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Regulativa

Elektroauto-Anteil bei Neuzulassungen in der EU steigt auf 29,9 Prozent

Elektroauto-Anteil bei Neuzulassungen in der EU steigt auf 29,9 Prozent

Die Neuzulassungen von Elektroautos in der EU sind im September kräftig gestiegen. Laut ACEA wurden 290.117 reine Elektroautos neu zugelassen – 72,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit lag ihr Marktanteil im September bei 29,9 Prozent. Seit Jahresbeginn kommen BEVs auf einen Marktanteil von 22,7 Prozent.

Neue E-Kleinwagenfamilie aus dem VW-Konzern (Symbolbild)

Foto: Volkswagen

Die Elektromobilität gewinnt auf dem europäischen Automarkt weiter an Fahrt. Nach Angaben des Herstellerverbands ACEA wurden im September 290.117 neue Batterie-elektrische Pkw in der EU zugelassen. Das entspricht einem Plus von 72,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Über alle Antriebsarten hinweg kamen im September 971.048 neue Pkw auf die Straße, 9,3 Prozent mehr als im September 2025. Der Anteil reiner Elektroautos lag damit im September bei 29,9 Prozent. Somit hatten fast drei von zehn neuzugelassenen Pkw einen vollelektrischen Antrieb.

Auch im bisherigen Jahresverlauf legt die Elektromobilität deutlich zu. Von Januar bis September wurden in der EU 1.931.465 neue Elektroautos registriert. Das sind 48,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der BEV-Marktanteil stieg von 16,1 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 22,7 Prozent im laufenden Jahr. Damit sind reine Elektroautos inzwischen die zweitstärkste Antriebsart auf dem EU-Neuwagenmarkt nach den Mild- und Vollhybriden ohne Stecker (36,3 Prozent Marktanteil).

Deutschland und Frankreich treiben das Wachstum

Besonders kräftig fiel das Wachstum in den großen europäischen Märkten aus. In Deutschland wurden im September 88.599 neue BEVs registriert, 94,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat – damit lag der Marktanteil hier bei 34,5 Prozent, wie wir bereits in unserem eMobility Dashboard berichtet haben. Frankreich kam auf 65.243 Elektroautos und damit auf ein Plus von 107,5 Prozent. Auch Dänemark verzeichnete mit 17.784 Neuzulassungen einen deutlichen Zuwachs von 36,9 Prozent.

Seit Jahresbeginn liegt Deutschland mit 604.144 neu zugelassenen Elektroautos an der Spitze der drei genannten Märkte. Das entspricht einem Plus von 58,1 Prozent gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres. Frankreich kommt auf 387.342 BEVs (+79,1 Prozent), Dänemark auf 124.049 (+40,3 Prozent). Zusammen mit Belgien, wo die Neuzulassungen um 15,7 Prozent auf 125.220 Fahrzeuge stiegen, entfielen damit rund 64 Prozent aller BEV-Neuzulassungen in der EU auf diese vier Märkte.

Hybride bleiben stärkste Antriebsart

Trotz des kräftigen BEV-Wachstums stellen Hybridfahrzeuge weiterhin die größte Antriebskategorie. Von Januar bis September wurden 3.090.530 Pkw mit Voll- oder Mildhybridantrieb neu zugelassen. Das entspricht einem Marktanteil von 36,3 Prozent. Plug-in-Hybride kamen auf 860.257 Fahrzeuge und einen Anteil von 10,1 Prozent. Ihre Neuzulassungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,6 Prozent.

Bei den Plug-in-Hybriden fiel das Wachstum in Italien besonders stark aus: Dort wurden von Januar bis September 121.647 Fahrzeuge neu registriert, 72,4 Prozent mehr als im Vorjahr. In Spanien stiegen die Neuzulassungen um 34,7 Prozent, in Deutschland um 13,7 Prozent auf 247.489 Fahrzeuge.

Die konventionellen Antriebe verlieren dagegen weiter an Boden. Die Zahl der neu zugelassenen Benziner sank in den ersten neun Monaten um 19,1 Prozent auf 1.802.078 Fahrzeuge. Ihr Marktanteil fiel von 27,7 auf 21,2 Prozent. Bei Diesel-Pkw gingen die Neuzulassungen um 19,5 Prozent auf 602.206 Fahrzeuge zurück; ihr Anteil schrumpfte von 9,3 auf 7,1 Prozent.

Plus auch in den Nicht-EU-Staaten

Wichtig: Auch außerhalb der EU legten die BEV-Neuzulassungen in weiteren europäischen Märkten deutlich zu. In den EFTA-Staaten Island, Norwegen und der Schweiz wurden im September 27.115 reine Elektroautos neu zugelassen, 36,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Vereinigten Königreich waren es 99.201 Fahrzeuge, ein Plus von 36,3 Prozent. Von Januar bis September stiegen die BEV-Neuzulassungen in den EFTA-Staaten um 10,9 Prozent auf 163.398 Fahrzeuge, im Vereinigten Königreich um 30,2 Prozent auf 454.947.

Für die gesamte Region aus EU, EFTA und Großbritannien weist der ACEA damit im September 416.433 neue BEVs aus – ein Zuwachs von 59,9 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Absatz in dieser Region auf 2,55 Millionen Elektroautos, 41,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

BYD, Chery und Leapmotor wachsen kräftig

Interessant sind auch die Zahlen nach Herstellern, wobei ACEA hier nicht nach Antriebsarten differenziert. Jedoch sieht man wie schon im August wieder eine starke Dynamik bei den chinesischen Herstellern, die ihren Absatz in Europa weiter ausbauen konnten. In der EU steigerte BYD seine Neuzulassungen im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 111,4 Prozent auf 28.309 Fahrzeuge. Von Januar bis September summierte sich das Wachstum auf 154,4 Prozent und 206.002 Zulassungen. Chery, einschließlich Jaecoo, Jetour und Omoda, kam im September auf 20.707 Fahrzeuge (+223,8 Prozent) und seit Jahresbeginn auf 137.003 (+246,5 Prozent). MG-Mutter SAIC legte im September um 24,8 Prozent auf 22.978 Zulassungen zu; im bisherigen Jahresverlauf waren es 186.650 Fahrzeuge (+20,4 Prozent). Besonders dynamisch entwickelte sich Leapmotor mit 10.229 Neuzulassungen im September (+255,7 Prozent) und insgesamt 72.760 Fahrzeugen seit Jahresbeginn (+393,6 Prozent).

Im erweiterten Markt aus EU, EFTA und Großbritannien zeigt sich ein ähnliches Bild: BYD steigerte seine Zulassungen im September um 98,7 Prozent auf 49.953 Fahrzeuge, Chery um 185,5 Prozent auf 52.801 und SAIC um 23,7 Prozent auf 41.987. Leapmotor kam auf 14.594 Neuzulassungen, ein Plus von 323,9 Prozent. Seit Jahresbeginn lagen BYD mit 283.997 Fahrzeugen (+134,6 Prozent), Chery mit 260.650 (+255,9 Prozent), SAIC mit 272.251 (+20,3 Prozent) und Leapmotor mit 87.922 (+424,2 Prozent) ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau.