozent. Das Modell erzielte volle Punkte beim Seitenbarrieren-Aufprall sowie beim Frontaltest über die gesamte Fahrzeugbreite und zeigte eine gute Leistung des Mittelairbags. Ein System zur Erkennung zurückgelassener Kinder fehlt, während Spurhaltefunktion, Fahrerüberwachung und automatisches Notbremssystem positiv bewertet wurden.

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Der Aion UT kommt auf 66 Prozent bei Safe Driving, 74 Prozent bei Crash Avoidance, 91 Prozent bei Crash Protection und 88 Prozent bei Post Crash Safety. Euro NCAP bemängelte die starke Abhängigkeit vom zentralen Bildschirm für wichtige Fahrfunktionen sowie das fehlende System zur Erkennung zurückgelassener Kinder. Die Erkennung von Geschwindigkeitsbegrenzungen erreichte eine Genauigkeit von 68 Prozent, während die Systeme zur Unfallvermeidung mit Ausnahme der Frontalüberwachung bei bestimmten Kreuzungsszenarien gut abschnitten.

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Der Geely E2 erreichte 79 Prozent bei Safe Driving, 72 Prozent bei Crash Avoidance, 86 Prozent bei Crash Protection und 95 Prozent bei Post Crash Safety. Physische Bedienelemente für wichtige Fahrfunktionen und das Infotainmentsystem sowie eine serienmäßige direkte Kind-Anwesenheitserkennung wurden positiv berücksichtigt. Das automatische Notbremssystem arbeitete je nach Szenario unterschiedlich gut, zudem verlor der E2 Punkte beim Schutz der Fahrerbeine in einem versetzten Frontalcrash. Bei der Prüfung mit einem zehnjährigen Kind rutschte der Sicherheitsgurt teilweise von der Schulter.

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Der Leapmotor B05 erzielte 66 Prozent bei Safe Driving, 77 Prozent bei Crash Avoidance, 92 Prozent bei Crash Protection und 89 Prozent bei Post Crash Safety. Das automatische Notbremssystem zeigte bei hohen Geschwindigkeiten und an Kreuzungen eine besonders gute Leistung, außerdem erreichte das Fahrzeug bei Seitenbarrieren- und Pfahlaufpralltests jeweils die maximale Punktzahl. Der B05 verfügt über eine Kind-Anwesenheitserkennung, jedoch nicht über ein adaptives Rückhaltesystem für unterschiedliche Körpergrößen und erkennt auch keine unsichere Sitzposition des Beifahrers mit Füßen auf dem Armaturenbrett.

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„Die Fahrzeugsicherheit chinesischer Autos hat sich seit dem ersten Test eines in China hergestellten Fahrzeugs durch Euro NCAP im Jahr 2010 dramatisch weiterentwickelt“, erklärt Programmdirektor Aled Williams. „Es gibt zwar noch einiges zu tun, doch die heutigen Ergebnisse zeigen deutlich, dass die chinesischen Autohersteller weiterhin hart daran arbeiten, den hohen Standards gerecht zu werden, die europäische Verbraucher erwarten. Es wäre wünschenswert, wenn die europäische Marke Cupra aktive Sicherheitstechnologien serienmäßig anbieten würde, doch ein Sicherheitspaket stellt einen Kompromiss dar.“

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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