← Natrag na novosti
Tržište

E-Lkw Tesla Semi kommt zur IAA / Europa-Launch naht

E-Lkw Tesla Semi kommt zur IAA / Europa-Launch naht

Tesla war vor zwei Jahren schon einmal mit seinem E-Lkw Semi bei der IAA Transportation in Hannover. Diesen September wird es ein Revival geben, doch diesmal mit griffigen Daten: Tesla verspricht, sich bei der Messe zum Marktstart in Europa zu äußern – und das Datenblatt mitzubringen.

Auf dem Netzwerk „X“ gibt der US-Hersteller bekannt, die Spezifikationen und Launch-Details zum Tesla Semi in Europa zu veröffentlichen – und dazu das Rampenlicht der IAA Transportation in Hannover zu nutzen. In diesem Zuge wird auch wieder ein Semi-Exemplar in den Messehallen zu sehen sein. Schon vor zwei Jahren erregte ein aus Amerika verschifftes Exemplar in Hannover viel Aufmerksamkeit. Allerdings hielt sich Tesla damals noch komplett bedeckt, was das Marktdebüt diesseits des Atlantiks angeht. Infos bekam man rund um den Tesla-Stand Nullkommanull – wie 2024 vor Ort unter anderem electrive-Chefredakteur Peter Schwierz feststellte.

Tesla gibt die Teilnahme an der IAA derweil nicht nur über „X“ bekannt. Unsere Redaktion hat auch eine der seltenen Pressemitteilungen von Tesla erhalten, in der das Unternehmen bestätigt, dass es vor Ort nähere Infos zum europäischen Marktstart und zur europäischen Modellvariante liefern wird.

Gebaut wird der E-Lkw zurzeit bereits in einer eigens errichteten, separaten Fabrik neben der Gigafactory Nevada. Wie das Portal Electrek anlässlich des Produktionsauftakts im April schrieb, ist das Werk für eine Jahreskapazität von 50.000 Lkw ausgelegt, wobei die Produktion schrittweise hochgefahren werden soll. Es ist also nicht auf Anhieb mit diesem Jahres-Output zu rechnen.

Dennoch ist der Auftakt der Serienfertigung für Tesla ein entscheidender Moment. Die Skaleneffekte der Massenproduktion sollen dazu führen, den Semi in den USA für einen Preis von 290.000 bzw. 260.000 US-Dollar für die Long-Range- bzw. Standard-Version anzubieten. Mit diesen angekündigten Preisen wird das Modell laut Branchenkennern zum preisgünstigsten BEV-Sattelschlepper der Klasse 8 auf dem US-Markt. Gleichzeitig ist der Semi mit Blick auf die Tech-Specs der teils schon in die Jahre gekommenen Konkurrenz überlegen. Dazu gleich die Details.

Vereinzelt gibt es in den USA bereits einige Semi auf der Straße zu sehen. Dabei handelte es sich um erste Einheiten, die im Wesentlichen auf einer Pilotlinie von Hand gebaut wurden. Die meisten dieser Vorserienfahrzeuge werden im eigenen Tesla-Fuhrpark vermutet, außerdem sind 36 Exemplare im kalifornischen Fuhrpark von PepsiCo bestätigt. Die US-Produktion der ersten Vorserienexemplare des Semi hatte Tesla im Oktober 2022 gestartet. Die folgenden drei Jahre verbrachte Tesla damit, „das Design zu verfeinern, das Gewicht des Lkw um rund 1.000 Pfund zu reduzieren und eine eigene Fabrik neben der Gigafactory Nevada in Sparks zu errichten“, so Electrek. Im Februar veröffentlichte der Autobauer dann die finalen Produktionsspezifikationen für das US-Modell – und bestätigte zwei Ausstattungsvarianten: eine Standard Range mit 325 Meilen Reichweite (rund 523 km) bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 82.000 Pfund (rund 37,2 Tonnen) und eine Long Range mit 500 Meilen Reichweite (rund 800 km).

Beide Ausstattungsvarianten verfügen über einen Antrieb mit drei integrierten E-Motoren für bis zu 800 kW Leistung sowie eine 548 bzw. 822 kWh große Batterie. Die weiteren Spezifikationen des US-Modells können Sie hier nachlesen. Noch wichtig: Der Semi soll das Megawattladen mit 1,2 MW beherrschen. Eine entsprechende Ladeinfrastruktur befindet sich in Teilen der USA im Aufbau. Als Ladehardware installiert wird die von Tesla im vergangenen Frühjahr für den Semi angekündigte 1,2-MW-Ladelösung auf Basis der eigenen V4-Technologie. Letztere nutzt der Hersteller auch, um seine Pkw-Lader performanter zu machen. Es handelt sich um ein dezentrales System aus schlanken Satelliten-Ladern und einem etwas abseits stehenden Technik-Schrank, der sogenannten Powerunit. Hochskaliert kann die Technologie die genannten bis zu 1,2 MW erreichen, was beim Semi in einer halben Stunde „den Großteil seiner 800 Kilometer Reichweite wiederherstellen“ soll.