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Zaptec schließt sich Kraken an, um Ladestationen in Instrumente für Energieflexibilität zu verwandeln.

Zaptec schließt sich Kraken an, um Ladestationen in Instrumente für Energieflexibilität zu verwandeln.

Zaptec, der norwegische Hersteller, der zu einem der führenden europäischen Anbieter für AC-Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit mehr als 700.000 installierten Ladestationen auf dem Kontinent geworden ist, macht einen neuen Schritt in seiner Strategie für ein vernetztes Ökosystem. Das Unternehmen kündigt eine strategische Partnerschaft mit Kraken, dem Betriebssystem für Energieversorger, an, um seine Ladestationen in echte Energienutzungssteuerungsinstrumente zu verwandeln, die sich in Echtzeit an die Strompreise und die Verfügbarkeit des Stroms im Netz anpassen können.

Einsatz in zehn europäischen Märkten

Am 7. September 2026 in Paris angekündigt, soll diese Vereinbarung schrittweise auf den zehn Märkten umgesetzt werden, auf denen die beiden Unternehmen bereits präsent sind: Frankreich, Deutschland, das Vereinigte Königreich, die Niederlande sowie Belgien, Dänemark, Irland, Italien, Portugal und Spanien. Weitere Länder könnten sich dem System anschließen, je weiter die Partnerschaft an Bedeutung gewinnt.

Konkret können die Besitzer von Zaptec-Ladestationen auf intelligente Ladefunktionen zugreifen, die durch Krakens Technologie gesteuert werden, sowie auf Angebote mit dynamischer Preisgestaltung, die es ihnen ermöglichen, ihre Ladevorgänge auf die Zeiten abzustimmen, in denen der Strom am günstigsten ist. Die Partnerschaft eröffnet außerdem den Weg zu einer wachsenden Auswahl an vernetzten Dienstleistungen, die von Energieversorgern angeboten werden, die bereits auf der Kraken-Plattform basieren – wie beispielsweise EDF Energy, E.ON Next oder Octopus Energy.

Die Ladestation als wachsendes Investitionsmittel

Für Zaptec, das im Juni 2026 von fast 1.000 täglichen Installationen sowie mehr als 700.000 in Europa installierten Stationen spricht, verdeutlicht diese Partnerschaft eine klare Strategie: Die Ausrüstung des Unternehmens zu Produkten zu machen, deren Funktionen auch lange nach der Installation weiterentwickelt werden. Das Unternehmen betont ein offenes Software-Ökosystem, das darauf ausgelegt ist, im Laufe der Zeit neue Anwendungen aufzunehmen – wie intelligente Tarifierung, Solarenergieintegration, bidirektionale Ladefunktion vehicle-to-grid (V2G) oder Energieflexibilität.

„Die Rolle der Ladestationen entwickelt sich weiter. Kunden wählen nicht mehr nur ein Gerät aus – sie investieren in eine Technologie, die ihnen über ihre gesamte Lebensdauer hinweg weiterhin Wert bringt“, fasst Kurt Østrem, Geschäftsführer von Zaptec, zusammen. Er sieht in dieser Vereinbarung einen neuen Schritt nach der Zertifizierung seines Unternehmens mit dem Mercury Mark. Diese von dem unabhängigen gemeinnützigen Verband Mercury Consortium verliehene Zertifizierung machte Zaptec zum ersten Hersteller von Wechselstrom-Ladestationen, der sie erhielt.

Elektromobilität als Flexibilitätsfaktor für das Netzwerk

Auf der Seite von Kraken geht es um mehr als nur den Komfort der Autofahrer. Devrim Celal, Leiter für Flexibilität und Marketing des Unternehmens, sieht darin einen Hebel für das gesamte Elektrofahrzeugsystem: „Mit dem Aufkommen von Elektrofahrzeugen wird das Aufladen eine immer wichtigere Rolle bei der Energieverwaltung – zu Hause wie im Netzwerk – spielen.“ Seiner Ansicht nach muss die intelligente Koordination der vernetzten Geräte es ermöglichen, das Aufladen dann in Gang zu setzen, wenn der Strom „billiger, sauberer und reichlicher“ ist, wodurch die Rechnungen der Fahrer gesenkt werden und gleichzeitig ein bereits stark belastetes Stromnetz entlastet wird.

Kraken, dessen Plattform derzeit mehr als 90 Millionen Kundenkonten bei großen Energieversorgern weltweit betreut, strebt danach, sein Know-how in den Bereichen KI und Automatisierung auf den Sektor der privaten und gewerblichen Ladevorgänge auszuweiten. Dieser Markt wird angesichts des zunehmenden Anteils von Elektrofahrzeugen in Europa eine immer wichtigere Rolle bei der Stabilität des Stromnetzes spielen.

Diese Zusammenarbeit entspricht einer grundlegenden Entwicklung in der Branche: Das Laden beschränkt sich nicht mehr nur auf die Bereitstellung von Elektrizität, sondern wird zu einem aktiven Kontaktpunkt zwischen Fahrern, Energieversorgern und Netzbetreibern – ein weiterer Baustein bei der Schaffung eines flexibleren und kohlenstoffärmeren Energiesystems.