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BYD nutzt denselben Partner wie BMW für CKD-Montage in Malaysia

BYD nutzt denselben Partner wie BMW für CKD-Montage in Malaysia

BYD hat entschieden, gemeinsam mit Auftragsfertiger Inokom eine lokale Montage von Elektroautos in Malaysia zu starten. Die Entscheidung dürfte auf deutlich verschärfte Importbedingungen zurückzuführen sein. Bei Inokom handelt es sich zugleich auch um den lokalen Hersteller des BMW i5 für den malaysischen Markt.

BYD Atto 3 in einem Showroom in Malaysia

Bild: BYD

Bei seiner Expansion in den südostasiatischen Raum hat der chinesische Autohersteller BYD einen wichtigen Partner gewonnen: den Auftragsfertiger Inokom aus dem Mischkonzern Sime Darby, der unter dem Namen Sime Motors bereits den Vertrieb von BYD in Malaysia verantwortet.

Inokom unterhält seit 1997 in Padang Meha im Distrikt Kulim ein Fahrzeugwerk und zählt die Automobilmarken BMW, Chery, Hyundai, Kia, Mazda, Mini und Porsche zu seinen Kunden. Seit Januar wird dort auch der vollelektrische BMW i5 aus Bausätzen zusammengesetzt.

Mit der Entscheidung für die Partnerschaft mit Inokom nimmt BYD zugleich Abstand von kolportierten Erwägungen, in Malaysia vielleicht ein eigenes Fahrzeugwerk zu bauen. Allerdings handelt es sich nicht um eine Vollmontage, sondern die Vereinbarung sieht die Montage von Fahrzeugen nach dem CKD-Verfahren (Completely Knocked Down) vor, bei dem Fahrzeuge aus angelieferten Einzelteilen und Baugruppen vor Ort zusammengebaut werden. Welche Modelle künftig in Malaysia montiert werden sollen und wann die Produktion beginnt, teilten die Unternehmen zunächst nicht mit.

„Die lokale Montage ist ein wichtiger Bestandteil des langfristigen Engagements von BYD in Malaysia. Die Partnerschaft mit Sime für die Montage in Inokom ermöglicht es uns, auf unseren etablierten Kompetenzen in der Automobilfertigung aufzubauen und unsere Pläne für die lokale Montage weiterzuentwickeln. Wir wollen BYDs Expertise im Bereich von New Energy Vehicles und Batterietechnologien dem malaysischen Markt näherbringen und gleichzeitig zur Weiterentwicklung der lokalen Automobilindustrie beitragen“, sagt Jacob Ma, Geschäftsführer von BYD Malaysia.

Neue Importregeln zwingen BYD zur lokalen Montage

Hinter dem Schritt dürfte vor allem aber auch eine Verschärfung der malaysischen Importregelnstehen: Denn seit dem 1. Juli 2026 dürfen vollständig im Ausland montierte Elektroautos nur noch eingeführt werden, wenn ihr CIF-Wert mindestens 200.000 Ringgit (ca. 44.000 Euro) beträgt und ihre Motorleistung mindestens 180 kW erreicht. Der CIF-Wert (Cost, Insurance and Freight) umfasst den Warenwert einschließlich Transport- und Versicherungskosten bis zum Einfuhrhafen, jedoch vor den dort anfallenden Einfuhrabgaben und Steuern. Zuvor war Ende 2025 eine vierjährige steuerliche Sonderregelung für solche Importe ausgelaufen.

Die neuen Vorgaben erschweren insbesondere den Marktzugang für günstigere Elektroautos, wie sie BYD anbietet. Die lokale Montage bei Inokom könnte dem chinesischen Hersteller daher helfen, seine Präsenz in Malaysia trotz der veränderten Rahmenbedingungen auszubauen. Einen direkten Zusammenhang zwischen der Neuregelung und der konkreten Partnerwahl hat BYD bislang nicht bestätigt.

Wie stark die veränderten Importbedingungen BYD und seinen malaysischen Vertriebspartners Sime Motors unter Druck setzen, zeigt eine aktuelle Werbekampagne auf dessen Website: Dort wirbt das Unternehmen für „final 2026 CBU units“ des Atto 3 und des Sealion 7 – also für die letzten vollständig montiert importierten Einheiten dieser Modelle, die zudem deutlich unter dem Schwellenwert von 200.000 Ringgit liegen. Damit nutzen BYD und Sime Motors die Möglichkeit des Abverkaufs bestimmter Restbestände, wie es nach den vorherigen Regeln gestattet ist. Doch da der Atto 3 und der Sealion 7 zu günstig für die neuen Importregeln sind, darf BYD sie nicht mehr komplett am Stück nach Malaysia importieren – daher dürften beide Modelle nun Kandidaten für die CKD-Montage beim lokalen Partner Inokom sein.