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Markt

VW verschiebt US-Comeback des ID. Buzz auf 2027

VW verschiebt US-Comeback des ID. Buzz auf 2027

Volkswagen will den ID. Buzz in den USA erst im ersten Halbjahr 2027 als Modelljahr 2028 wieder auf den Markt bringen. Mit der erneuten Verschiebung fällt dort bereits der zweite Modelljahrgang in Folge aus.

Bild: Volkswagen

Noch im Mai 2026 hatte VW die Rückkehr des Elektro-Vans mit dem Modelljahr 2027 angekündigt. Die Modellpalette des neuen Jahrgangs sollte laut dem Autobauer ab August 2026 schrittweise bis Anfang 2027 in den Handel kommen, der ID. Buzz laut dem Branchenmedium Automotive News im Herbst 2026.

Wie Automotive News berichtet, hat Volkswagen of America seine Händler am 24. September 2026 jedoch über einen neuen Zeitplan informiert. Noch am Vortag hatte VW den ID. Buzz des Modelljahres 2027 in einer Pressemitteilung zum In-Car-Gaming-Angebot AirConsole aufgeführt.

In einer Stellungnahme stellt VW das Modelljahr 2028 als Bündelung mehrerer Verbesserungen dar. Die für den übersprungenen Jahrgang angekündigten Änderungen sollen erhalten bleiben. Dazu zählen das Laden per NACS via Adapter, One-Pedal-Driving, physische Tasten am Lenkrad und die auf Camping-Fans ausgerichtete Ausstattungslinie Tourer. Der Tourer basiert laut VW auf dem europäischen Good Night Package. Neu hinzu kommen eine aktualisierte Software, die Vehicle-to-Load-Funktion und die Integration eines digitalen Fahrzeugschlüssels.

Überarbeitete Lenkradtasten und Vehicle-to-Load-Funktion sind beim ID. Buzz nicht grundsätzlich neu. Für Europa hat Volkswagen Nutzfahrzeuge im April 2026 ein umfassendes Update angekündigt. Es umfasst Drucktasten anstelle der kritisierten Touch-Flächen und die V2L-Fähigkeit, die über einen Adapter am Ladeanschluss Geräte mit bis zu zwei kW versorgen kann. Welche Leistung die US-Version bieten soll, teilt VW nicht mit. Offen lässt der Hersteller auch, ob sich an Antrieb, Batterie oder Reichweite etwas ändert.

Holpriger Marktstart

Der ausschließlich bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover gebaute ID. Buzz war im November 2024 in den USA gestartet. Zum Start bot er eine EPA-Reichweite von 234 Meilen, rechnerisch knapp 380 Kilometer, bei einem Einstiegspreis von knapp 60.000 US-Dollar. Laut Automotive News war er das teuerste Modell im US-Programm von VW. Der hohe Preis und die Reichweite hätten die Attraktivität begrenzt, zitiert das Branchenmedium Analysten.

Im ersten vollen Verkaufsjahr 2025 kam der ID. Buzz auf 6.140 Auslieferungen. Laut Automotive News drückten zwei Verkaufsstopps das Volumen, hinzu kamen zwei Rückrufe und die seit dem Frühjahr 2025 geltenden hohen US-Importzölle. Die Bundes-Steuergutschrift von 7.500 US-Dollar gab es laut InsideEVs für den ID. Buzz nie, ihr Ende ließ aber den US-Markt für Elektroautos insgesamt einbrechen. Nach einer Bewertung der Marktbedingungen bestätigte VW im Dezember 2025, das Modelljahr 2026 für die USA auszulassen, ohne das Modell dort gänzlich aufzugeben.

Im ersten Halbjahr 2026 verkaufte Volkswagen weitere 2.481 Exemplare. Der Abverkauf des Modelljahres 2025 scheint nach Einschätzung von Automotive News nahezu abgeschlossen: Das Portal Cars.com listet demnach landesweit nur noch 38 neue ID. Buzz.

Dünnes E-Angebot in den USA

Die Verschiebung trifft VW in einer Phase, in der das Elektroangebot der Marke in den USA ohnehin schrumpft. Im April 2026 hatte US-Chef Kjell Gruner erklärt, neue E-Modelle erst gegen Ende des Jahrzehnts in die USA bringen zu wollen, was die Zentrale in Wolfsburg bestätigte. Basis dafür sei laut einem VW-Sprecher der künftige Elektro-Baukasten SSP. Bis dahin sollten der ID.4 und der ID. Buzz im Fokus stehen.

Noch im selben Monat stellte VW jedoch die Fertigung des ID.4 im US-Werk Chattanooga ein, um sich dort auf die zweite Generation des Verbrenner-SUV Atlas zu konzentrieren. Laut VW soll der Bestand des Modelljahres 2026 die Nachfrage nach dem ID.4 bis ins Jahr 2027 decken. Eine künftige Version für Nordamerika hatte der Hersteller im Mai 2026 in Aussicht gestellt. In Europa wird der Nachfolger des ID.4 seine Weltpremiere im kommenden Monat feiern und soll künftig ID. Tiguan heißen. Ob das Modell auch den Weg in die USA finden wird, ist jedoch noch unklar.

Zum ID. Buzz bekennt sich VW dagegen ausdrücklich. Gegenüber dem US-Portal InsideEVs sagte ein VW-Sprecher, der ID. Buzz bleibe ein wichtiger Teil des US-Portfolios, man stehe zu seiner Zukunft auf dem US-Markt. Weitere Details zum Modelljahr 2028 will der Hersteller in den kommenden Monaten nennen.