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BYD ruft in China 183.000 Fahrzeuge wegen Bremsproblem zurück

BYD ruft in China 183.000 Fahrzeuge wegen Bremsproblem zurück

BYD ruft in China 183.211 Fahrzeuge der Baureihen Qin und Tang zurück. Grund ist ein möglicherweise fehlerhaftes Bauteil am Bremspedal, durch das im Extremfall die Bremsleuchten dauerhaft aktiviert bleiben können. Auch Nio muss mehrere hundert Firefly wegen eines Problems mit der Servolenkung nachbessern.

Image 1: Byd tang ev robin engelhardt min

Der BYD Tang Modelljahr 2022 ist ebenfalls von dem Rückruf betroffen.

Bild: Johannes Schleicher & Felix Hamer

Wie die chinesische Marktaufsicht State Administration for Market Regulation (SAMR) mitteilt, betrifft der BYD-Rückruf Fahrzeuge der Modellreihen Qin und Tang aus den Produktionsjahren 2014 bis 2022. Laut Berichten des Nachrichtendienstes reuters soll bei einer Charge von Anschlagpuffern am Bremspedal (aufgrund eines Fertigungsfehlers) die Gefahr bestehen, dass die Bauteile im Laufe der Zeit reißen oder sich lösen.

Im Extremfall können dadurch die Bremsleuchten weiter leuchten, obwohl das Bremspedal nicht betätigt wird. Andere Verkehrsteilnehmer könnten dadurch fälschlicherweise von einem Bremsvorgang ausgehen, weshalb die Behörde ein Sicherheitsrisiko sieht. BYD will die betroffenen Bauteile bei autorisierten Händlern kostenlos austauschen.

Die Maßnahme folgt nur wenige Wochen auf eine außergewöhnlich große Rückrufwelle auf dem chinesischen Automarkt. Im August hatte die SAMR Maßnahmen bei insgesamt elf Herstellern veröffentlicht. Allein wegen Problemen mit der Erkennbarkeit beziehungsweise Bedienbarkeit mechanischer Tür-Notentriegelungen waren mehr als vier Millionen Fahrzeuge betroffen, darunter Modelle von Tesla, Xiaomi, Leapmotor, Xpeng und Zeekr. Mit dem aktuellen BYD-Rückruf besteht allerdings kein technischer Zusammenhang.

BYD selbst befindet sich nach einem schwächeren Jahresbeginn wieder auf Wachstumskurs. Im August verkaufte der Hersteller weltweit 440.293 New Energy Vehicles (NEV), also reine Elektroautos und Plug-in-Hybride. Mit 256.230 Batterie-elektrischen Pkw überschritt BYD dabei erstmals innerhalb eines Monats die Marke voneiner Viertelmillion BEV. Während der Absatz auf dem chinesischen Heimatmarkt zuletzt unter dem Vorjahresniveau lag, legte vor allem das Exportgeschäft deutlich zu.

Parallel zum BYD-Rückruf hat die SAMR eine weitere Maßnahme bei Nio bekannt gegeben. Betroffen sind 686 Elektroautos der Marke Firefly. Dort liegt ein Fertigungsfehler an einer Komponente des Lenksystems vor, der im Extremfall zum Ausfall der elektrischen Servounterstützung führen kann. Nio will die betroffenen Fahrzeuge überprüfen und bei Bedarf den fehlerhaften Kabelbaum kostenlos ersetzen.

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Izvor: electrive.net