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Engie Vianeo errichtet in Deutschland vier neue Lkw-Ladeparks

Engie Vianeo errichtet in Deutschland vier neue Lkw-Ladeparks

Die französische Marke Engie Vianeo will neue Lkw-Ladeparks an Standorten der Marken 24-Autohöfe und Euro-Rastpark errichten. Zwei davon sind an der A7 bei Homberg (Efze) und am Gramschatzer Wald geplant, zwei weitere an der A2 bei Lippetal/Hamm und an der A9 bei Pfaffenhofen/Schweitenkirchen. Dort soll auch per MCS geladen werden können.

Engie Vianeo gibt bekannt, zwei Lkw-Ladestandorte bei 24-Autohöfe und zwei weitere bei der Marke Euro-Rastpark zu installieren. Das Unternehmen verantwortet dabei als Tochtermarke innerhalb der französischen Engie-Gruppe das gesamte Betreibermodell, von Investition und Bau bis hin zum laufenden Betrieb. Mit 24-Autohöfe sind nun mehrere Kooperationen zum Bau von Lkw-Ladeparks geplant.

Zwei Standorte sind in diesem Zuge nun spruchreif: Am 24-Autohof Homberg (Efze) im Nadelöhr der A7 bei Kassel plant Engie Vianeo, im Frühjahr 2027 drei Ladepunkte mit 400 Kilowatt und einen MCS-Lader (Megawatt Charging System) mit 1.000 Kilowatt in Betrieb zu nehmen. „Mit dem zentralen Umschlaglager des europäischen Speditionsnetzwerks ELVIS, einem Verteilzentrum von Amazon und einem Logistikhub von Palletways zeichnet sich der Standort durch eine hohe Logistikkompetenz aus“, betonen die Verantwortlichen.

Ebenfalls für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen sind vier Ladepunkte mit 400 Kilowatt und ein MCS-Lader mit 1.000 Kilowatt am 24-Shell Autohof Gramschatzer Wald bei Würzburg. Die Initiatoren betonen in diesem Zusammenhang, dass „die A7 zu den bedeutendsten Nord-Süd-Verbindungen im deutschen Güterverkehr zählt und Teil des Skandinavisch-Mediterranen TEN-T-Korridors ist, einer der wichtigsten Güterverkehrsachsen Europas.“

Roxanne Ruscheinsky, Mitglied der Geschäftsleitung bei 24-Autohöfe, kommentiert: „Autohöfe gehören zu den effizientesten Standorten für den Aufbau von Infrastruktur für alternative Antriebsstoffe. Sie sind aus beiden Autobahnfahrtrichtungen und der Region optimal erreichbar und verbinden die Ladepause mit Gastronomie, Service und hoher Aufenthaltsqualität. Deshalb freuen wir uns, gemeinsam mit ENGIE Vianeo das Angebot um leistungsstarke und zuverlässige Ladeinfrastruktur für elektrische Lkw zu erweitern.“

Jan-Niklas Ellerich, Geschäftsführer von ENGIE Vianeo in Deutschland, ergänzt: „Mit 24-Autohöfe platzieren wir unser langfristiges Standortmodell an einer der wichtigsten europäischen Güterverkehrsachsen. Unser Ziel ist ein durchgängiges Ladenetz entlang der zentralen Logistikkorridore Europas: bis 2030 europaweit 25.000 Ladepunkte, davon 1.000 für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge.“ Wie Ellerich dies erreichen will, hat er jüngst bei electrive in einem LIVE-Vortrag skizziert.

ENGIE Vianeo ist seit Juli 2025 auf dem deutschen Markt aktiv. Zu den aktuellen Referenzprojekten zählen ein Großprojekt mit dem Seehafen Kiel sowie das Mandat der Autobahn GmbH für ein Los des vom Bund geförderten Lkw-Schnellladenetzes in Deutschland. Insgesamt werden damit aktuell rund 50 Standorte von ENGIE Vianeo in Deutschland mit Ladeinfrastruktur speziell für Nutzfahrzeuge entwickelt. Die vier nun angekündigten Ladeparks sind davon unabhängig.

Als zweiten Partner der kurzfristig geplanten Ladestandorte präsentiert Engie Vianeo den Autohof-Entwickler und -Betreiber Euro Rastpark. An Standorten dieses Unternehmens in Lippetal/Hamm und Pfaffenhofen/Schweitenkirchen errichten die Franzosen ebenfalls Lkw-Ladeparks.

Die Anlage in Lippetal/Hamm liegt direkt an der A2, einer viel befahrenen West-Ost-Verbindungen für den Güterverkehr zwischen Ruhrgebiet und Berlin. Pfaffenhofen/Schweitenkirchen befindet sich an der A9 – recht genau mittig zwischen Ingolstadt und München.

Am Euro Rastpark Lippetal/Hamm mit seinen über 215 Lkw-Stellplätzen will Engie Vianeo bis Juli 2027 konkret sechs Ladepunkte mit einer Leistung von 400 Kilowatt sowie zwei MCS-Lader mit 1.000 Kilowatt installieren. Am Euro Rastpark Pfaffenhofen/Schweitenkirchen, der laut den Partnern aktuell einen Lkw-Verkehrswert von rund 13.500 Lkw pro Tag verzeichnet, sollen bereits ab Januar 2027 sechs Ladepunkte mit 400 Kilowatt ans Netz gehen.

Johannes Witt, Geschäftsführer bei Euro Rastpark, sagt: „Mit 18 Autohöfen ist Euro Rastpark ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Verkehrsinfrastruktur. Wir freuen uns, erstmals mit ENGIE Vianeo als kompetentem Partner Ladelösungen für den elektrischen Schwerlastverkehr umzusetzen.“