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Zagreb flottet 62 Elektrobusse ein

Zagreb flottet 62 Elektrobusse ein

Die kroatische Hauptstadt Zagreb hat 62 Elektrobusse von MAN und Iveco sowie die passende Ladeinfrastruktur in Betrieb genommen. Konkret hat der städtische ÖPNV-Betreiber ZET 30 E-Solobusse, 26 E-Gelenkbusse und sechs E-Midibusse beschafft, die Gesamtkosten lagen bei fast 56,8 Millionen Euro.

Die Beschaffung der Fahrzeuge ist Teil eines größeren Plans der Stadt Zagreb, innerhalb von zehn Jahren insgesamt 500 Elektrobusse zu besorgen und dadurch die Flotte von ZET komplett zu elektrifizieren. Nachdem vergangenen Oktober zunächst überschaubare zwei E-Busse des deutschen Hersteller MAN in Betrieb gegangen waren, sind die nun beschafften 62 Einheiten ein deutlich größerer Wurf und echter Meilenstein.

Konkret wurden nun von MAN gleich 30 Solo-Elektrobusse vom Typ Lion’s City 12E sowie 26 Gelenk-Elektrobusse vom Typ Lion’s City 18E eingeflottet. Hinzu kommen sechs Midi-Elektrobusse von Iveco mit einem Aufbau des serbischen Unternehmens Feniksbus. Diese tragen die Bezeichnung Iveco Feniksbus FBI 83 ME. Die voraussichtliche Reichweite unter optimalen Bedingungen beträgt mindestens 500 Kilometer bei den Solobussen, 450 Kilometer bei Gelenkbussen und 260 Kilometer bei Midibussen. Damit können die Busse einen ganzen Arbeitstag lang ohne Zwischenladung eingesetzt werden, geladen wird dann über Nacht im neuen E-Bus-Depot – weiter unten dazu mehr.

Der Gesamtkaufpreis beläuft sich auf fast 56,8 Millionen Euro. Davon wurden 45,4 Millionen Euro über EU-Mittel aus dem NRRP (Nationaler Aufbau- und Resilienzplan) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Meer, Verkehr und Infrastruktur bereitgestellt, während 11,4 Millionen Euro aus dem Haushalt der Stadt Zagreb finanziert wurden.

Zagreb nun mit 20 Prozent Elektrobus-Anteil

In der Beschaffung sieht die Stadt Zagreb einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs und zur Elektrifizierung der ZET-Flotte.Der Bürgermeister der Stadt Zagreb, Tomislav Tomašević, sagte: „Die Bürgerinnen und Bürger von Zagreb werden die neuen Busse schon am Montag bemerken, denn es handelt sich um insgesamt 62 Fahrzeuge. Zu Spitzenzeiten im Fahrplan, der mit Schulbeginn in Kraft tritt, sind täglich rund 300 Busse im Einsatz. Das bedeutet, dass mit diesem Schritt ein Fünftel der gesamten ZET-Busflotte elektrifiziert wurde – ein wirklich bedeutender Fortschritt“, sagte Bürgermeister Tomašević.

Elektrobus im Depot von ZET in Zagreb

Das neue E-Bus-Depot im Stadtteil Podsused im Westen von Zagreb ist wesentliches Element für den Ausbau der Elektromobilität bei ZET. Dort wurden 67 Ladestationen mit je zwei Ladeplätzen installiert, die Gesamtkapazität liegt also bei 134 Ladepunkten. Die Anschlussleistung für die gesamte Anlage zusammen beträgt dabei 3,5 Megawatt.

Die Baukosten für das Areal mit einer Fläche von 8.500 Quadratmetern beliefen sich auf mehr als 9,8 Millionen Euro. Davon wurden rund 7,8 Millionen Euro aus Mitteln der Europäischen Union über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (NRRP) finanziert, während 2 Millionen Euro aus dem Haushalt der Stadt Zagreb stammen.

„Wir werden die Elektrifizierung der ZET-Busflotte weiter vorantreiben. Dafür wird der Standort in Podsused nicht ausreichen; vielmehr werden zwei weitere Standorte in Zagreb benötigt, um eine so große Anzahl von Bussen aufzuladen. Wir planen langfristig, und unser Ziel ist es, die gesamte ZET-Flotte in den nächsten sieben bis acht Jahren zu elektrifizieren. Dies ist erst der Anfang“, ergänzt Bürgermeister Tomašević.

Die neuen Elektrobusse sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ausgelegt und verfügen über Klimaanlagen, moderne Sicherheitssysteme, Videoüberwachung, USB-Anschlüsse sowie Fahrgastzählsysteme. Neben mehr Komfort, Zuverlässigkeit und Sicherheit für die Fahrgäste tragen die Elektrofahrzeuge zur Verringerung von Lärm und Schadstoffemissionen sowie zur Verbesserung der Luftqualität in der Stadt Zagreb bei.