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Sonstiges

Wer braucht Leder? Bentleys erstes Elektrofahrzeug wird Sitze aus Merinowolle bieten.

Wer braucht Leder? Bentleys erstes Elektrofahrzeug wird Sitze aus Merinowolle bieten.

Nachhaltigkeit muss nicht unangenehm sein. Nur weil etwas aus recycelten oder erneuerbaren Materialien hergestellt wird, bedeutet das noch lange nicht, dass es billig wirkt oder nicht luxuriös sein kann. Bentley ist nicht das erste Unternehmen, das mit nachhaltigen Materialien ein stilvolles, luxuriöses Interieur schafft, doch mit dem kommenden elektrischen SUV Torcal ist es das erste, das eines der luxuriösesten Materialien der Welt in einem Auto verwendet: Merinowolle.

Wolle wird normalerweise nicht in Autokabinen verwendet, da sie bei ständiger Reibung kein besonders widerstandsfähiges Material ist. Sie eignet sich hervorragend für Pullover, doch die ständige Belastung durch Sitzen, Reiben und Berühren in Autoinnenräumen würde die Wolle zu schnell abnutzen. Dennoch handelt es sich um ein unendlich erneuerbares, natürliches Material, dessen Herstellung Tieren keinen Schaden zufügt. Zudem fühlt sie sich einfach wunderbar und luxuriös an. Deshalb beschloss Bentley, herauszufinden, wie man sie in einem Auto einsetzen kann.

Zusammen mit Fox Brothers, einem seit dem 18. Jahrhundert in Somerset, England ansässigen Stoffhersteller, entwickelte Bentley den ersten 100% Merinowoll-Autostoff. Es handelt sich außerdem um den ersten Wolllautostoff, der nach dem Responsible Wool Standard (RWS) zertifiziert wurde.

Bentley Torcal Interior

Foto von: Bentley

Wo genau wird dieser coole neue Wolllautstoff im Bentley Torcal verwendet? Das ist derzeit noch unklar, da das Fahrzeug noch nicht vollständig enthüllt wurde. Den neuen Wolllautstoff kann man in einigen der von Bentley veröffentlichten Teaser-Fotos sehen – allerdings nur an einer der Türen. Wir werden sehen, ob er auch auf den Sitzen Verwendung findet.

Was halten Sie davon?

Ein weiterer Aspekt der Nachhaltigkeit ist das Holz aus dem Torcal. Es wird als Ombre-Veneer bezeichnet und besteht aus nachhaltig gewonnenen Walnussholzresten sowie recyceltem Papier. Bis zu 1.000 einzeln ausgewählte Schichten dieses Materials werden zusammengepresst und anschließend in Schichten von weniger als einem Millimeter Dicke geschnitten. Papier mag vielleicht nicht die attraktivste Materialwahl sein, aber da es sich um ein Bentley handelt, erwarte ich voll und ganz, dass es wunderbar ist.

Falls Sie schon einmal in einem Bentley waren, wissen Sie, dass das Unternehmen keine Kompromisse eingeht. Deshalb ist es kein Wunder, dass es bei der Entwicklung ethisch erzeugter, nachhaltiger Materialien für sein umweltbewusstestes Auto etwas völlig Neues erfunden hat, das zuvor noch nie in einem Auto verwendet wurde. Hoffen wir einfach, dass keine Bentley-Kunden gegen Schafe allergisch sind.

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