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Tehnologija

Denza N8 knackt mit 130-kWh-Akku die 1.000-Kilometer-Marke

Denza N8 knackt mit 130-kWh-Akku die 1.000-Kilometer-Marke

Das Wettrüsten bei der Akkugröße in China geht weiter: BYDs Nobelmarke Denza stattet den neuen N8 offenbar mit einem über 130 kWh großen Akku aus. Damit soll das Elektro-SUV mehr als 1.000 Kilometer weit kommen, allerdings nach dem vergleichsweise optimistischen chinesischen CLTC-Zyklus.

Der neue Denza N8 war bereits im Juli mit beeindruckenden Eckdaten aufgetaucht. Nun liefern Zulassungsdaten des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) weitere Details zu Batterie und Reichweite des über fünf Meter langen Elektro-SUV. Demnach soll Denza Batteriepakete mit 105,792 und 130,15 kWh anbieten. Je nach Konfiguration ergeben sich daraus im chinesischen CLTC-Zyklus Reichweiten von 800, 840, 970 oder maximal 1.003 Kilometern. Selbst der noch einmal fünf Zentimeter längere N8L soll mit einer Ladung bis zu 960 Kilometer zurücklegen können.

Natürlich ist die vierstellige Reichweitenangabe mit Vorsicht zu genießen, da der CLTC-Zyklus üblicherweise optimistischer ausfällt als das europäische WLTP-Verfahren, für das es beim Denza N8 bislang keinen offiziellen Wert gibt. Die üppige Reichweite erkauft sich Denza in erster Linie mit einem außergewöhnlich großen Energiespeicher. Interessant wird daher auch, wie effizient das große SUV tatsächlich unterwegs sein wird.

Drei E-Motoren liefern bis zu 890 kW

Auch beim Antrieb setzt Denza auf große Zahlen: Für schwächere Varianten werden Elektromotoren mit 320 beziehungsweise 370 kW genannt. Das Topmodell erhält dagegen drei Maschinen: einen 270-kW-Motor an der Vorderachse sowie zwei jeweils 310 kW starke Elektromotoren hinten. Das macht in Summe 890 kW. Beim Laden soll der N8 zudem auf BYDs Flash-Charging-Technologie zurückgreifen. Ein Ladevorgang von zehn auf 97 Prozent könnte deshalb nur neun Minuten dauern, so das optimistische Versprechen von Denza.

Größer ist der N8 auch äußerlich. Mit 5,15 Metern Länge ist er rund 26 Zentimeter länger als sein Vorgänger und bewegt sich damit in einer Liga mit dem BMW X7 und dem Mercedes GLS. Der Denza N8L – also die in China übliche Langversion – kommt sogar auf 5,20 Meter und bietet sechs statt nur fünf Sitzplätze.

Denza entstand 2011 ursprünglich als Gemeinschaftsunternehmen von BYD und Mercedes-Benz. Nachdem sich Mercedes schrittweise zurückgezogen hatte, übernahm BYD im Herbst 2024 komplett und positionierte Denza als Nobelmarke um. Die erste Generation des heutigen N8 wurde zunächst als Denza X angeboten, bevor 2023 die Umbenennung folgte. Inzwischen spielt Denza auch bei BYDs internationaler Expansion eine größere Rolle: Die Marke ist auch in Deutschland vertreten und hat hier bereits erste eigene Stores eröffnet. Im Juli setzte Denza weltweit 19.196 E-Autos ab, das sind 68,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Passend zur Entwicklung des Mutterkonzerns: BYD exportierte im Juli 179.841 Fahrzeuge, 124 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, der Export machte bereits 43 Prozent des gesamten Konzernabsatzes aus.

Ob auch der Denza N8 Teil dieser Expansion nach Europa wird, ist allerdings noch offen. Einen Marktstart in Deutschland hat Denza bislang nicht bestätigt, ebenso fehlen konkrete Preise für die neuen Elektroversionen. Die bisherigen N8-Modelle werden in China ab rund 300.000 Yuan (rund 38.450 Euro) angeboten. Sollte Denza den N8 tatsächlich nach Europa bringen, dürfte neben Preis und Ladeleistung vor allem eine andere Zahl interessant werden: die WLTP-Reichweite im Alltagsbetrieb.