Volvo XC60: Neu als Plug-in-Hybrid mit 200 km elektrischer Reichweite

Volvo zeigt erstmals sogenannte "Long Range Plug-in-Hybride": Der neue Volvo XC60 Plug-in-Hybrid bietet künftig eine rein elektrische Reichweite von bis zu 200 Kilometer. Währenddessen fährt der größere und schwerere Volvo XC90 Plug-in-Hybrid pro Batterieladung bis zu 163 Kilometer rein elektrisch.
Volvo XC60 und XC90 Modelljahr 2027
Bild: Volvo
Mit den neuen Modellen will Volvo, das bekanntlich auch einige vollelektrische Fahrzeuge wie etwa den EX30 oder EX60 im Angebot hat, Kunden eine Möglichkeit bieten, den „Großteil ihres Alltags rein elektrisch zu absolvieren und dabei deutlich seltener laden zu müssen“, so das Unternehmen.
Die elektrische Reichweite des Volvo XC60 Plug-in-Hybrid und des Volvo XC90 Plug-in- Hybrid liegt jetzt mehr als zweieinhalb Mal so hoch wie bei den bisherigen Plug-in-Hybrid-Varianten. Das liegt daran, dass in den Fahrzeugboden nun eine Batterie mit deutlich größerer Kapazität eingebaut wird als bisher, nämlich mit 41,2 kWh beträgt (vorher 18,8 kWh). Das ist beachtlich und z.B. etwas größer als die Batterie der Basisversion des VW ID. Polo (37 kWh) und sogar deutlich mehr als im Renault Twingo Electric (27,5 kWh).
Die 41,2-kWh-Batterie wird kombiniert mit einem leistungsstärkeren Elektromotor mit 130 kW (vorher 115 kW / 156 PS). Wie bei jedem Plug-in-Hybrid verfügen der Volvo XC60 und XC90 aber auch über einen Verbrennungsmotor, konkret über einen Benzinmotor, der in bestimmten Fahrsituationen übernimmt sowie spätestens auch dann, wenn die Batterie fast leer ist.
Volvo XC60 mit „klassenbester Reichweite“
„Der Volvo XC60 ist das meistverkaufte Volvo Modell aller Zeiten und der Volvo XC90 markierte den Beginn unserer Entwicklung im Premium-Segment“, sagt Håkan Samuelsson, CEO und Präsident von Volvo Cars. „Auf diesem Erbe bauen die neuen Plug-in-Hybride mit klassenbester Reichweite auf, die zusammen mit dem vollelektrischen Volvo EX60 unser bisher stärkstes elektrifiziertes Angebot im Segment der mittelgroßen SUV-Modelle bilden. Damit können wir jedem Kunden das passende Fahrzeug zur vollständigen Elektrifizierung anbieten.“
Die 200 km elektrische Reichweite des Volvo XC60 Plug-in-Hybrid (Startpreis: 69.990 Euro) sind laut dem schwedischen Hersteller „in seiner Klasse führend“. Und tatsächlich findet sich bei der Suche nach einem anderen Plug-in-Hybrid mit soviel Reichweite einzig der Lynk & Co 08, der über eine ähnlich große Batteriekapazität mit 39,6 kWh (brutto) verfügt. Bei einem Test des ADAC schaffte das Fahrzeug immerhin 176 km Realreichweite. Wichtig zu wissen: Volvo und Lynk & Co gehören beide zum chinesischen Geely-Konzern – ein Technologieaustausch ist also naheliegend, auch wenn es sich nicht direkt um Schwestermodelle handelt. Zum Vergleich: Bei deutschen Herstellern haben der VW Golf eHybrid und der technisch verwandte Audi A3 Sportback TFSI e mit bis zu 142 bis 143 km elektrischer Reichweite aktuell die Nase vorn.
CO2-Verbrauch von Plug-in-Hybriden umstritten
Dabei ist es seit langem stark umstritten, wie häufig Fahrer von Plug-in-Hybriden (PHEV) tatsächlich laden, was die CO2-Emissionen des Wagens massiv beeinflusst. Denn diese Autos fahren auch mit leerer Batterie weiter, und zwar mit Verbrennungsmotor. So hatte die EU bereit 2022 festgestellt, dass die reale CO2-Emission von 320.000 untersuchten PHEV im Schnittetwa 3,5-mal so hochlag wie der Typgenehmigungswert. Deshalb wurde der sogenannte Utility Factor bereits ab 2025 abgesenkt.
Nach geltendem Recht soll eine zweite Verschärfung ab 2027 folgen, wogegen aktuell aber u.a. die Bundesregierung ankämpft. Angesichts extrem angestiegener Spritpreise in den vergangenen Monaten mehrt sich aber zumindest der subjektive Eintrug, dass immer häufiger auch PHEV an Deutschlands Ladestationen stehen. Dies würde zu einem niedrigeren CO2-Ausstoß der Plug-in-Hybride führen, die großteils von Verbrennungsmotoren angetrieben werden.
_Quelle: per Mail_