Der Volvo EX30 erhielt durch ein OTA-Update die V2L-Funktion. Das günstigste elektrische Volvo kann Geräte mit einer Leistung von bis zu 3 kW versorgen.

Volvo hat ein neues OTA-Update für das Modell EX30 veröffentlicht, und ab dieser Woche verfügt das Auto über die V2L-Funktion, also die Möglichkeit, externe Geräte mit der Antriebsbatterie zu versorgen. Das System kann bis zu 3 kW bei 16 A liefern und schaltet sich automatisch ab, wenn der Akkustand unter 20 Prozent fällt.
Für polnische Fahrer ist das eine ziemlich konkrete Verbesserung, denn der EX30 kostet bei uns ab 169.990 Złoty und kann plötzlich mehr tun als nur von Punkt A nach Punkt B fahren.
V2L im Volvo EX30 funktioniert über einen CCS2-Adapter
Die neue Funktion nutzt die zweirichtige Ladefunktion, genauer gesagt den Vehicle-to-Load-Modus. In der Praxis muss man einen separaten Adapter an den Ladeanschluss anschließen, und erst daran dann Laptop, Kaffeemaschine, Kühlschrank oder Campingausrüstung.
Volvo gibt eine maximale Leistung von 3 kW bei 16 A an, sodass damit eine breite Palette von Haushalts- und Außengeräten versorgt werden können. Nicht das ganze Haus, keine Wärmepumpe und auch keine Induktionskochplatte auf voller Stärke. Aber ein Kühlschrank im Stromausfall oder eine kleine Campingausrüstung? Auf jeden Fall.
Ebenfalls vorhanden ist ein Sicherheitsschalter. Wenn der Akkustand unter 20 Prozent fällt, schaltet das Auto die Stromversorgung ab, um den Fahrer nicht mit einem leeren Akku zurückzulassen. Das ist gut, denn eine solche Funktion ohne Limitierung würde schnell zu Problemen auf dem Parkplatz führen.
In Europa, im Nahen Osten und in Afrika, in einigen Ländern Asiens und des Pazifikraums sowie in Lateinamerika wird der EX30 das CCS2-Anschlussformat nutzen. V2L kommt hingegen nicht in die USA, Kanada, Mexiko, Korea, Taiwan oder Japan.
Außerdem gibt es eine neue Benutzeroberfläche sowie Plug & Charge in Teilen Europas
Die gleiche OTA-Update-Version bringt ein neu gestaltetes Einstellungsmenü sowie einen neuen, anpassbaren Kontextmenüstreifen für die Benutzeroberfläche. Es handelt sich dabei eher um kosmetische Verbesserungen als um hardwarebezogene Neuerungen, doch die Nutzer des EX30 werden dies vermutlich sofort bemerken, sobald sie ins Auto steigen.
Ein weiterer praktischer Aspekt ist Plug & Charge für ausgewählte europäische Märkte. Diese Funktion vereinfacht das Aufladen an öffentlichen Orten, da das Auto die Sitzung ohne Hinzufügen einer Karte und ohne Starten einer zusätzlichen App autorisiert. Hier gibt es jedoch einen Haken: Die Lösung soll nur für Fahrzeuge des Modelljahres 2026 und neuer verfügbar sein.
Das zeigt eine Sache: Selbst in einem relativ günstigen Elektroauto beginnen Funktionen, die noch vor Kurzem nur als Zusatz in teureren Modellen vorhanden waren, über Software bereitgestellt zu werden. Die Frage ist nur, ob 3 kW im EX30 im praktischen Gebrauch ausreichen oder Sie bereits etwas in der Richtung eines vollwertigen V2H-Systems erwarten.
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