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BAFA-Statistik: Gut 50.000 deutsche Haushalte fahren frisch geförderte E-Autos

BAFA-Statistik: Gut 50.000 deutsche Haushalte fahren frisch geförderte E-Autos

Das BAFA legt einen neuen Zwischenbericht zur E-Auto-Förderung mit Stand 1. September vor. So hat die Behörde nun knapp 52.500 Anträge bewilligt – davon grob 25.600 im vergangenen Monat. Tesla bleibt dabei mit Abstand die beliebteste Einzelmarke, gefolgt von Skoda und Cupra.

Das BAFA schafft Transparenz und veröffentlicht seit Kurzem monatliche Statistiken zur E-Auto-Förderung mit Eckpunkten zu den Antragstellern und den geförderten Modellen. Dabei zeigt sich u.a., dass die Förderung überwiegend Haushalte mit eher geringem Einkommen unterstützt. Erstmals veröffentlicht wurde die Übersicht vor rund einem Monat mit Stand 1. August 2026. Nun folgt also die zweite Auswertung mit Stand 1. September.

Der neue BAFA-Bericht weist dabei unter anderem die Zahl der Bewilligungen und die Höhe der ausgezahlten Fördermittel aus. Darüber hinaus enthält er Aufschlüsselungen nach Antriebs- und Finanzierungsart, Einkommen und Haushalten mit Kindern sowie nach Herstellern, Marken und Modellen. Mit der Statistik sorgt das BAFA für Klarheit, nachdem vor einigen Wochen Gerüchte im Umlauf waren, dass die deutschen Zuschüsse vor allem chinesischen Marken zugutekämen.

Die Statistik enthält dabei Informationen zu schon bewilligten Anträgen. Davon gab es zum Stichtag 1. September exakt 52.473 Stück – einen Monat zuvor waren es noch 26.875 Stück. Damit hat sich die Anzahl der Bewilligung im Laufe des Augusts fast verdoppelt. Für den Abbau der Antragseingänge ist das eine gute Nachricht: Die Bearbeitungsgeschwindigkeit nimmt zu. Anfang August vermeldete das BAFA bereits die Marke von 100.000 eingegangenen Förderanträgen. Das BAFA hat also auf absehbare Zeit bei der Abarbeitung der Anträge jede Menge zu tun.

An die Antragsteller mit bewilligter Förderung wurden laut BAFA zum Stichtag 1. September 230 Millionen Euro ausgeschüttet – ebenfalls eine Verdoppelung gegenüber den 117 Millionen Euro zum 1. August 2026. Was die Antriebsarten angeht, beziehen sich 91,4 Prozent der Anträge auf reine Elektroautos und nur 8,6 Prozent auf Plug-in-Hybride. Auf die Erwerbsarten Kauf und Leasing verteilen sich die Anträge ziemlich genau hälftig. Hier zeigt sich in den bewilligten Anträgen eine gewisse Konstanz. Die Veränderungen zum Stand vom 1. August sind minimal.

Auch der typische Antragsteller wird durch die BAFA-Statistik umrissen: So entfällt ziemlich genau die Hälfte aller bisherigen, bewilligten Anträge auf die niedrigste Einkommensstufe (zu versteuerndes Haushalt-Jahreseinkommen bis 45.000 Euro). Hintergrund ist, dass die Zuschüsse nach Einkommen und auch nach Anzahl der minderjährigen Kinder im Haushalt gestaffelt sind. Die zwei nachfolgenden Einkommensstufen vereinen nochmals grob 24.000 Anträge auf sich. Die beiden höchsten Stufen nicht einmal mehr 2.000. Heißt: Die Förderung kommt durchaus dort an, wo sie soll: Bei Menschen mit eher niedrigem bis mittleren Einkommen, die sich ohne Subvention womöglich kein neues E-Auto anschaffen würden.

Interessant dabei: Minderjährige Kinder hat die überwiegende Mehrheit der Antragsteller nicht angegeben: Allein 34.500 Anträge stammen aus „Haushalten ohne förderrelevantes Kind“, wie das BAFA festhält. Damit ist auch klar, dass die volle Förderhöhe von 6.000 Euro von vielen Fördernehmern nicht erreicht wird. Das zeigt auch die bisher ausgeschüttete Subventionssumme im Verhältnis zu den bewilligten Anträgen: Im Schnitt ergeben sich 4.380 Euro pro Haushalt, ein leichter Anstieg gegenüber der Vormonatsstatistik (4.350 Euro).

Blicken wir auf die Marken und Modelle, die bei den bisher erfolgreichen Antragstellern besonders beliebt sind. Nachfolgend die Übersicht zu den Bewilligungen nach Marken (Top 10):

Platzierung

Konzern/ Gruppe

Anzahl

1.

Tesla

8.141

2.

Skoda

4.522

3.

Cupra

3.155

4.

VW

3.062

5.

Hyundai

2.982

6.

Stellantis / Leapmotor (Joint

Venture)

2.936

7.

BYD

2.831

8.

Kia

2.722

9.

Renault

2.655

10.

BMW

2.266

Das Ranking zeigt, dass sich die Förderung inzwischen etwas gleichmäßiger verteilt. Zwar ragt Spitzenreiter Tesla heraus, nach den Top-4 folgen aber allein sechs Marken mit Förderbewilligungen in den 2.000ern. Und bis zur 15. Position im Ranking kommen die Marken auf vierstellige Förderbewilligungen. Insgesamt ist das Feld gegenüber der Vormonatsstatistik etwas näher zusammengerückt. Das Ranking zu den Top-10 der geförderten Modelle gestaltet sich wie folgt:

Platzierung

Modell

Anzahl

1.

Tesla Model Y

5.407

2.

Skoda Elroq

3.174

3.

Tesla Model 3

2.716

4.

Hyundai Inster

2.063

5.

VW ID.3

1.972

6.

Leapmotor T03

1.700

7.

BMW iX1

1.313

8.

Fiat 500e

1.268

9.

Citroen e-C3

1.211

10.

Cupra Born

1.191

Auffällig ist, dass nicht etwa ein BYD-Stromer aus China in den Top-10 landet, sondern mit dem Leapmotor T03 ein Elektro-Kleinwagen, der über das Joint Venture von Stellantis und Leapmotor in Europa vermarktet wird. Insgesamt schneidet Leapmotor bei der Förderung überproportional gut ab. Die Zugpferde von Tesla, Skoda und VW bleiben aber ungefährdet. Premiumfahrzeuge findet man im oberen Teil des Rankings eher weniger, sie sind von der Förderung aber auch nicht ausgeschlossen (eine harte Preisobergrenze gibt es nicht, nur eine Einkommensbegrenzung). So kommt es, dass auch einige elektrische Porsche in der BAFA-Statistik auftauchen.

Grundsätzlich könnte sich die Ausrichtung der Förderung aber bald noch einmal ändern. Die Fraktionen der Regierungsparteien CSU/CSU und SPD haben sich bei ihrer jüngsten Klausurtagung dafür ausgesprochen, dass die E-Auto-Förderung um „Made in EU“-Kriterien ergänzt werden soll. Diese Änderung will die Regierung aber nicht auf eigene Faust durchziehen, sondern sobald die Bundesregierung „EU-rechtskonforme und möglichst EU-weit harmonisierbare Local-Content-Kriterien und tragfähige EU-Präferenzregelungen erarbeitet hat“. Sprich: im Gleichschritt mit der EU.

bafa.de via zeit.de

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