Aachen: ASEAG nimmt 100. Elektrobus in Empfang

Der Aachener ÖPNV-Betreiber ASEAG kommt jetzt auf 100 Batterie-elektrische Busse und baut parallel die Ladeinfrastruktur aus. Die Anschlussleistung auf dem zentralen Betriebshof wurde von 2,1 auf sieben Megawatt erhöht.

Elektrobusse auf dem Betriebshof der ASEAG in Aachen.
Bild: Aseag
Derzeit sind auf dem Betriebshof 92 Ladepunkte in Betrieb, weitere 25 sollen bis Ende 2026 hinzukommen. Dann würden insgesamt 117 Ladepunkte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig soll die Elektrobusflotte bis Jahresende auf 117 Fahrzeuge wachsen – damit wäre nach Angaben der ASEAG rund jeder zweite eigene Bus Batterie-elektrisch unterwegs.
Die Elektrifizierung der Aachener Busflotte hat damit in den vergangenen Jahren deutlich an Tempo gewonnen. 2019 bestellte die ASEAG ihre ersten 27 eCitaro bei Mercedes-Benz. 2023 waren zwölf eCitaro-Solobusse und 15 Gelenkbusse im Einsatz. Damals kündigte das Verkehrsunternehmen die Beschaffung von weiteren 65 Batterie- sowie 25 Brennstoffzellenbussen bis Ende 2026 an und erhielt dafür Förderzusagen über rund 32 Millionen Euro.
Für den aktuellen Ausbau der Ladeinfrastruktur hat die ASEAG weitere Fördermittel erhalten. Insgesamt investierte das Unternehmen rund 6,3 Millionen Euro in 65 Ladepunkte, von denen rund 5,7 Millionen Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen und go.Rheinland gefördert werden. Die Ladepunkte wurden in den vergangenen Monaten installiert und ermöglichen unter anderem das Laden der Busse während Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.

ASEAG bereitet Betriebshofmanagement vor
Mit der wachsenden Elektrobusflotte steigen auch die Anforderungen an die Steuerung der Ladevorgänge. Die ASEAG bereitet deshalb ein elektronisches Betriebshofmanagementsystem vor. Es soll Umlaufplanung, Abfahrtszeiten und Ladezustände der Fahrzeuge mit den Vorgaben des Netzbetreibers zusammenführen. Auf dieser Grundlage kann die verfügbare Anschlussleistung gezielt auf die einzelnen Busse verteilt werden.
Parallel qualifiziert die ASEAG Mitarbeiter ihrer Werkstatt für Arbeiten an Elektrobussen und Ladeinfrastruktur weiter. Ab 2027 will das Unternehmen zudem erstmals Kfz-Mechatroniker mit der Fachrichtung System- und Hochvolttechnik ausbilden.