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Regulativa

Audi setzt in China auf „zwei Marken, zwei Partner“

Audi setzt in China auf „zwei Marken, zwei Partner“

Audi sortiert seine Joint Ventures in China neu und setzt dort künftig auf den Ansatz "zwei Marken, zwei Partner“. Das Joint Venture mit SAIC wird sich künftig ausschließlich auf die neue Submarke AUDI (ohne Ringe) konzentrieren, während das Geschäft mit den Fahrzeugen mit den vier Ringen im Gemeinschaftsunternehmen mit FAW gebündelt wird.

China-Stromer AUDI E7X

Bild: Volkswagen

Dass es zu diesem Schritt kommen könnte, darüber hatten wir bereits Anfang September berichtet. Nun ist die neue China-Strategie von Audi offiziell: Auf der chinesischen Social-Media-Plattform WeChat hat das Unternehmen nun verkündet, dass es neue Vereinbarungen mit seinen langjährigen chinesischen Partnern FAW und SAIC Motor unterzeichnet hat. Diese zielen darauf ab, die Ausrichtung der beiden Marken Audi (mit den vier Ringen) und AUDI (ohne Ringe) zu differenzieren, die Strategien anzupassen und den Vertrieb entsprechend neu auszurichten.

Dabei steht der neue Ansatz unter dem Motto „zwei Marken, zwei Partner“: Während das bereits 1988 gegründete Joint Venture mit FAW sich der klassischen Marke mit den vier Audi-Ringen widmet, fokussiert sich das 2021 gegründete Gemeinschaftsunternehmen mit SAIC komplett auf die 2025 eingeführte neue Marke AUDI (in Großbuchstaben, aber ohne Ringe). Dadurch sollen beide Marken künftig mit höherer Geschwindigkeit und größerer Präzision den chinesischen Markt bearbeiten können.

AUDI (ohne Ringe) konzentriert sich auf E-Autos

Die bislang oft als Submarke bezeichnete Marke AUDI zusammen mit SAIC, die mit dem Elektro-Kombi E5 Sportback und dem E-SUV E7X bereits zwei Modelle eingeführt hat, soll dabei weiter nur Elektroautos bzw. New Energy Vehicles (NEV) anbieten. Mit der offiziellen Eröffnung des AUDI Innovation Tech Center (AITC) in Shanghai, das exklusiv der Marke AUDI gewidmet ist, wollen beide Seiten die strategische Synergie und Zusammenarbeit über die gesamte Wertschöpfungskette zukünftiger Fahrzeuge hinweg weiter vertiefen.

Zuvor hatte SAIC-Audi die Fertigung von Vier-Ringe-Modellen mit Verbrennungsmotor wie dem A5L Sportback, A7L oder Q6 laut Medienberichten bereits drastisch heruntergefahren oder teilweise komplett auf Null gesetzt.Für diese Modelle ist SAIC-Audi künftig gar nicht mehr verantwortlich. Jedoch bleibt SAIC-Audi noch bis Ende 2027 im Vertrieb der Vier-Ringe-Modelle aktiv und auch darüber hinaus noch in Aftersales und Service.

FAW-Audi soll hingegen weiter sowohl Premium-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren produzieren als auch ebenfalls New Energy Vehicles. Unter dem Dach des Joint Ventures entstehen dabei unter anderem auch chinesische Varianten von PPE-Stromern mit langem Radstand, konkret der Audi A6L e-tron und der Q6L e-tron.

Johannes Roscheck, scheidender Präsident von Audi China, erklärt: „Die Umsetzung der Zwei-Marken-Strategie unterstützt lokale Partner dabei, Audi-Kunden erstklassige Produkte und Erlebnisse zu bieten. Dank einer klareren strategischen Fokussierung und einer differenzierten Markenpositionierung legen wir ein solides Fundament für die langfristige und nachhaltige Entwicklung von Audi in China.“ Im November wird Roscheck vom bisherigen Chery-Manager Jeff Zhang als Präsident von Audi China abgelöst.

Gemeinsamen Fortschritt erzielen

FAW-Chef Liu Yigong sagt: „In Zukunft wird FAW Audi am Entwicklungskonzept ‚kundenzentriert‘ festhalten, die Strategie ‚gemeinsamer Fortschritt von Verbrennern, Hybriden und vollelektrischer Intelligenz‘ kontinuierlich umsetzen und die vielfältigen Bedürfnisse der Nutzer in allen Bereichen erfüllen.“

SAIC-Boss Jia Jianxu ergänzt: „Die chinesische Automobilindustrie steht an der Spitze der globalen intelligenten Elektroinnovation. Was SAIC tun muss, ist, das fortgeschrittene Industrieökosystem, das Technologiesystem und Audis luxuriöse Tradition wahrhaftig in Einklang zu bringen. Die Marke AUDI trägt die Mission, ein neues Modell der Joint-Venture-Kooperation zu begründen, und baut auf dem tiefen Fundament von ‚Vorsprung durch Technik‘ auf, um Audis Wettbewerbsvorteil auf dem chinesischen Markt weiter zu stärken.“