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Volkswagen strafft für Fokus auf Innovation sein Fahrzeugangebot

Volkswagen strafft für Fokus auf Innovation sein Fahrzeugangebot
Volkswagen-T-Roc-Cabriolet-

Bild: VW

Volkswagen plant eine umfassende Reduzierung seiner Modellpalette und der Variantenvielfalt. In einem internen Schreiben begründet der Konzern diese Strategie laut der Automobilwoche mit dem Ziel, Innovationen trotz sinkender Investitionen finanzierbar zu halten. Die Verringerung der Komplexität soll die Voraussetzung dafür sein, technologisch führend zu bleiben.

Finanzchef Arno Antlitz und Entwicklungsvorstand Werner Tietz sehen demnach in der Reduzierung der Komplexität sowie einfacheren Strukturen den Weg zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. „Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen wir den Aufwand pro Fahrzeug senken“, wird Antlitz zitiert. Das Angebot soll konsequent an Kundenwünschen ausgerichtet werden.

Im Jahr 2025 beliefen sich die Investitionen bei Volkswagen auf 34,4 Milliarden Euro, wovon 19,4 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung flossen. Dies entsprach einer Quote von 11,8 Prozent des Umsatzes. Künftig soll das Kapital fokussierter eingesetzt werden. Während für den Zeitraum 2024 bis 2028 ursprünglich 180 Milliarden Euro geplant waren, wurde diese Summe bereits auf rund 160 Milliarden Euro für die Jahre 2026 bis 2030 korrigiert. Perspektivisch könnten die Investitionen pro Fünfjahreszeitraum auf etwa 130 Milliarden Euro sinken, schreibt die Automobilwoche.

Hintergrund der Anpassungen sind geopolitische Spannungen, Zölle sowie Entwicklungen auf Kernmärkten wie China, welche das Finanzergebnis belasteten. Die Straffung des Angebots soll um bis zu 50 Prozent bei den Modellen und um bis zu 75 Prozent bei der Angebotsvielfalt erfolgen. Ziel ist es dem Bericht zufolge, Ressourcen nicht in einer breiten Palette zu verzetteln, sondern technologische Führung durch weniger, aber dafür führende Produkte zu sichern.

„Weniger Komplexität bei Plattformen und Modulen, ein stärkerer Einsatz von Künstlicher Intelligenz entlang der gesamten Entwicklungskette und schnellere Prozesse helfen uns dabei, mit weniger Mitteleinsatz mehr Innovationen auf die Straße zu bringen“, so Entwicklungsvorstand Tietz in dem internen Schreiben.

Das Programm „Zukunftsbild 2030“ unter Konzernchef Oliver Blume sieht zudem eine Ausrichtung der Produktionskapazitäten auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr sowie eine regionalisierte Entwicklung vor. Über die Konsequenzen für schwach ausgelastete Standorte wie Emden, Hannover, Zwickau oder Neckarsulm sowie über Personalmaßnahmen wurde nach Informationen der Automobilwoche noch nicht entschieden. Es würden Szenarien zur Auslastung diskutiert, etwa durch neue Modelle aus China oder alternative industrielle Nutzungen.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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