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Ich habe bereits das meistverkaufte Auto mit dem erwarteten 155 PS starken Hybridmotor getestet, der in Spanien hergestellt wird.

Ich habe bereits das meistverkaufte Auto mit dem erwarteten 155 PS starken Hybridmotor getestet, der in Spanien hergestellt wird.

Der Dacia Sandero, eines der Autos, die am besten verstanden haben, was spanische Käufer suchen, hat nun vermutlich die Mechanik hinzugefügt, die ihm am meisten gefehlt hat. Der neue Dacia Sandero Hybrid 155 bietet erstmals einen vollständigen Hybrantrieb mit Automatikgetriebe und dem ECO-Label – zu einem Konzept, das jahrelang gerade dadurch hervorstach, dass es viel Auto für wenig Geld bot.

Es handelt sich dabei nicht um eine rein symbolische Elektrifizierung. Mit 155 PS ist dies zudem die leistungsstärkste Version des Sandero, der bereits seit Jahren das meistverkaufte Auto in Spanien bei Privatkäufern ist. In der bisherigen Saison 2026 wurden bereits fast 24.000 Fahrzeuge zugelassen. Mit dieser neuen Version wird erwartet, dass dies so weitergeht.

Dacia Sandero Hybrid 155 – Testbericht 6

Das Hybridherz des Sandero wird in Spanien hergestellt

Es gibt noch einen besonders interessanten Aspekt für unseren Markt. Obwohl der Dacia Sandero weiterhin außerhalb Europas montiert wird, spielen das HEV-Hybridsystem sowie die Antriebsstrangkomponenten eine wichtige Rolle durch spanische Industrieunternehmen.

Das Antriebsaggregat wird von Horse Powertrain in Valladolid und Sevilla entwickelt und produziert, wodurch der Sandero eine Technologie erhält, die Dacia bereits in Modellen wie Duster, Jogger und Bigster einsetzt.

Dacia Sandero Hybrid 155 – Testbericht 9

Das System kombiniert einen 1,8-Liter-Benzinmotor mit atmosphärischer Zündung und etwa 108 PS mit zwei Elektromotoren. Der Hauptmotor entwickelt 50 PS und ist außerdem für die Antrieb der Räder zuständig, während ein zweiter Elektromotor mit 20 PS als Hochspannungs-Generator und -Starter fungiert.

Die Batterie hat eine Kapazität von 1,4 kWh und die Gesamtleistung beträgt 155 PS. Alles wird über ein elektrifiziertes Multimodus-Automatikgetriebe ohne herkömmliches Getriebe gesteuert, das vier Gänge für den Verbrennungsmotor sowie zwei weitere für den elektrischen Betrieb bietet.

Dacia Sandero Hybrid 155 Hybrid Test 11

Er startet immer elektrisch und kann in der Stadt sehr wenig verbrauchen

Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass er kein Steckdosenanschluss benötigt. Der Dacia Sandero Hybrid startet stets im rein elektrischen Modus und nutzt insbesondere den Elektromotor bei Stadtfahrten, an Ampeln, in Staus sowie bei Manövern bei niedriger Geschwindigkeit.

Dadurch ist das Fahrverhalten in der Stadt deutlich sanfter als bei herkömmlichen manuellen Versionen, während die sofortige Reaktion des Elektromotors das Anfahren oder Anhalten vom Stillstand aus erleichtert.

dacia sandero hibrido 155 hybrid prueba test 4

Dacia gibt einen Kraftstoffverbrauch von 4,2 l/100 km für den Sandero Berline und 4,4 l/100 km für den Stepway an. Bei dem Test mit einem Stepway-Modell stellte ich fest, dass es ohne besonders sparsames Fahren leicht möglich ist, den angegebenen Kraftstoffverbrauch zu erreichen.

Zusätzlich ermöglichen seine 155 PS Leistungen, die bislang für dieses Modell ungewöhnlich waren: Er beschleunigt in 8,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Geschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde. All das dank einer leistungsstarken Mechanik, die er von größeren Modellen der Serie übernimmt – allerdings in geringerem Größe- und Gewichtsmaßstab.

dacia sandero hibrido 155 hybrid prueba test 3

Die Batterie beraubt dich nicht des Kofferraums

Eines der üblichen Probleme bei der Elektrifizierung eines kleinen Autos ist die Suche nach Platz für die Batterie und zusätzliche Komponenten. In diesem Fall hat Dacia es geschafft, einen der traditionellen Vorteile des Sandero nahezu unverändert beizubehalten.

Der Kofferraum bietet weiterhin 328 Liter – genau die gleiche Nutzkapazität wie bei den anderen Versionen (außer GLP) – und kann durch Umklappen der Rücksitze auf 1.108 Liter erweitert werden. Auch im hinteren Bereich geht kein nennenswerter Platz verloren.

Im Innenraum finden sich zudem ein 7-Zoll-Digitalinstrumentenbrett, das speziell für den Hybrid entwickelt wurde, sowie ein 10-Zoll-Multimediascreen, der kabellos mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist. Dacia behält jedoch weiterhin separate physische Bedienelemente für die Klimaanlage bei – etwas, das immer seltener vorkommt, aber meiner Ansicht nach positiv ist.

Schwer zu übertreffen in Bezug auf Preis

Auch der Dacia Sandero Hybrid 155 macht das Modell nicht plötzlich zu einem Premiumauto.

Es bleiben die üblichen Ausstattungsmerkmale seines Segments, seiner Kategorie und seines Preissegments – mit einer Federung, die eindeutig auf Komfort setzt, sowie einem stark unterstützten Lenksystem, damit das Fahren mit diesem Auto einfach und bequem ist. Dasselbe gilt für den Motor, der zwar eine schnelle Reaktion bietet, aber vor allem Geschmeidigkeit und Effizienz priorisiert.

Eine Zahl, die einen Unterschied machen kann: Der Preis beginnt in Spanien bei 19.890 Euro für den Dacia Sandero Berline Hybrid 155, während der Dacia Sandero Stepway Hybrid 155, den wir getestet haben, bei 21.290 Euro startet. Die Bestellungen sind bereits geöffnet, und die ersten Exemplare sollten Ende Oktober bei den spanischen Händlern ankommen.

Mit 155 PS, Automatikgetriebe, ECO-Label, sehr geringem Verbrauch und einem Einstiegspreis unter 20.000 Euro verfügt der Dacia Sandero endlich über eine Antriebstechnik, die es ihm ermöglicht, direkt mit Modellen wie dem MG3 Hybrid+, dem Toyota Yaris Hybrid oder sogar dem Renault Clio E-Tech konkurrieren zu können.

Der Unterschied besteht darin, dass er dies unter Beibehaltung der Philosophie tut, die den Sandero in Spanien zu einem kommerziellen Erfolg gemacht hat: Platz, Einfachheit und Preis stehen an erster Stelle.