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Sonstiges

Volkswagen nimmt in Deutschland mehr Bestellungen für Elektrofahrzeuge als für Verbrennungsfahrzeuge entgegen. Wolfsburg leidet unter den Veränderungen.

Volkswagen nimmt in Deutschland mehr Bestellungen für Elektrofahrzeuge als für Verbrennungsfahrzeuge entgegen. Wolfsburg leidet unter den Veränderungen.

Volkswagen hat in Deutschland mehr neue Bestellungen für Elektroautos als für Benzin- und Dieselmodelle. Im September 2026 reagiert das Unternehmen mit einer Anpassung der Fabrikpläne: Es beschränkt weitere Umstrukturierungen in Wolfsburg und erhöht die Produktion des ID.7 in Emden sowie des ID.3 in Zwickau.

Es handelt sich dabei noch nicht um eine einfache Mitteilung darüber, dass mehr Elektroautos als Verbrennungsfahrzeuge registriert sind. Es geht um das Bestellportfolio, doch gerade dieses bestimmt heute für den Hersteller den Produktionsplan der Fabriken.

Wolfsburg wird die Marke von 600.000 Fahrzeugen nicht erreichen

Laut der deutschen Zeitschrift Automobilwoche sollte die Fabrik in Wolfsburg durch zusätzliche Umstrukturierungen die diesjährige Produktion von 580.000 auf über 600.000 Fahrzeuge erhöhen. Der Plan wird jedoch eingeschränkt, da die dort produzierten Golf-, Tiguan- und Tayron-Modelle, also Verbrennungsfahrzeuge, schlechter verkauft werden.

Es handelt sich um einen symbolischen Wandel. Wolfsburg ist das historische Zentrum von Volkswagen und produziert weiterhin keine Elektrofahrzeuge der ID-Reihe. Der Bedarf verlagert sich daher auf Modelle, die in anderen Werken hergestellt werden, anstatt die Nutzung des wichtigsten Werks der Marke zu retten.

In Emden plant Volkswagen mindestens zwei weitere Produktionssteigerungen für den ID.7, der als Liftback und Kombi hergestellt wird. Die Erhöhung der Produktion gilt auch für Zwickau, wo der überarbeitete ID.3 Neo entsteht.

Volkswagen hat offensichtlich nicht mit einer so schnellen Erholung gerechnet. Der Anstieg der Benzin- und Dieselpreise hat den Elektrofahrzeugen geholfen, doch allein die Kraftstoffpreise reichen nicht aus. In Deutschland gibt es heute mehr Elektroautos, die nicht wie teure Technologiedemonstratoren aussehen.

Der ID. Polo hat 40.000 Bestellungen, doch die Gewinne leiden weiterhin.

Der stärkste Punkt des neuen Angebots soll das ID. Polo sein. Volkswagen hat für dieses Modell über 40.000 Bestellungen erhalten, während technisch verwandte Modelle wie der Cupra Raval, die Skoda Epiq und das Volkswagen ID. Cross weitere 60.000 Bestellungen einbrachten. Insgesamt ergibt sich somit eine Zahl von über 100.000 Kundenanfragen für diese Stadt-Elektrofahrzeugfamilie.

Es gibt jedoch einen Haken für die deutschen Werke: Alle vier Fahrzeuge werden in zwei Fabriken in Spanien produziert. Ein deutscher Kunde bestellt zwar ein VW-E-Auto, doch die Fertigung erfolgt nicht automatisch in Wolfsburg.

Volkswagen hofft, dass die Modelle ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Reichweite, Ladevorgängen, Ausstattung und Preis bieten. Genau dieses Segment war der Marke lange Zeit fehlend. Das ID. Polo soll eine Antwort auf den Renault 5 sein – und nicht ein weiteres Auto, das durch Rabatte verkauft werden muss.

Die Firma hat jedoch weiterhin Probleme mit der Rentabilität. Elektrische Volkswagen-Modelle erzielen weniger Umsatz als vergleichbare Verbrennungsfahrzeuge, weshalb ein Anstieg der Bestellungen nicht automatisch zu einer finanziellen Entlastung führt. Dabei soll auch das noch kleinere ID. up! helfen, vermutlich das günstigste Elektrofahrzeug der Marke für Europa.

Volkswagen hat die Nachfrage gewonnen, muss nun aber beweisen, dass er daraus Profit schlagen kann. Ist das ID. Polo für Sie als elektrische Alternative zum Renault 5 sinnvoll?

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Quelle: LovEV.pl