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DPD UK bestellt 341 Mercedes-Benz eSprinter

DPD UK bestellt 341 Mercedes-Benz eSprinter

Der Paketdienst DPD erweitert seine britische Zustellflotte um 341 Mercedes eSprinter. Die ersten E-Transporter gehen noch im September in Betrieb, bis Ende Oktober sollen alle rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft im Einsatz sein. Damit wächst die britische E-Flotte laut DPD auf mehr als 4.000 Fahrzeuge.

Bild: DPD UK

Geliefert werden die Fahrzeuge vom Mercedes-Benz-Nutzfahrzeughändler eStar, der sechs Standorte im Nordwesten Englands und in Nordwales betreibt. Die Auslieferung der 341 eSprinter ist Teil einer umfassenderen Flottenvereinbarung, bei der auch der Service über das britische Mercedes-Händlernetz eine zentrale Rolle spielt.

DPD habe bei der Vergabe laut eStar-Geschäftsführer Steve Bridge die gesamte Nutzungsdauer der Fahrzeuge im Blick gehabt. Verfügbarkeit und Wartung hätten im Mittelpunkt der Entscheidung gestanden. Auch Rob Dawson, Head of LCV bei DPD UK, betont die Rolle des Partners: „Da wir kontinuierlich in eine nachhaltigere Flotte investieren, ist die Zusammenarbeit mit den richtigen Partnern genauso wichtig wie die Auswahl der richtigen Fahrzeuge.“

Raus aus der Innenstadt

Große Kastenwagen seien das Rückgrat der DPD-Zustellung auf der letzten Meile, lässt Olly Craughan, Head of Sustainability bei DPD UK, wissen. Bislang fährt die E-Flotte des Unternehmens in mehr als 7.300 britischen Postleitzahlgebieten, überwiegend in Innenstädten, wo der Verzicht auf Dieselabgase besonders ins Gewicht fällt. Dank größerer Batterie und Reichweite könnten nun mehr Depots große E-Transporter auch auf weiter entfernten Touren einsetzen. Die neuen eSprinter sollen sowohl innerhalb des Londoner Autobahnrings M25 als auch in anderen Landesteilen fahren.

In Großbritannien bietet Mercedes-Benz Vans den eSprinter-Kastenwagen mit 100 oder 150 kW Leistung sowie mit Batterien von 81 oder 113 kWh Energieinhalt an. Dass der eSprinter laut DPD trotz schwerer Batterie so viel zuladen kann wie ein vergleichbarer 3,5-Tonnen-Diesel, dürfte an einer britischen Sonderregel liegen: E-Transporter dürfen dort mit dem Pkw-Führerschein bis 4,25 Tonnen wiegen, was das Mehrgewicht der Batterie ausgleicht. Für welche Konfiguration sich der Paketdienst entschieden hat, geht aus den Mitteilungen jedoch nicht hervor.

E-Flotte wächst offenbar langsamer als geplant

DPD elektrifiziert seine britische Zustellflotte bereits seit 2018, als das Unternehmen das erste vollelektrische Paketdepot des Landes eröffnete. 2021 wuchs die E-Flotte mit 750 Transportern von Maxus auf knapp 1.500 Fahrzeuge. 2022 folgte eine Großbestellung über 1.000 Ford E-Transit. Damals hatte DPD UK noch rund 5.000 E-Fahrzeuge bis Ende 2023 angepeilt, 2023 war dann nur noch von 4.000 die Rede. Im Sommer 2024 meldete das Unternehmen nach der Auslieferung weiterer 350 E-Transit eine E-Flotte von nahezu 4.000 Fahrzeugen.

Zwei Jahre später soll sie nun mit den 341 eSprinter die Marke von 4.000 überschreiten. Rechnerisch müsste sie dann eher bei rund 4.300 Fahrzeugen liegen. Ob DPD zwischenzeitlich ältere E-Transporter ausgemustert hat oder ob die Flotte 2024 kleiner war als angekündigt, geht aus den aktuellen Angaben allerdings nicht hervor.