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XL1 reloaded: VW zeigt Studie „Mission Efficiency“

XL1 reloaded: VW zeigt Studie „Mission Efficiency“

Volkswagen hat das Konzeptfahrzeug "Mission Efficiency" vorgestellt und will damit neue Maßstäbe in der Elektromobilität setzen. Das seriennahe Elektroauto vereint bezahlbare Großserientechnik mit radikalem Leichtbau und wegweisender Aerodynamik. Der "Mission Efficiency" ist damit legitimer Nachfolger des Kleinserienmodells VW XL1.

Elektrisches Konzeptfahrzeug Mission Efficiency von Volkswagen

Bild: VW

Volkswagen zeigt mit dem Mission Efficiency ein Elektroauto, das zeigt, wie sparsam und zukunftsweisend emissionsfreies Fahren sein kann. Wer bei modernen Autos an schwere Akkus und hohe Stromrechnungen am öffentlichen Schnelllader denkt, bekommt hier eine völlig neue Perspektive aufgezeigt. Denn mit dem seriennahen Konzeptfahrzeug stellt Volkswagen unter Beweis, dass clevere Gestaltung und fortschrittliche Ingenieurskunst den Energiehunger drastisch senken können – und das ohne astronomisch hohe Herstellungskosten.

Im Zentrum der Entwicklung steht eine besonders fließende Form, die dem Fahrtwind möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Das Design erinnert an eine Tropfenform, kombiniert mit einer flachen Front, vollständig geschlossenen Radabdeckungen am Heck und einem verkleideten Unterboden. Sobald das Auto schneller als 80 km/h fährt, macht sich dieses durchdachte Konzept stark bemerkbar: Der Stromverbrauch liegt dann um mehr als 30 Prozent niedriger als bei herkömmlichen E-Autos.

Mission Efficiency mit Serientechnik aus ID. Polo

Unter der glänzenden Verkleidung steckt keine abgehobene Spezialtechnik, sondern bewährte Großserientechnik aus der Plattform MEB+ von Volkswagen, die auch im neuen ID. Polo und ID. Cross zum Einsatz kommt. Dazu gehört deren serienmäßiger Frontantrieb APP290 mit 99 kW sowie die 54,9-kWh-Hochvoltbatterie (netto), die auch in anderen modernen Modellen der Marke verwendet werden. Ergänzt wird das Ganze durch eigens entwickelte Spezialreifen von Continental, die den Rollwiderstand spürbar verringern, sowie durch Solarzellen auf dem Glasdach und der Heckklappe, die im Alltag zusätzlich kostenlosen Strom für das Bordnetz liefern.

Historisch schließt der Mission Efficiency an den legendären VW XL1 an, der zwischen 2014 und 2016 in einer streng lauf nur 200 Stück limitierten Kleinserie in Osnabrück gebaut wurde. Dieser ging als „Ein-Liter-Auto“ in die Automobilgeschichte ein, verfügte aber nicht über einen vollelektrischen Antrieb, sondern war ein Plug-in-Hybrid.

Image 2: Infografik zum Volkswagen Mission Efficiency

Während der XL1 damals als teures Technologielabor mit aufwendiger Karosserie aus Kohlefaser konstruiert war, schlägt der Mission Efficiency den Bogen zur Großserientauglichkeit. Das fast 4,80 Meter lange Coupé bietet im minimalistischen Innenraum vier Sitzplätze und einen überraschend großen Kofferraum mit einem Volumen von 481 Litern.

Rekorde bei Verbrauch und cW-Wert

Seine enorme Leistungsfähigkeit stellte das Fahrzeug bei einer offiziell dokumentierten Langstreckenfahrt über 1.278 Kilometer von Wolfsburg nach Wien unter Beweis. Auf der gesamten Strecke musste die verbaute Batterie mit einem nutzbaren Energiegehalt von besagten 54,9 kWh lediglich einmal aufgeladen werden. Gekrönt wurde die Fahrt durch neue offizielle Weltrekorde: Neben einem extrem niedrigen Realverbrauch von 6,89 kWh/100 km markiert ein cW-Wert von 0,158 eine neue Bestmarke für straßenzugelassene Autos.

Volkswagen-Markenvorstand Thomas Schäfer sagt: „Der Mission Efficiency ist die beste Antwort auf die Frage, was Volkswagen im Elektrozeitalter auszeichnet: Technologie für alle – statt für wenige.“ Auch der Vorstand für Technische Entwicklung, Kai Grünitz, verwies auf die Leistungsfähigkeit der verwendeten Großserienkomponenten: „Das für alle Modelle des MEB+ mit Frontantrieb entwickelte System ist extrem leicht, sehr effizient und damit der ideale Antrieb für das Rekordfahrzeug.“