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Regulativa

EU-Neuzulassungen August 2026: E-Autos überholen Benziner

EU-Neuzulassungen August 2026: E-Autos überholen Benziner

Bis August 2026 wurden in der EU 1,64 Millionen Elektroautos neu zugelassen, 44,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 21,7 Prozent Marktanteil liegen sie nun gleichauf mit Benzinern, die deutlich an Boden verlieren.

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In der Europäischen Union wurden von Januar bis August 2026 insgesamt 7.546.397 Pkw neu zugelassen. Das sind 5,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der europäische Herstellerverband ACEA mitteilt. Der Verband verweist dabei auf steigende Energiepreise und eine anhaltend unsichere geopolitische Lage. Die Nachfrage nach elektrifizierten Antrieben blieb hoch, was ACEA auf Förderprogramme in mehreren Ländern und ein breiteres Modellangebot zurückführt.

Bemerkenswert ist das Verhältnis zweier Antriebsarten: Batterieelektrische Autos und Benziner kommen nach acht Monaten auf den identischen Marktanteil von jeweils 21,7 Prozent. In absoluten Zahlen liegen die Elektroautos mit 1.641.333 Einheiten jedoch knapp vor den reinen Benzinern mit 1.634.733 Einheiten.

Elektroautos: 44,9 Prozent Zuwachs

Die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos stieg in den ersten acht Monaten um 44,9 Prozent. Ein Jahr zuvor lag der BEV-Anteil in der EU noch bei 15,8 Prozent. Die vier größten Märkte für Elektroautos – Deutschland, Frankreich, Belgien und Dänemark – stehen gemeinsam für 64 Prozent aller BEV-Neuzulassungen in der EU.

Deutschland bleibt mit 515.545 Elektroautos der mit Abstand größte Einzelmarkt, ein Plus von 53,1 Prozent. Frankreich legte mit 322.099 Einheiten um 74,2 Prozent zu, Dänemark mit 106.265 Einheiten um 40,9 Prozent. Belgien erreichte 108.879 Neuzulassungen, der Zuwachs fiel hier mit 13,1 Prozent geringer aus. In Österreich wurden 53.449 Elektroautos zugelassen (+31,1 Prozent), in der Schweiz 37.631 (+23,2 Prozent).

Außerhalb der EU zeigt sich ein gemischtes Bild: Norwegen stagniert bei 94.315 Einheiten (+0,6 Prozent) auf sehr hohem Niveau, Großbritannien kommt auf 355.748 Elektroautos (+28,6 Prozent). Für den gesamten Raum aus EU, EFTA und Großbritannien meldet ACEA 2.133.364 neue Elektroautos, 38,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Der Monat August

Allein im August wurden in der EU 708.211 Pkw neu zugelassen (+4,5 Prozent). Darunter waren 196.486 Elektroautos, ein Plus von 62,7 Prozent gegenüber August 2025. In Deutschland stiegen die BEV-Neuzulassungen im August um 75,1 Prozent auf 68.930 Einheiten, in Frankreich verdoppelten sie sich auf 36.159 Einheiten.

Hybride und Plug-in-Hybride

Die meistgewählte Antriebsart in der EU bleibt der Hybrid, zu dem ACEA sowohl Voll- als auch Mildhybride zählt. Bis Ende August wurden 2.759.718 dieser Fahrzeuge zugelassen, 11,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Marktanteil von 36,6 Prozent. Zuwächse gab es vor allem in Spanien (+21 Prozent) und Italien (+20,5 Prozent), während Deutschland (+5,2 Prozent) und Frankreich (+1,8 Prozent) moderat zulegten.

Plug-in-Hybride kamen auf 758.082 Neuzulassungen, ein Plus von 19,6 Prozent. Ihr Marktanteil stieg von 8,8 auf 10 Prozent. Getragen wurde das Wachstum von Italien (+77,6 Prozent), Spanien (+33,9 Prozent) und Deutschland (+15,6 Prozent). In einigen Ländern war die Entwicklung dagegen rückläufig, etwa in Belgien (-37,1 Prozent), Finnland (-40,2 Prozent) und Dänemark (-78,1 Prozent).

Benziner und Diesel verlieren deutlich

Reine Verbrenner verzeichnen weiterhin starke Rückgänge. Die Neuzulassungen von Benzinern sanken um 18,6 Prozent, ihr Marktanteil fiel von 28 auf 21,7 Prozent. Am stärksten war der Einbruch in Frankreich mit einem Minus von 35,8 Prozent. Auch Deutschland (-21,9 Prozent), Spanien (-18,5 Prozent) und Italien (-16,7 Prozent) meldeten zweistellige Verluste.

Beim Diesel sieht es ähnlich aus: Mit 550.692 Einheiten gingen die Neuzulassungen ebenfalls um 18,6 Prozent zurück. Der Marktanteil sank von 9,4 auf 7,3 Prozent. Zusammen kommen Benziner und Diesel damit nur noch auf 29 Prozent des EU-Marktes, nach 37,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Hersteller: Chinesische Marken wachsen stark

Bei den Herstellern führt der Volkswagen-Konzern mit 1.998.648 Neuzulassungen in der EU und einem Marktanteil von 26,5 Prozent, das Wachstum lag bei 1,3 Prozent. Dahinter folgen Stellantis mit 1.202.515 Einheiten (+5,2 Prozent) und die Renault Group mit 781.285 Einheiten (-4,0 Prozent). Mercedes-Benz legte um 3,5 Prozent auf 373.055 Fahrzeuge zu.

Deutlich stärker wuchsen mehrere Hersteller aus China: BYD steigerte seine EU-Neuzulassungen um 163 Prozent auf 177.752 Fahrzeuge und liegt damit vor Tesla. Chery Automobile (mit den Marken Chery, Jaecoo, Jetour und Omoda) kam auf 116.318 Einheiten (+250,9 Prozent), Leapmotor auf 62.508 Einheiten (+426,8 Prozent). Tesla selbst verbuchte mit 142.165 Neuzulassungen ein Plus von 65,9 Prozent.

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