BMW iX5 Hydrogen: Erprobung des kommenden Wasserstoff-SUV läuft

BMW will die neue Generation des X5 gleich mit fünf Antriebsarten auf den Markt bringen - darunter auch mit Brennstoffzelle. Nun gibt der Konzern erste Einblicke in die Erprobung von Prototypen des Wasserstoff-SUV, der 2028 unter dem Namen BMW iX5 Hydrogen auf den Markt kommen soll.
Prototyp des BMW iX5 Hydrogen
Bild: BMW
Bereits von der vierten Generation des im US-amerikanischen Spartanburg gebauten X5, intern G05 bezeichnet, hat BMW eine Testflotte von 100 umgerüsteten Einheiten mit Brennstoffzelle auf die Straße gebracht, um mit der Technologie Praxiserfahrungen zu sammeln und auch einigen Journalisten Testfahrten zu ermöglichen – auch wir von electrive konnten ein solches Fahrzeug vor zwei Jahren ausprobieren.
Nun hat der Konzern erste Prototypen des kommenden BMW iX5 Hydrogen in der Erprobung, der auf der fünften Generation des X5 basiert, bei BMW intern G65 bezeichnet. Das Modell hat Ende Juni seine Weltpremiere gefeiert – und damals sprach BMW von gleich fünf verschiedenen Antriebsarten, die der X5 bekommen soll: Vollelektrisch unter der Bezeichnung iX5, Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid als X5 sowie besagter BMW iX5 Hydrogen mit einer Wasserstoff (H2) verarbeitenden Brennstoffzelle. Wobei die ersten vier Antriebsarten 2027 auf den Markt kommen sollen, die H2-Version aber erst 2028.
273 Mio. Euro Förderung für Antriebsstrang
Damit gibt sich BMW maximal „technologieoffen“ – ein Begriff, den der frühere CEO Oliver Zipse immer wieder gern genannt hatte. Dabei hat der bayrische Konzern auch mehrfach Fördermittel für seine Wasserstoff-Bestrebungen kassiert – so etwa im Projekt HyPowerDrive 273 Millionen Euro von Bund und Freistaat Bayern für die Entwicklung und Industrialisierung eines innovativen Brennstoffzellen-Elektroantriebsstrangs für Pkw wie eben dem 2028er BMW iX5 Hydrogen.
Der Münchner Autobauer hat nun mitgeteilt, dass Prototypen der neuen Generation des BMW iX5 Hydrogen nun ein umfassendes Erprobungsprogramm absolvieren, wobei diese gemäß der Pressefotos u.a. auf dem BMW-Testgelände in Aschheim bei München stattfinden. Parallel startet auch eine neue Prototyp-Bauphase des Brennstoffzellensystems der dritten Generation im Wasserstoff-Kompetenzzentrum München startet. Weiterhin laufen im österreichischen Motorenwerk von BMW in Steyr aktuell die Vorbereitungen für die Industrialisierung und künftige Serienproduktion des Wasserstoff-Brennstoffzellensystems. Und im BMW-Werk Landshut wurde bereits die Vorserienproduktion der zentralen Steuereinheit „Energy Master“ für den Wasserstoffantrieb gestartet.
„Unser Anspruch an den BMW iX5 Hydrogen ist klar: ein echter BMW – mit Freude am Fahren. Dafür ist ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem entscheidend. Die aktuelle Erprobung zeigt, wie erfolgreich Brennstoffzellensystem, Hochvoltbatterie und elektrischer Antrieb bereits zusammenspielen und wie konsequent wir die Technologie in Richtung Serie entwickeln“, sagt Josef Hochreiter, Leiter Wasserstofffahrzeuge BMW Group.
BMW iX5 Hydrogen soll Leistung des iX5 erreichen
Ziel der aktuellen Tests ist es vor allem, die volle Leistungsfähigkeit des Antriebs jederzeit sicherzustellen und zugleich „die BMW typische Fahrdynamik im Brennstoffzellenfahrzeug weiter zu optimieren“, so das Unternehmen.Dabei zielt die Entwicklung auf Fahrleistungen auf dem Niveau des vollelektrischen BMW iX5 ab, einschließlich einer angestrebten Beschleunigung von unter fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Allerdings stellt sich weiterhin der Sinn nach einem mit Wasserstoff und Brennstoffzelle angetriebenen Fahrzeug. Denn der Hersteller peilt für den BMW iX5 Hydrogen eine Reichweite von 750 km an – die dürfte die üppige 141-kWh-Batterie des neuen vollelektrischen iX5 auch schaffen. Und bekanntlich gibt es weit mehr Ladestationen für E-Autos als Wasserstoff-Tankstellen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Aber bleiben wir doch einfach „technologieoffen“ und schauen, was die Zukunft bringt!