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Zunder beschleunigt in Portugal: Es wird jährlich mehr als 10 Millionen Euro investieren, um das Land mit ultraschnellen Ladestationen zu füllen.

Zunder beschleunigt in Portugal: Es wird jährlich mehr als 10 Millionen Euro investieren, um das Land mit ultraschnellen Ladestationen zu füllen.

Zunder hat beschlossen, in Portugal aufs Gas zu treten. Das spanische Unternehmen nutzte die Eröffnung seiner neuen Ultraschnell-Ladestation in Caldas da Rainha, um einen ehrgeizigen Expansionsplan anzukündigen, der eine Investition von mehr als 10 Millionen Euro pro Jahr in den nächsten vier Jahren vorsieht.

Die neue Ladestation befindet sich neben Ausfahrt 19 der Autobahn A8, einem der wichtigsten Verkehrswege zwischen Lissabon und Porto, und stellt zudem einen wichtigen Schritt für die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs in Portugal dar. Sie verfügt über 12 Ladepunkte mit einer Leistung von bis zu 400 kW sowie Plätze, die speziell für Schwerlastfahrzeuge konzipiert sind, sowie Raum für Elektroautos. Die Anlage beinhaltet außerdem ein großes photovoltaisches Dach.

Bei der Eröffnungsveranstaltung waren Cristina Pinto Dias, Staatssekretärin für Mobilität in Portugal, Vítor Marques, Bürgermeister der Gemeinde Caldas da Rainha, sowie Daniel Pérez, CEO und Mitbegründer von Zunder, anwesend. Der Standort ist kein Zufall: Die A8 verbindet Lissabon mit Porto entlang der Küste und ist einer der wichtigsten Verkehrsachsen des Landes.

Zunder beschleunigt in Portugal: Es werden jährlich mehr als 10 Millionen Euro investiert, um das Land mit ultraschnellen Ladestationen zu versorgen

Die Ladestation in Caldas da Rainha stellt zudem die erste Zunder-Infrastruktur in Portugal dar, die speziell für den Schwerlastverkehr konzipiert wurde. Die 12 Lader erreichen eine Leistung von bis zu 400 kW und sind dafür ausgelegt, sowohl Elektroautos als auch Lastwagen, Busse und andere großvolumige Fahrzeuge zu laden. Das Unternehmen bestätigt, dass die Anlage in der Lage ist, per Bankkarte zu laden, und dass das Photovoltaik-Dach Teil des Designs der Ladestation ist.

Zunders Engagement für Portugal geht weit über diese Ladestation hinaus. Das Unternehmen begann bereits 2023 mit dem Betrieb im Land als Elektrizitätsvermarkter für elektrische Mobilität und hat im Laufe des Jahres 2026 seine Expansion erheblich beschleunigt. Tatsächlich eröffnete es im Juli eine Ultraschnellladestation in Marinhas, während es auch Orte wie Valença, Gaia, Matosinhos, Caldas da Rainha und Olhão ins Auge gefasst hat.

Zunder beschleunigt in Portugal: Es wird jährlich mehr als 10 Millionen Euro investieren, um das Land mit Ultraschnellladestationen zu füllen

Der jetzt angekündigte Plan erhöht das Engagement erheblich. Zunder hat bereits 6 bis 7 Millionen Euro für den Bau der ersten sieben Stationen in Portugal investiert, wobei geplant ist, in den nächsten vier Jahren jährlich mehr als 10 Millionen Euro zu investieren. Darüber hinaus sind für 2027 weitere acht Projekte vorgesehen, zu denen noch 17 Standorte gehören, die derzeit in verschiedenen Bearbeitungsphasen sind.

Ziel ist es, ein Netzwerk aufzubauen, das sich nicht nur auf die großen Städte beschränkt, sondern auch die wichtigsten Verkehrsachsen Portugals mit leistungsstarken Stationen verbindet. Diese Strategie ist umso wichtiger, da das Wachstum der Elektrofahrzeuge dazu führt, dass sich das Problem teilweise von der Verfügbarkeit der Fahrzeuge auf die notwendige Infrastruktur für lange Reisen verlagert.

Zunder tritt in diese neue Phase mit einem deutlich größeren Netzwerk ein als noch vor wenigen Jahren. Derzeit verfügt das Unternehmen über mehr als 1.500 betriebseigene Ladepunkte in Spanien und Frankreich sowie 220 Hochleistungsstationen, während es in Portugal weiterhin seine Präsenz ausbaut. Zudem hat es auf dem portugiesischen Markt Kawat eingeführt, seine Plattform zur Verwaltung und Betriebsführung von Ladeinfrastrukturen Dritter.

Zunder beschleunigt in Portugal: Es wird jährlich mehr als 10 Millionen Euro investieren, um das Land mit ultraschnellen Ladestationen zu füllen

Diese Erweiterung wird zudem durch die im Jahr 2024 von Zunder erhaltene finanzielle Unterstützung ermöglicht. Das Unternehmen schloss damals mit der Banco Santander einen grünen Kredit in Höhe von 225 Millionen Euro ab, um sein Wachstum in Europa zu finanzieren. Der Plan sah vor, mehr als 3.000 Ladepunkte aufzubauen, insbesondere in Spanien, Frankreich, Portugal und Italien.

Portugal wird somit zu einem der Prioritätsmärkte für das Unternehmen. Zunder möchte vom Wachstum von Elektrofahrzeugen im Land profitieren und gleichzeitig in einem noch anspruchsvolleren Segment Fuß fassen: dem Schwerlastverkehr. Für Elektro-Lkw ist es weitaus wichtiger, über Stationen zu verfügen, die mehrere hundert Kilowatt liefern und ausreichend Platz für das Manövrieren bieten, anstatt einfach nur die Anzahl der städtischen Ladepunkte zu erhöhen.

Auch der Nutzerkomfort steht bei dem Unternehmen im Vordergrund. Ihre Strategie besteht darin, leistungsstarke eigene Ladesäulen mit einer App zu verbinden, über die durch Interoperabilitätsabkommen auf Netzwerke zugegriffen werden kann, sowie mit Tools wie Kawat für Unternehmen und Institutionen. In Portugal verspricht Zunder, ein ähnliches Erlebnis wie in Spanien und Frankreich anzubieten – mit transparenten Preisen, verschiedenen Zahlungsmethoden sowie Ladesäulen, die sowohl Autos als auch schwere Fahrzeuge bedienen können.

Dieser Trend tritt außerdem zu einer Zeit ein, in der Portugal an einem neuen Regulierungsrahmen für Ladeinfrastrukturen arbeitet, wobei besonderes Augenmerk auf der Interoperabilität zwischen Anbietern sowie auf der Beseitigung von Hindernissen für die Nutzer liegt. Laut Zunder kann ein offenerer Markt mit stärkerer Konkurrenz die Ausweitung der Netzwerke erleichtern und gleichzeitig die Abhängigkeit von geschlossenen Systemen verringern.

Die neue Station in Caldas da Rainha ist daher weitaus mehr als nur ein weiterer Ladepunkt. Sie zeigt, wohin Zunder sein Geschäft in Portugal führen möchte: ein Netzwerk von ultraschnellen Stationen an den wichtigsten Verkehrsachsen des Landes, die auch für den Schwerlastverkehr geeignet sind. Mit Investitionen von mehr als 10 Millionen Euro pro Jahr in den nächsten vier Geschäftsjahren macht das Unternehmen deutlich, dass es nicht darum geht, nur eine symbolische Präsenz auf dem portugiesischen Markt zu haben.

Zusammenfassungstabelle

Datum

Zunder in Portugal

Geplante jährliche Investition

Mehr als 10 Millionen Euro

Zeitraum

Nächste 4 Jahre

Bereits getätigte Investitionen

6–7 Millionen Euro

Erste in Entwicklung befindliche Stationen

7

Geplante Projekte für 2027

8

In Bearbeitung befindliche Standorte

17

Neuere Station

Caldas da Rainha

Ladepunkte

12

Maximale Leistung

400 kW

Schwerlastverkehr

Ja

Lage

Ausfahrt 19 der A8

Fotovoltaik-Dach

Ja